Heute hat sich eine Frage geklärt, die sich mir schon ein paar Mal gestellt hat: Warum sammeln die Wachenheimer Pfadfinder einmal im Jahr Altpapier ein? Die jungen Leute sind dazu von 8 Uhr morgens bis in den späten Nachmittag unterwegs. Wozu der Aufwand – schließlich können die ausgedienten Zeitungen, Kartons und Prospekte doch ganz bequem per Altpapiertonne entsorgt werden?

Als heute wieder mal eine Meldung im Amtsblatt auf die nächste Sammlung der Pfadfinder am Samstag, 28. November, hinwies, habe ich einfach mal angerufen – beim Organisator Oliver Wild von den Wachenheimer Pfadfindern, dem Stamm Ritter von Dalberg. Und tatsächlich, er gab mir eine einleuchtende Erklärung: Die Pfadfinder haben diese Altpapiersammlung schon vor etwa 30 Jahren angefangen. Als die Altpapiertonnen eingeführt wurden, machten die Dalberg-Ritter eine Umfrage bei den Wachenheimern. Laut Oliver Wild wollten 2/3 der Befragten weiterhin gebündelte Zeitungen und Kartons vor die Türe stellen, um die Pfadfinder zu unterstützen. Die Pfadfinder bekommen nämlich für das Altpapier Geld von einem Entsorgungsunternehmen, und damit finanzieren sie einen Teil ihrer Jugendarbeit. Eine gute Sache also. Das denkt sich wohl auch die Kreisverwaltung Bad Dürkheim und unterstützt die Pfadfinder. Für die Sammelaktion ist nämlich eine Menge zu organisieren. Zum Beispiel müssen die Traktoren versichert werden.

Wo ich jetzt den Hintergrund kenne, werde ich unsere Altpapiertonne bis zum 28. November auf Diät setzen. Schließlich sagte Oliver Wild, dass auch kleine Mengen zum Gesamterfolg der Aktion beitragen. Einen geeigneten Karton zum Verpacken finde ich bestimmt (schließlich ist unsere Jüngeste den Windeln noch nicht komplett entwachsen :-)). Ansonsten tut es wohl auch ein ordentliches Bündeln des Altpapiers, und dann kommt alles bis 8 Uhr morgens vor die Tür. Bleibt nur zu hoffen, dass es an dem Samstag nicht regnet.

Bei unserem Telefongespräch habe ich Oliver Wild noch eine weitere Sammelaktion vorgeschlagen. Uns nervt es nämlich jedes Jahr im Januar, dass man die abgeschmückten Weihnachstsbäume nicht einfach vor die Haustür stellen kann, sondern sie an den Alten Galgen bringen muss. Da hat man nur die Wahl, das Auto zu nehmen – und danach unzählige Tannennadeln aus dem Teppichbelag des Kofferraums zu zupfen – oder das nadelnde Gerippe durch halb Wachenheim zu schleifen. Haben wir beides schon ausprobiert, macht nicht wirklich Spaß. Wie schön wäre es, wenn die Pfadfinder mit dem Traktor zum Tannenbaum-Einsammeln kämen!  Von einem Entsorgungsunternehmen würden sie dafür wohl nichts bekommen – aber ich zum Beispiel würde ihnen für unseren Baum gerne 5 Euro in die Hand drücken!

Oliver Wild stand der Idee aufgeschlossen gegenüber. Bevor man sich da genauere Gedanken macht, müsste man natürlich wissen, ob außer mir (und einigen Nachbarn, mit denen wir jedes Jahr über die Prozedur lästern) noch andere Wachenheimer an der Aktion interessiert wären. Fangen wir doch einfach mal im Wachtenblog an: Wer von unseren Lesern würde den Pfadfindern gerne gegen einen – selbst wählbaren – Spendenbetrag seinen Weihnachstbaum übergeben? Zum Antworten bitte ganz oben im Beitrag  auf „Leave a comment“ klicken.

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