Liebe Leser!

Jetzt ist das Böse also auch in der Kirche angekommen in Form von Vergewaltigungen von Kindern, sexueller Nötigung und Kindsmissbrauch. Da diese Kirche von Menschen gemacht ist, war es wohl schon immer vorhanden, aber durch die Abschottung und hervorragende Öffentlichkeitsarbeit der Institution Kirche ist es gelungen, den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten. Die Kirche ist deshalb nur ein Abbild der Gesellschaft, nicht besser und nicht schlechter als diese. Eben wie oben erwähnt, von Menschen gemacht, die allerdings im Namen des Herren unterwegs sind, oder meinen unterwegs zu sein, und nur eines im Sinn haben, die über jahrhunderte erworbene Macht zu erhalten, also analog zu den Vertretern der politischen Kaste.

Was mich interessiert, ähnlich wie bei den Tiraden von Herrn Westerwelle, ist die Haltung der ansässigen Ortskirche zu diesen schlimmen Vorgägen innerhalb der Organisation Kirche. Wenn man sich anschaut, wie dieses klerikale Krisenmanagement von statten geht, eine Schuldzuweisung jagt die andere, mal sind es die 68′, mal die sexuelle Freizügigkeit, mal was weiss ich was, nur die Täter scheinen unschuldig, habe ich meine Probleme meine Kinder solchen Leuten anzuvertrauen, die zu einer solch eindimensionalen und bigotten Geisteshaltung von Ihrer Obrigkeit erzogen wurden, selbst höchst schändliche und kriminelle Taten unter den Teppich zu kehren. Zudem wird der Glaube, den genau diese vermitteln wollen ad absurdum geführt.

Und wer redet von den Opfern, wohlbemerkt die schutzbedürftigsten der Gesellschaft, unsere Kinder, die wahrscheinlich ein Leben lang traumatisiert sind, und das im Namen Gottes und auf Grund dieser Lebensfremdheit der „Geistlichen“, die dann doch eher „Körperliche“ werden? Aufgebaut auf einem unnatürlichen Zölibat und einer medievalen Pseudo-Moralvorstellung, die dazu dienen, Besitztümer zu schützen und Leute auf Linie zu halten, werden hier seelische Krüppel gezeugt, auf der Täterseite, wie auf der Opferseite.

Ich war angetan, dass bei einem Thema Westerwelle die wachenheimer Parteigenossen Stellung bezogen haben. Ich bin gespannt, ob das auch unseren Hirten gelingt und rufe die wachenheimer Priester, bzw. Pfarrer dazu auf, auch Stellung zu beziehen und sich öffentlich zu äussern, auch ausserhalb des Kirchengebäudes, da diese Haltungen eindeutig im öffentlichen Interesse liegen.

Sollte das nicht möglich sein, müsste man die katholische Kirche als moralische Instanz eigentlich mit dem Bannstrahl belegen. Aber das wären ja mittelalterliche Verhaltensweisen, ähnlich wie Hexenverbrennungen, Inqusition und Kreuzzüge, und diese Zeiten sind doch vorbei, oder?

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