Gerade habe ich in den heute-Nachrichten eine Zusammenfassung vom Freitagsspiel der 1. Bundesliga gesehen (Bayern München : Vfl Wolfsburg 2:1). Als der Sprecher die von der WM bekannten Namen sagte (Kroos auf Müller, und Tor…), habe ich automatisch mitgefiebert. Meine Güte, das ist mir jetzt schon zum zweiten Mal passiert. Ich sehe die bekannten Spieler unserer WM-Mannschaft – und halte plötzlich zu den Bayern. Auch wenn Schweinsteiger mein Lieblings-WM-Fußballer war – Bayern ist doch der Klassenfeind!

Einen Lieblings-Bundesligaverein habe ich im Moment nicht. Als ich in Erlangen studiert habe, hielt ich für den 1. FC Nürnberg. Dann kam ich in die Pfalz, da drückte ich natürlich dem 1. FC Kaiserslautern die Daumen. Später sympathisierte ich dann mit der alternativ angehauchten Truppe vom SC Freiburg. Und was passierte mit all diesen Vereinen? Während ich Ihnen Siege wünschte, sind in die 2. Liga abgestiegen!

Erschrocken über die verheerende Wirkung meiner Zuneigung, habe ich seitdem davon abgesehen, besondere Sympathie für irgendeine Mannschaft zu hegen. Achim hat mir sogar ausdrücklich verboten, jemals für den HSV zu sein. Auch den FCK will ich natürlich nicht nochmal in Gefahr bringen.

Jetzt habe ich beschlossen, einen Selbstversuch zu starten. Ab heute bin ich Bayern-München-Fan. Auf niedrigem Niveau, versteht sich. Ich fahre nicht zu irgendwelchen Spielen, kaufe mir keinen Schal in Vereinsfarben und schalte auch nicht extra den Fernseher ein, wenn Bayern spielt. Aber wenn ich ein Spiel der Münchner im Fernsehen sehe, dann bin ich ab sofort für Schweinsteiger, Kroos, Müller, Lahm, Klose, Badstuber, Gomez und halt auch für die anderen Spieler, die nicht diesen Sommer im Deutschland-Trikot aufgelaufen sind.

Wollen wir doch mal sehen, ob die sich alle im nächstes Jahr neue Vereine suchen müssen, wenn sie nicht in der zweiten Liga spielen wollen.

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