Liebe Leser!

Vom Hörensagen weiss ich, dass der Frühling sich auf den Weg gemacht hat, wahrscheinlich läuft er dieses Jahr in die falsche Richtung, deswegen dauert es ein bisschen länger, bis er in Wachenheim angekommen ist, aber es ist trotzdem an der Zeit sich mit den bestimmenden Themen unseres Lebens auseinander zu setzen, Grillen und Sex.

Wobei ich noch vorausschicken möchte, daß mir als puristischer Carnivor eines in Wachenheim fehlt, ein richtig tolles Grill-Restaurant, bzw. ein Steakhouse nach richtiger argentinischer Art. Welch eine Symbiose, wachenheimer Wein und gegrilltes argentinisches Fleisch. Aber da ich selbst nicht den Mut habe eines zu eröffnen, muss ich halt solange in meinem Garten dafür sorgen, dass meine carnivoren Bedürfnisse und die Leidenschaft für Weine befriedigt werden und im Link sehen sie, was ich mit „richtiger Art“ meine!

Schon die Überschrift ist absurd. Es gibt nicht DEN Grill. Sondern ähnlich wie beim Sex kommt es darauf an, was man denn mit diesem Grill praktizieren möchte, bzw. die Spielarten beider Betätigungen sind mannigfaltig.

In der Jugend, mit der Entdeckung der eigenen Sexulität, hat man die masturbative Phase. Leugnen Sie das bitte nicht, außer sie sind katholisch, keine Angst, die Idee zu diesem Artikel ist schon vor längerer Zeit entstanden, ich gehe jetzt nicht auf die aktuellen Vorfälle in der Kirche ein. In dieser Phase hat man sprunghafte Ideen und Vorstellungen von Sexualität, landet jedoch immer wieder beim Würstchen, zu Glück beim eigenen(zumindest als Mann, aber wir wissen ja seit den ersten Artikeln, der Griller ist der Mann, deshalb gehe ich hier, aus Gründen der Bildhaftigkeit, nicht auf das feminine Geschlecht ein). Diese Würstchen-Metapher soll für Menschen stehen, die wehmütig an die Zeit zurückdenken, als das andere Geschlecht noch in Form von ein bis zwei eigenen Händen beherrschbar schien. Auch war die sexuelle Aktivität auf den schnellen Erfolg ausgerichtet. Wollen Sie also heute einfach mal ein Würstchen grillen und schnell zum Erfolg kommen, tut es ein einfacher Grill mit einem Stabrost. Der Durchmesser der einzelnen Stäbe und die Wandstärke der Feuerschale beträgt ca. 1 mm und die ganze Konstruktion hat eine Halbwertszeit ähnlich zur Dauer Ihrer Verliebtheit während der Pubertät, also von einem Tag bis zu einem Sommer lang. Then it is fading away. Für die Bratwurst jedoch grandios! Grosse Hitze, kein höhenverstellbarer Rost, damit, siehe oben, schneller Erfolg garantiert. Aber Vorsicht, durch die enorme, jugendliche, Hitze kann es manchmal zu schnell gehen und das Würstchen ist verbrannt…

Diese Art Grills gibt es von €3, – bis ca. €20, – in Warenhäusern und Baumärkten und sind, wie die Masturbation nicht wirklich zu empfehlen.

Nach der Inauguration des Sexuallebens und des Geschlechttriebes, begibt man sich auf die nächste Erlebnisstufe. Es geht schließlich, nicht vergessen s.o., um die Arterhaltung, bzw. die Paarung.

Trotz der Vorstellungskraft und der Phantasie des menschlichen Geistes sind die o.g. Vorgänge, Würstchen grillen und Masturbation, doch eher eindimensional. Hätte die Menschheit in diesem Zustand der Masturbation verweilt, wäre seine Anwesenheit in der Tierwelt doch eine sehr kurze gewesen. Vielleicht hängt damit die Geisteshaltung der christlichen Kirchen zusammen, denn diese beugen mit Ihrem Dogma dem Aussterben unserer Rasse vor. Masturbation, oder kirchlich-maskulin Onanie, macht nicht dumm und krank, sie macht und hält einsam, und führe darüber hinaus zu einem schleichenden Suizid einer gesamten Gattung im Tierreich.

Um eben diesem vorzubeugen gab die Natur dem Menschen die Neugier, also expressis verbis, die Gier nach Neuem. Durch die Limitiertheit des oben beschriebenen Grills, wäre dieser masturbative Suizid unausweichlich. Deshalb, die Natur, oder Gott, beugen vor, gab einen Evolutionsschub. Die Höhenverstellung.

Im Laufe der Zeitalter haben sich Varianten der Höhenverstellung im Wettbewerb der Arten als vorteilhaft erwiesen. Die erste Höhenverstellung resultierte wohl aus einer der ersten Sicherheitsmaßnahmen. Aus der Natur der Sache heraus war das Grillgut sehr heiss, wenn man es frisch gegrillt aus dem Feuer nehmen wollte. Unsere Ahnen verbrannten sich die Finger. Denken Sie hier wieder an das Balzritual, wie wirkt es auf das kongeniale andere Geschlecht, wenn sich der so erfolgreiche Jäger beim Zuteilen der Beute die Finger verbrennt? Mit Tölpeln hat Frau keinen Sex!

Da aber das durch den erhöhten Fleischkonsum, und die damit verbundene Aufnahme hochwertigster Proteine, schnellere Hirnwachstum eingesetzt hatte, ein deutlicher Evolutionsvorteil, bewies der Griller Cleverness. Er nahm einen langen Holzspiess und hielt damit die Grillbeute über das Feuer. Diese intellektuelle Höchstleistung war eine, neudeutsch, Win-Win-Situation.

to be continued

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