"Verbrennt ihn, verbrennt ihn!"Am Montagnachmittag wurde auch der Wachenheimer Winter verbrannt. Die feuerführenden Waldameisen sowie Kinder der Pusteblume und zahlreiche ausgewachsene Begleitpersonen hatten sich auf der Wiese im Poppental versammelt, um sich zu vergewissern, dass der Jahreszeit ordnungsgemäß der Garaus gemacht wurde.

Dem Winter war zu Last gelegt worden, seit Mitte November für unangenehm tiefe Temperaturen gesorgt zu haben, in deren Folge ein Großteil der heimischen Laubbäume ihr Blattkleid verlor. Aufenthalte im Freien waren seit dieser Zeit besonders für Eltern mit schweißtreibenden Ankleideprozeduren in beheizten Fluren verbunden, die immer wieder zu Blutdrücken in gefährlichen Regionen führten.

Auch bei weiten Teilen der Auto und Fahrrad fahrenden Bevölkerung hatte sich der Winter durch seine Beharrlichkeit unbeliebt gemacht. Anwälte der Streumittelhersteller hatten bis zuletzt versucht, einen Aufschub der Winterverbrennung zu erwirken – ohne Erfolg. Der Wachenheimer Winter ging im Beisein des Frühlings innerhalb von Minuten in Flammen auf.

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