August 2010


Lieber Frank, dies ist ein Kommentar, der so lang wurde, dass ich ihn lieber als Blogbeitrag veröffentliche. Er bezieht sich auf Deinen heutigen Beitrag „Blog und Kommentar“. Ich bin mit dem Artikel in weiten Teilen einverstanden – und überhaupt nicht einverstanden mit dem vorletzten Absatz, in dem Du die Kommentierer ansprichst. Da schreibst Du:

„Unsere Kommentar-Funktion der Seite […] ist nicht als Blog-Ersatz für Personen gedacht, die keinen eigenen Blog […]  haben wollen. Es ist ein Forum zu Themen, die auf dem Wachtenblog diskutiert werden, […]. Dieses System fordert sowohl den Autoren, als auch den Kommentatoren[…] einiges ab, z.B. […] Selbstdisziplin. Die Disziplin zu haben, nicht alles und jeden zu kommentieren, nur damit irgendetwas geschrieben ist. Speziell für uns Autoren, aber auch für alle Beteiligten, sollte das Wort von Dieter Nuhr gelten: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“

Ich weiß nicht, wie es unseren Lesern geht. Für mich liest sich das wie ein ziemlicher Schuss vor den Bug unserer Kommentierer. Das war, wie ich von Frank weiß, so nicht beabsichtigt. Doch wenn wir Pech haben, dann ist heute dem einen oder der anderen erstmal die Lust vergangen, im Wachtenblog einen Kommentar zu hinterlassen. Das fände ich schade, sehr schade sogar!

Ich bin doch froh, dass wir in den vergangenen Monaten viel mehr Kommentare auf unsere Artikel bekommen habe – und das von vielen verschiedenen Leuten. Das soll bitte so bleiben, denn das genau ist der Unterschied zwischen einem Blog und einer Webseite!

Den hohen Ansprüchen eines Dieter Nuhr würden unsere eigenen Beiträge übrigens auch nicht immer gerecht. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass meine Texte „Neue Wege der Stadtsäckelsanierung“ oder  „Der Fluch der Cordelia“ die Welt wirklich weiter bringen. Manchmal ist der Wachtenblog trivial – und von der Sanierung kommunaler Haushalte habe ich etwa so viel Ahnung wie von Schwarzer Magie.

Wir alle sind hier Amateure und schreiben nach bestem Wissen und Gewissen – und manchmal einfach nur so aus Blödsinn. Das erlauben wir uns, und das sollten wir daher auch unseren Kommentierern zugestehen. Auch wenn wir uns über die Menge der Kommentare beschweren würden, dann würden wir mit Steinen aus dem Glashaus werfen. Schließlich spammen wir bei unseren Live-Blogs die Mailboxen unserer Abonenten gerne mal mit 20 und mehr Nachrichten voll. Und ich war bisher immer positiv überrascht, dass uns deswegen niemand das Abo gekündigt hat.

Gerade habe ich mir unsere Blogstatistik angesehen: fast 300 Zugriffe heute, aber seit Deiner Veröffentlichung kein einziger Leser-Kommentar. Vielleicht sehe ich ja Gespenster, aber für mich fühlt sich das wie eisiges Schweigen an. Mist!

Ironie des Schicksals: Gerade heute wollte ich in einem Blogbeitrag den Rheinpfalz-Artikel aufgreifen, der die Stimmung in der FWG nach dem „FWG im Gespräch“ analysiert. Danach sind nicht nur wir, sondern auch viele FWG-Mitglieder unzufrieden mit dem aggressiven Ton und dem wenig konstruktiven Inhalt des Blattes. Gegenüber der Rheinpfalz hat sich sogar Nicola Räch, die FWG-Vorsitzende im Stadtrat, von dem Heft distanziert. Das fände ich sehr bedenklich, wollte ich bloggen, wenn die Agitation unter Federführung von Boris Morell gerade die Kräfte aus der FWG treibt, die konstruktiv arbeiten und wirklich am Wohl der Stadt interessiert sind.

Ja, und jetzt habe ich mich gerade von einigen Aussagen meines Mitbloggers Frank distanziert.  Geht es also bei uns gerade zu wie in der FWG? Nein, da sehe ich doch eine ganze Reihe von Unterschieden: Erstens würde ich Frank, selbst wenn er in Rage ist, nicht mit der destruktiven Kraft eines Boris Morell vergleichen. Zweitens ist bei uns dreien im Wachtenblog die Meinungsvielfalt Programm, wir verstehen uns gerade deshalb so gut (und anders als Nicola Räch denkt keiner von uns darüber nach, aus dem Team auszusteigen). Drittens habe ich meine Reaktion mit Frank abgestimmt. Und viertens  machen wir unsere internen Meinungsverschiedenheiten aus eigenem Antrieb transparent. Darum laden auch weiterhin unsere Leser dazu ein, ihren Senf dazu zu geben. Also Feuer frei!

