Werter Herr de Swaaf!

Vielen Dank für Ihren Kommentar bei unserem Wachtenblog bezüglich Ihres Artikels über die Tourismus-Region Pfalz im Spiegel Online.

Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um Ihnen noch zu zwei Punkten Ihres Kommentares meine Meinung zukommen zu lassen.

Zum einen das Thema Photos. Meiner Meinung nach sollte das Bildmaterial zu einem Artikel genauso recherchiert sein, wie die anderen Inhalte eines Artikels, da Sie der Verfasser und damit der Verantwortliche des Gesamtartikels sind. Wo die Bilder her kommen ist daher sekundär, diese müssen aber passen, da Sie sich immerhin mit den Massenweinproben und den Rentnern in Ihrem Artikel auf diese beziehen.

Das Zweite ist die von Ihnen erwähnte Hexenjagd auf Herrn Schneider. Auch hier muss ich Sie mit in die Verantwortung für die enorm aufbrandende Kritik am Weingut Schneider nehmen. Einige Formulierungen in Ihrem Artikel erregen den Anschein, Sie hätten die Meinung von Herrn Schneider in Bezug auf die Region und die Weinqualität seiner Winzer-Kollegen weitergegeben. Dass dies, wenn man die Geschichte der Winzer in unserer Region ein bisschen kennt, und die Geschichte des Weingutes Schneider, zu heftigsten Reaktionen führt, war absehbar. Sie haben Ihre Meinung unter dem Mantel des Weingutes Schneider verbreitet. Und da Herr Schneider mit seinen außergewöhnlichen Methoden enormen Erfolg hat, achtet man sehr genau auf das, was Herr Schneider macht. Da kam Ihr Artikel als Nestbeschmutzung unter Winzerkollegen rüber.

Ich habe gestern sehr lange mit Herrn Schneider telefoniert und er erklärte mir, auch das was Sie mir in Ihrem Kommentar sagten, die Inhalte und die Art des Artikels waren Herrn Schneider nicht bekannt. Das Ungemach, das auf Herrn Schneider hereingebrochen ist, und das mit den Inhalten in Ihrem Artikel zusammenhängt, tut mir sehr leid. Über die Inhalte meines Artikels werde ich mich, so sind Herr Schneider und ich beim Telefonat verblieben, mit Herrn Schneider bei einem persönlichen Treffen auseinandersetzen.

Auch ich betone nach dem gemeinsamen Telefonat, dass es Herrn Schneider fernlag, schlecht über die Pfalz und seine Winzerkollegen, bzw. deren Weine zu reden und er sehr über die Art und Weise Ihres Artikels und das Bild, das von Ihm vermittelt wurde, betroffen war.

Noch eines auf den Weg. Es scheint mir ob ihrer Reiseplanung in der Wein-Pfalz so, als seien Sie ein typischer grauhaariger Massentourist. Man fährt nach Spanien, knallt sich am Strand von Lloret in die Sonne, ballert Sangria, meint man kennt Spanien und verbreitet seine Weisheiten über das „echte“ Spanien in der Welt.

Das ist Ignoranz, und schwacher Journalismus dazu.

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