Etwa drei Jahre lang wurde in Wachenheim um eine Supermarkt-Ansiedlung am Pfortenstück gestritten. Dabei stand die Mehrheit des Stadtrats gegen die Mehrheit der Wachenheimer Bürger. Die Quittung kam zunächst bei der Bürgermeisterwahl, dann von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.

In der vergangenen Stadtratssitzung wurde nun das beschlossen, was schon vor Jahren sinnvoll gewesen wäre: Ein Arbeitskreis soll verschiedene Möglichkeiten für die Ansiedlung eines zweiten Supermarkts (hoffentlich!) objektiv prüfen. Mag sein, dass Wachenheim jetzt nicht mehr alle Zeit der Welt hat. Die Rheinpfalz schrieb heute, dass ein Makler sich beim Gönnheimer Bürgermeister Robert Blaul nach einem Grundstück zwischen Gönnheim und Friedelsheim erkundigt hat – und zwar zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes.

Nun haben wir den aktuell gültigen Flächennutzungsplan so verstanden, dass sich zusätzlich zum bestehenden Rewe ein weiterer Supermarkt mit gut 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche ansiedeln darf. Was uns nicht klar ist: Gilt diese Aussage eigentlich für die Stadt oder für die Verbandsgemeinde Wachenheim? Trifft die zweite Möglichkeit zu, so könnte sich für Wachenheim das jahrelange Beharren auf dem Standort Pfortenstück rächen.

Laut Rheinpfalz würde ein Supermarkt einen lang gehegten Wunsch Gönnheims erfüllen. Als erster Schritt soll nun ein Einzelhandels-Gutachten für die gesamte Verbandsgemeinde in Auftrag gegeben werden. Das klingt spannend, auch für Wachenheim.

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