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Nicht überraschend haben wir heute wir ziemlich hohe Zugriffszahlen. Zum Klärungsbedarf der FWG über Form und Stil ihrer politischen Aktivitäten möchte zumindest ich nichts schreiben. Das haben wir drei ja beim Live-Blog sehr ausführlich getan. Ich finde Frau Räch sehr mutig und glaube nicht, dass die CDU versucht, die FWG zu spalten, das scheint der Stil der FWG im Gespräch zu eredigen. Ups, jetzt habe ich doch was dazu geschrieben.

In der Statistik des Wachtenblogs sehen wir Blogger ja nicht nur, wie viele Aufrufe unsere Seiten bekommen. WordPress zeigt uns auch die Suchbegriffe, mit denen Internet-Surfer uns finden. Jetzt habe ich wieder einige Monate gesammelt. Hier kommt die zweite Zusammenstellung der schönsten und verrücktesten Suchen – viel Spaß!

preiselbeeren blues brothers –> Blau sind sie beide – aber hatten wir das irgendwo im Wachtenblog?

saarland fussball vereine suchen torwart –> Aber doch nicht in der Pfalz!

wachenheim yoga –> Darüber haben wir noch gar nicht ausführlich gebloggt – könnten wir aber mal, gute Idee.

schulden machen aber richtig –> Für den Wachtenblog muss sich niemand verschulden. Lesen und Kommentieren geht kostenlos.

immer erst vor der eigenen tür –> Kehren, oder? Küssen ginge auch.

spendenquittung bei beerdigung –> Hmm, was spendet man denn bei Beerdigungen? Na ja, Beileid, aber gibt’s dafür jetzt Quittungen?

„hure im bett“ altes sprichwort –> Liegt die Hure still im Bett, war der Freier wohl zu fett. OK, war ja nur ein Vorschlag.

sprichwort nochmal feucht durchwischen –> Gibt es dazu auch ein Sprichwort??? Wir wollen jetzt mal nicht spekulieren, ob diese Suchanfrage mit der vorigen Sprichwort-Suche in Zusammenhang steht.

keine Klage –> Danke, wir können auch nicht klagen.

hygienemangel bei kindern –> Bäh, nicht empfehenswert.

maskulisken wachenheim –> Gibt es denn hier welche? Ich dachte, in Wachenheim wohnen nur lila Pudel.

suizid mit dem grill –> Und ich wusste es schon immer: Die Dinger sind gefährlich!

Fortsetzung folgt.

Zu Teil 1 der „Was suchen Sie hier“-Serie geht es hier.

Seit einiger Zeit mache ich mir kritische Gedanken über unseren Wachtenblog.“ Unser“ ist hier mit Cordelia, Achim und Frank eingegrenzt. Um Verständnis für meine Gedanken zu wecken, gehe ich mal zu den allerersten Anfängen.

Mein Nachbar Achim und ich hatten vor ca. 5 Jahren zum erstenmal die Idee einer gemeinsamen WebSite, die sich mit all den Dingen in Wachenheim auseinandersetzen sollte, allerdings war da eher eine Art Zeitung angedacht. Wir hatten einen lustigen lateinischen Namen, hatten sogar schon die Seite aktiviert, leider mangels Zeit, ist es uns nicht gelungen die damalige Seite mit Leben und Hirnschmalz zu füllen.

Dann, als wir schon nicht mehr an unser gemeinsames Projekt glaubten, kam unsere bzw. unser, spiritus rex, Cordelia mit der Blog-Idee. Die Zeit war reif, die Technik war reif und wir drei hatten mittlerweile soviel erlebt, dass wir uns mit unserer Idee an die Öffentlichkeit trauten. Zudem ließen uns unsere Kinder abends Zeit, da Sie schon alleine ins Bett gehen konnten, um noch ein paar Ergüsse  zu tippen, oder besser, Ideen umzusetzen.

Besonderer Charme hatte die Blogidee, da sie als Kommunikationsplattform konzipiert war, d.h. mit der größtmöglichen Leserfreiheit zum Kommentar, wir wollen ja in unserem Wachenheim etwas in Bewegung bringen, uns einmischen, andere zum Einmischen motivieren. Bisher gab es, Cordelia weiss das besser als ich, nur zwei Kommentare, die von uns zensiert wurden, und diese wurden bei unserer Mega-Diskussion bezüglich Feminismus, Maskulismus abgegeben und waren so niveaulos und frech, dass wir eingegriffen haben, indem wir diese löschten.

