Der Kirschbrand der Wachenheimer Brennerei Räch darf sich ganz offiziell „Edelbrand des Jahres“ nennen. Gut, das Destillat wird wohl kaum allzu viel über sich selbst sprechen. Auch, wenn es sich bei den internationalen Edelbrandmeisterschaften gegen 183 andere Schnäpse aus 15 Ländern durchsetzen konnte. Der Durchsatz bei den Testern muss gewaltig gewesen sein.

Während ich mir einen Kirschedelbrand noch lecker vorstelle, bin ich bei anderen prämierten Hochprozentern skeptischer: Rote Rüben oder Steinpilz wären jetzt nicht auf Anhieb die Zutaten der Wahl für mich. Und wie soll ich mir den Goldmedaillengewinner aus Weisenheim vorstellen? Holzfassgereifter Zigarrenbrand!? Kann man machen. Irgendwie ökonomisch. Statt Schnaps zur Zigarre trinkt man die Barrique-Zigarre gleich als Schnaps. Und dabei wusste ich gar nicht, dass Zigarren in Holzfässern reifen.

Vielleicht doch lieber Kirschbrand. Glückwunsch an die Brennerei Räch!

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