Heute hat Wachenheim mal wieder gezeigt, was engagierte Bürger auf die Beine stellen können: Der 7. Kräutermarkt war auch dieses Jahr eine sehr attraktive Veranstaltung.

Geboren wurde die Idee in der Lokalen Agenda 21 (gibt es die überhaupt noch?). Eine gute Handvoll Wachenheimer hat den ersten Markt auf die Beine gestellt. Darunter waren zum Beispiel Marlies Zahler-Knerr und Heilpraktikerin Renate Bremicker, die auch dieses Jahr als Kräuterhexe und Pflanzenflüsterin dabei waren (starke Frauen mal wieder, die habe ich bei meiner Aufzählung im März glatt vergessen).

Bald danach ging die Organisation auf den Heimatverein Wachenheim über. Während dieser Begriff andernorts vielleicht für verstaubte Brauchtumspflege in Lederhosen steht, schafft unser Heimatverein jedes Jahr einen Besuchermagnet, der alle Sinne anspricht und Wachenheim sehr gut zu Gesicht steht.

Am besten gefällt mir beim Kräutermarkt, dass wirklich alle Stände mit Kräutern und Natur zu tun haben – oder einfach leckeres Essen zu Gunsten von Wachenheimer Einrichtungen wie Hort, Waldkindergarten oder Grundschule verkaufen. Es gab wieder keinen einzigen der üblichen fahrenden Händler, die vielen Märkten etwas Beliebiges geben. Außerdem beteiligt sich hier – anders als beim Weinfest – auch eine große Bandbreite des Wachenheimer Gewerbes.

Diese Atmosphäre wissen die Besucher sehr zu schätzen. Zwar war es diesmal nur bis 2 Uhr so brechend voll wie gewohnt. Dann hat ein sehr ausdauernder Wolkenbruch viele Besucher erst unter die Schirme der Marktbeschicker und dann nach Hause getrieben.

Als abends wieder die Sonne rauskam, habe ich aber viele Wachenheimer getroffen, die sich nach heißem Bad oder zumindest Klamottenwechsel und gründlichem Föhnen zu einem zweiten Besuch des Kräutermarkt aufgemacht hatten.  Ich hoffe nur, dass die Betreiber der Marktstände trotz des Nachmittagslochs auf ihre Kosten gekommen sind.

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