Einen herzlichen Frauentag allerseits!

Oder sind Sie keine internationale Frau? Trotzdem schönen Tag. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist heute ein gesetzlicher Feiertag, und in China haben die Frauen heute theoretisch am Nachmittag frei. Theoretisch, denn faktisch geht es in China nicht um irgendwelche Rechte, sondern ums Geldverdienen. Eigentlich ein Traumland für die FDP. Aber zurück zu den internationalen Frauen, deren Tag heute begangen werden soll. Nur wie? Gibt es irgendwelche Konventionen?

„Blumen gehören auf die Wiese, nicht in die Vase“, sagt meine Frau. Die Botanik-Nummer kann ich mir also sparen. Und überhaupt – sollte bei Umkehrung der klassischen Rollenverteilung nicht eigentlich ich die Blumen kriegen? Bloß nicht, ich will die Dinger auch nicht im Haus haben. Zwei Tage sehen sie ganz hübsch aus, dann welken sie und sauen die Fensterbank mit Blütenstaub ein. Also, liebe internationale Frauen, denkt Euch bitte etwas anderes aus. Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit? Ja klar, und den Weltfrieden gleich noch dazu. Und dann gibt es noch die Gegenden, wo nicht mal die NATO elementare Rechte für Menschen weiblichen Geschlechts dauerhaft durchsetzten kann oder will.

Da geht es 50% der Wachenheimer Bevölkerung besser. Heißen eigentlich weibliche Neubürger geschlechtsspezifisch dann Neufrauen? Neulich hat Andreas Berger geschrieben, dass er den Begriff Neubürger nicht mag. Und wer mag derlei ausgrenzende Wortschöpfungen schon? Wie wäre es satt dessen mit dem einfachen Wort „Neuwachenheimer“? Davon ist flott eine weibliche Form gebildet und gerade noch so die Kurvin zum Frauentag geschafft.

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