Es ist ein paar Tage her, dass ich mir das FWG-Blatt angesehen habe. Also gehe ich ziemlich frisch ans Werk. Und beginne einfach mal am Anfang, also auf der Titelseite.

Oben links steht der Titel des Blattes, „FWG im Gespräch“. Klar, das klingt erstmal gut, nach offenem Austausch. Einen Dialog, zum Beispiel ein Interview, findet man im Blatt aber nicht.

Darunter steht die Unterzeile: „FWG, die sympathische Kompetenz“. Nun ja, das wäre nicht meine erste Assoziation zu den drei Buchstaben gewesen.

Auf diese Details achtet aber wahrscheinlich kaum jemand, der die Titelseite des FWG-Blatts sieht. Schließlich gibt es da pure Dramatik zu sehen: Die Uhr steht auf fünf vor zwölf. Darüber liest man „Schulden – Stadtrat ohne Konzept!“, „Im eigenen Finanzdesaster – Die Ablehnung eines Gewerbeparks treibt Wachenheim in die Schulden“ sowie „Einkaufen nur noch in Bad Dürkheim? CDU & WL wollen nicht handeln. Risko für Lebensqualität in Wachenheim“.

Habe ich da was verpasst? Steht der Gerichtsvollzieher schon am Kreisel, um den gesamten Ort zu verpfänden? Hat die Rewe jetzt so lange die falschen Behauptungen der FWG gehört, bis sie es selbst glaubt und den Laden dicht macht?

Governance by fear ist der Fachausdruck für das, was die FWG hier versucht, Herrschaft durch Verbreiten von Angst. Das Schlimme ist: Bei manchen Lesern könnte das funktionieren.

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