Als ich neulich schrieb, das Tipi für die Waldameisen, die Waldgruppe unseres Kindergartens, sei genehmigt, war das nicht ganz korrekt. Wie sich jetzt herausstellte, ist das Aufstellen des Zeltes nicht genehmigt, jedoch geduldet. Ob diese formelle Feinheit für den praktischen Ablauf der Dinge Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten.

Schon hört man von einem schwierigen Grundstücksnachbarn, der zwar nur an manchen Wochenenden zugegen sein soll, den aber ein Tipi stören könnte. Aber vielleicht mag der Nachbar ja Kinder, besonders solche, die er nie sieht.

Vielleicht ist ein Tipi lediglich zu erdulden, weil es länger als ein paar Tage stehen bleibt und somit wohl baurechtlich zu betrachten ist. Bloß keinen Präzedenzfall. Nicht, dass noch mehr Waldkindergärten auf die Idee kommen, ihr Tipi auf dem Kämmertsberg aufzustellen. Wie auch immer, das Tipi wird geduldet. Und das ist ja schon mal was, das sicher auf irgend einem Papier vermerkt wurde. Und wie sagte schon der große Philosoph Bürokrates: „Kein Formular ist so wichtig wie sein Durchschlag.“

Advertisements