Liebe Leser!

Ich möchte Ihnen heute nur einen Artikel ans Herz legen, der im heutigen Spiegel Online zu lesen ist. Er setzt sich kritisch mit einem  Gastkommentar unseres Vizekanzlers und Aussenministers auseinander, dendieser für „DIE WELT“ verfasst hat.

Ich denke, dass dieser in der heutigen Zeit ein guter Anlass ist, um einmal über die Grundsätze der Politik nachzudenken und darüber zu reflektieren, für wen Politik gemacht werden sollte, besonders WIE das von Statten gehen muss.

Unseren Kindern versuchen wir Respekt beizubringen, aber Menschen, die aus einem fragwürdigen Wahlsystem einer Dekadenz der Macht verfallen, treten diese Grundsätze mit den Füssen.

Aber wahrscheinlich ist unser Leidensdruck immer noch nicht hoch genug, als dass wir etwas, auf Bundesebene, dagegen unternehmen. Fragwürdig heisst übrigens nicht, dass ich undemokratische Tendenzen habe, im Gegenteil. Aber haben sie schon mal darüber nachgedacht, wie demokratisch ein Wahlrecht ist, das seine Abgeordneten über Listenplätze bestimmt? Das kann man sogar verfassungswidrig nennen. Nur so konnte Helmut Kohl Bundeskanzler werden, obwohl er nie seinen eigenen Wahlkreis gewonnen hat. Also verführt doch dieses Wahlrecht zu einer Dekadenz der Macht und führt zu einer dynastischen Organisation der Macht, gegen die eigentlich die Väter der Verfassung vorbeugen wollten.

Dieses Sich-Nicht-Hinterfragen müssen führt dann zu dieser Abgehobenheit, die Menschen wie Herrn Westerwelle auszeichnet und die eine Demokratie zu einer Klünglokratie werden lässt. Aus diesem Grund sollten wir uns einmischen und beteiligen. Je mehr Leute sich engagieren, desto entklüngelter wird es wieder werden. Ich teile nicht alle Ansichten der Partei, die unseren Bürgermeister stellt. Ich teile auch nicht alle Ansichten des Bürgermeisters.

Aber die Wahl freut mich als Demokraten und macht mich ein bisschen stolz auf unser Wachenheim. Auf seine lebendige Parteienlandschaft, hey FWG ihr seid zwar ein Verein, aber ich zähle euch auch dazu, bzw. das wird schon wieder werden mit euch, da eure Klünglokratoren eins auf die Mütze bekommen haben, auf seine Streitkultur, möge sie auch noch so chaotisch sein, aber sie wird von Menschen gemacht, die, vorwiegend, für andere etwas bewegen wollen und nicht schon aus Machtgeilheit handeln. Irgendwie fühle ich mich manchmal an dieses kleine Dorf erinnert, das von unbeugsamen Galliern bewohnt wird, die sich streiten, aber immer mit einem Bankett die gemeinsamen Abenteuer beenden.

Und unser Zaubertrank, na, Riesling Spätlese, oder?

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,677225,00.html

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