Das ist wirklich eine freudige Nachricht. Als ich die Schlagzeile „Pforten-Plan fällt erneut durch“ in der Rheinpfalz gelesen habe, da habe ich laut gejubelt. Jetzt sieht es wirklich so aus, als würde das Gemeinwohl (dazu zählt für mich der Erhalt eines historisch bedeutsamen Ensembles) gewinnen.

Eine Genugtung für die vielen Wachenheimer Bürger, deren Einwände vorher einfach abgeschmettert wurden.

Jetzt wird es tatsächlich spannend, welche Folgen der im Geheimen geschlossene städtebauliche Vertrag hat. Ob die Hasslocher Müller Bau jetzt Größe zeigt und auf Ansprüche verzichtet?

Auf der Homepage des Unternehmens erfährt man Folgendes: Der Markt von Müller Bau ist der Landkreis Bad Dürkheim. Die Firma zählt ein gutes Netzwerk zu ihren Stärken und legt Wert auf Freude im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern.

Das klingt schon mal gut. Nach einem Unternehmen nämlich, dem die Reputation im Markt wichtig ist. Die würde großen Schaden nehmen, wenn Müller Bau zu Zeiten defizitärer Haushalte gegenüber der Stadt Wachenheim hohe Schadensersatz-Forderungen stellen würde.

Zumal das Unternehmen es auf der Gegenseite jetzt nicht mehr Stadtrats-Minderheit und Bürgerbewegung zu tun hätte, sondern mit einem Bürgermeister, der Offenheit demonstriert und mit eindeutigem Wählervotum ausgestattet ist. Wenn es da zum Kampf käme, wären die Sympathien des Publikums wahrscheinlich eindeutig verteilt – nicht nur in Wachenheim, sondern im ganzen Landkreis.

 „Bauen mit Stil“ steht als Slogan auf der Müller-Homepage. Guter Stil wäre es, sich jetzt gütlich mit der Stadt zu einigen.

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