Dies zeigt auch die „Gefahr“, in die wir uns für unseren Blog bewusst begeben. Jeder darf. Jeder kann. Nicht jeder, aber viele wollen, viele, aber nicht Alle, trauen sich. Es gibt kein Sieb, keine Zensur, lediglich, wenn von Kommentatoren allgemeingültige ethische Grundsätze verletzt werden sollten, greifen wir ein. Wir liefern uns und unsere Inhalte dem Leser aus, dem wir verantwortungsvolles Partizipieren unterstellen, zutrauen und zumuten.

Jetzt habe ich darüber geschrieben, was unser Blog ist. Was soll er aber nicht sein?

Für mich ist der Blog keine zu instrumentalisierende Plattform. Was heisst das? Das heisst, siehe meinen Artikel über griechische Geschenke im Vorfeld unseres Live Blogs zum FWG-Fugblatt, dass ich, oder wir, es ablehnen als Trojanisches Pferd benutzt zu werden. Wir legen unsere Meinung dar, wir bringen unsere Sichtweisen, und geben denen Gelegenheit, die sich, zu unseren Blog-Regeln, beteiligen wollen. Explizit sage ich hier, dass wir nicht erwarten, dass unsere Meinungen bestätigt werden sollen, gerade das Gegenteil ist der Fall, wir wollen Vielfalt, wir wollen Diskussionen.

Unsere Kommentar-Funktion der Seite, und das ist der Kern meines Artikels, ist nicht als Blog-Ersatz für Personen gedacht, die keinen eigenen Blog, also Meinungsforum, haben, oder haben wollen. Es ist ein Forum zu Themen, die auf dem Wachtenblog diskutiert werden, und von den Wachtenbloggern sanft moderiert werden, die wiederum das Feedback brauchen, um neue Themen zu finden oder alte  in Erinnerung zu bringen, ein System von Actio und Reactio, im Wechsel. Dieses System fordert sowohl den Autoren, als auch den Kommentatoren, ergo Leser, einiges ab, z.B. den o.g. griechischen Versuchungen zu widerstehen, oder auch Selbstdisziplin. Die Disziplin zu haben, nicht alles und jeden zu kommentieren, nur damit irgendetwas geschrieben ist. Speziell für uns Autoren, aber auch für alle Beteiligten, sollte das Wort von Dieter Nuhr gelten: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“

Ich bin stolz darauf, und damit auf unsere Leser, dass dieses System bisher ohne Probleme funktioniert und hoffe, dass dies, gerade wegen des Erfolgs des Wachtenblogs, so bleiben wird.

Ich bitte an dieser Stelle um Kommentare…

Am vergangenen Samstag bin ich bei Beschers angesprochen worden – von Herrn Bescher. Es ging um meine Pfirsich-Glosse in der Rheinpfalz, die auch mal ein siebenminütiges Gastspiel auf dem Blog hatte (hatte vergessen, dass die Abonnenten die Texte bekommen). Kurz für die, die die Glosse nicht gelesen haben: Ich klagte über die Härte der Früchte, dass ich im Supermarkt damit rechne, nicht aber damit, dass ich jetzt auch bei der Markthalle Steine bekomme.

Als mich Herr Bescher also ansprach, ob ich der Herr Wagner sei, wusste ich warum. ABER er sagte mir, er fand die Glosse lustig. Kunden hätten ihn angesprochen, was er denn jetzt unternehmen wolle. Darauf meinte er, dass er erstens über die Glosse schmunzeln musste, ich sie ja zweitens nicht anonym verfasst habe, drittens ein Stammkunde sei  – zufriedener, möchte ich ergänzen, und ich viertens Recht gehabt habe. Unternommen habe er also Folgendes: Er hat sich beim Produzent über die harten Pfirsiche beschwert.

Da war ich baff.

Im ersten Punktspiel der 1. Kreisklasse Neustadt hat die C-Jugend des Tus Wachenheim einen 2 : 0 Erfolg gegen den FC Leistadt erzielt. Die Tore erzielten Max Mehlmer in der ersten Minute und Lars-Oliver Meier in der 35. Minute.

Habe gerade im Newsticker gelesen:

1. FC Kaiserlautern : FC Bayern München – 2 : 0

Na bitte, schon wirkt er, der Fluch der Cordelia. Und ich habe noch nicht mal zugeschaut! Jetzt werde ich mir gerade selbst ein wenig  unheimlich …

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