Liebe Leser, ich sage bewusst nicht Wachenheimer!

Als ich vor ein paar Wochen die Frage stellte, warum sich jeder einzelne von uns als Wachenheimer fühle, war mir das Absurde dieser Frage überhaupt nicht bewusst. Erstens darf ich diese Frage gar nicht stellen. Zweitens ist es so, als ob ich darüber schriebe, wie ich mich als Christ an Weihnachten fühle. Weil ich kann ja gar kein Christ sein. Häh?!

Ich habe in den letzten Tagen gelernt, dass man noch nicht mal Wachenheimer sein kann, wenn man ein von der Mehrheit der Wachenheimer gewählter Bürgermeister ist. Aber auch hier halt. Ist der Bechtel eigentlich legitim, dieser Amtsräuber, der es ja nur geschafft hat, weil alle diese Fremden genau eben diesen Fremden gewählt haben. Diese Typen aus den Neubaugebieten, die sich unter dem Mantel der Demokratie, das System zu Nutze gemacht haben, um es von innen heraus zu zerstören. Jetzt boykottieren diese anderen auch noch den Neubau eines städtischen Monuments für das Wachenheimer Volk. Und der legitime F. oops da wäre mir fast etwas herausgerutscht, Herrscher wird diffamiert, auch unter dem Mantel der demokratischen Streitkultur, Vorwände alles nur Vorwände von diesen Demokraten, die doch tatsächlich eine Mehrheitsmeinung, eine durch demokratische Wahlen bestätigte übrigens, durchsetzen wollen.

Da wird sich seit Jahren auf Bundesebene Gedanken gemacht, das Staatsbürgerrecht zu reformieren, aber hier bei uns, oh Entschuldigung, bei euch in Wachenheim, sind die Sachen noch klar. Es hängt vom Blute ab. Ich frage mich, als Dissident, ob der Neubau der Stadthalle vielleicht nur der erste Schritt ist einen GULAG zu bauen, die Dimensionen hätte er. Und die Sache mit Weihnachten. Ich werfe sofort den Weihnachtsbaum weg und baue die Krippe ab, weil ich darf ja nicht an meinen Gott glauben. Der war ein ein Fremder, mein Gott, der kam aus dem mittleren Osten und hat sich dann von seinen subversiven Jüngern einen europäischen Namen geben lassen, damit er unsere gewachsene germanische Kultur, hoch lebe Odin, von innen heraus verfaulen lassen kann.

Frank Mehlmer

PS

Liebe FWG’ler, die sich für den Inhalt dieses Flugblattes verantwortlich zeichnen. Ich danke Ihnen, dass Sie dies als konstruktive Kritik und eine Satire auffassen.

Sollten sie das nicht tun, habe ich das Gefühl, dass sich einige von Ihnen schämen sollten und ein bisschen an Ihrer demokratischen Kultur, falls vorhanden, feilen sollten. Da FWG ja Freie Wähler Gemeinschaft heisst, habe ich Hoffnung, dass die wirklichen Freigeister, deren geistigen Väter diese Partei auch gründeten, sich mehrheitlich in der Partei bemerkbar machen und diese plumpen, fast Faschistoiden Wachenheimer Gemeinschaftsattacken  auf demokratische Mitbürger unterbinden werden. Aber auf der anderen Seite, wieviele Parteien, die sozialistisch in Ihrem Zuge hatten, waren eben dies auch?! Sie treten mit den Füssen, was diese Freien über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben. Aus verletztem Stolz, der aus einem demokratischen Vorgang resultiert.

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