Die Sommerpause ist vorbei, das Sommertheater aber nicht – der Stadtrat hat wieder getagt. Eigentlich gab es ja kaum Aufreger in der Tagesordnung, doch gleich zu Beginn gab es ein kleines Scharmützel: Herr Nagel wollte ein paar Punkte aus dem nicht-öffentlichen Teil in den öffentlichen ziehen. Das schien nun verfahrenstechnisch nicht zulässig, was Herrn Nagel nicht gefiel. Als er Inhalte der nicht-öffentlichen Punkte zu Protokoll geben wollte, entzog ihm der Bürgermeister das Wort. Darauf wollte dann Herr Nagel zu Protokoll genommen haben, dass der Bürgermeister nicht zulässt, das ein Rat etwas zu Protokoll gibt.

Einziger spannender Tagesordnungspunkt war die Neuausrichtung des Weinfestes. Tatsächlich hat es den Anschein, das alte Komitee sei aus der Geschichte raus. Zwar sollen jetzt alle Köche (Vertreter der Fraktionen, Vereine und Beschicker) an den Brei ran, aber der Verein für Tourismusförderung ist seine Federführung los.

Und dann kam der Punkt „Verschiedenes“, immer ein Punkt mit Unterhaltungspotenzial. Herr Sturm fragte offiziell, ob die FWG-Fraktion uneingeschränkt hinter den aktuellen Aktivitäten ihres Vereinsvorsitzenden steht. Betretenes Schweigen charakterisiert die unmittelbare Reaktion der FWG-Fraktion wohl recht treffend. Oder neutraler, ein mehrere Sekunden langes Schweigen. Dann äußerte Frau Räch als Fraktionsvorsitzende, dass die Broschüre eine Angelegenheit des Vorstands sei und insofern der Vorstand die Ansprechpartner seien. Als anwesendes Vorstandsmitglied schwieg Herr Dr. Lukas. Rückendeckung sieht anders aus.

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