Ein Bild im Blatt zeigt den Ortseingang aus Richtung Friedelsheim. Darin lesen wir orange unterlegt: „Ortseinfahrt darf nicht verschandelt werden! Keine Bebauung bis an die Straße durch Gewerbe!“

Hier ist mir nicht ganz klar, ob es sich bei dieser Aufforderung um Satire oder Wunsch handelt. Vor einigen Jahren hat ein Investor der REWE einen Bauantrag gestellt. Er wollte im Bischofsgarten – also grob vom Sportplatz bis an die Friedelsheimer Straße – einen neuen Markt bauen. Mit den Eigentümern gab es Kaufoptionen. Herr Nagel aber favorisierte das Pfortenstück und so wurde der Antrag im Stadtrat nicht behandelt.

Andererseits hätte die FWG nun gerne ein Gewerbegebiet. Wenn dies aber nun irgendwo hinter dem Sportplatz liegt – wer soll da hin gehen.

Wer beurteilt denn die Schönheit einer Ortschaft nach dem Ortseingang? Nehmen wir doch mal Paris, eine unzweifelhaft optisch ansprechende Ortschaft. Den Ortseingang von Paris aus Richtung Deutschland habe ich ein paar mal aus dem Zug gesehen. Wenn ich Paris nach seinen Banlieus beurteilte, käme es nicht ganz so gut weg. Nein, es ist doch wohl der Ortskern, der den bleibenden Eindruck hinterlässt. Also: ein Gewerbegebiet bis an die Straße am Ortseingang macht da nichts kaputt.

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