Als Bewohner des, ja immer noch, Neubaugebietes „Auf der Höh“ denke ich oftmals mit Wehmut an die Zeiten zurück als das Weinbergschneckerl im Höhnhausen noch „Glebers Weinstube“ hieß. Es war für die ewigen Neubürger ein optimaler Treffpunkt sich des Wochenends mal auf eine Schorle hinzusetzen, oder mal eine Kleinigkeit zu essen, falls man keine Lust auf Kochen hatte.

Mit der Verpachtung an die Noch-Weinbergschneckerl-Pächter ist dieses Stück Stammkneipe verloren gegangen und wir müssen ins Schellack, oder die Stadtmauerschänke, welches auch tolle Kneipen sind, aber die Glebers waren doch ein Stück näher.

Nun scheint der Pachtvertrag auszulaufen und, so wird gesagt, nicht verlängert werden. Zwischendurch hatte ich schon mal die Wahnsinnsidee die Räumlichkeiten zu pachten und Hobby-Kneipier zu werden. Aber nach näherer Betrachtung ist dies viel zu aufwändig und kosten- und zeitintensiv, um es als Hobby zu gestalten.

Mich lässt jedoch diese Idee nicht los, diese Institution wieder zum Leben zu erwecken. Insofern hoffe ich, dass dieser Artikel von einigen gelesen wird, die sich dazu berufen fühlen, bzw. Ideen und Freunde haben, die eine solche Geschichte aufziehen können. Und zwar in einer Art, die zur Gegend passt. Auch Glebers würde es bestimmt freuen, das Anwesen an jemanden zu verpachten, der einen Bezug zur Gegend hat.

Oder wäre es etwa eine Möglichkeit, so eine Art Genossenschaftskneipe zu machen? Einige Interessierte tun sich zusammen, minimieren das finanzielle Risiko und haben einfach Spass bei der Sache. Dieses Modell gibt es ja auch immer mehr beim Wohnen, oder dörflichen Tante-Emma-Läden.

Ich stelle mir das durchaus praktikabel und reizvoll vor.

Vielleicht können wir ja etwas lostreten, was auf städtischer Ebene scheitert(e), siehe Kreisel, Supermarkt, Innenstadt gestaltung, Stadt. Nämlich gemeinsam etwas zu gestalten. Fast ein utopischer Gedanke.

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