September 2010


Manchmal ist das Schreiben nicht genug. Deshalb habe ich mir einen kleinen Foto-Blog kreiert. Nichts Tolles, und mit einem einfachen Prinzip:

Jeden Tag nur ein neues Foto!(Ich bin gespannt, ob ich das halten kann!). Wie bei einem Abreisskalender.

Unkommentiert von mir. Vielleicht mal mit einem Sprüchlein versehen.

Aber die Schauer sind herzlich eingeladen, einfach ihre Gedanken zu den Fotos zu äussern.

Es würde mich freuen…also…elafra.wordpress.com

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Die Pfalzwerke wollen derzeit den Stadtwerken Wachenheim Kunden abspenstig machen. In einer Marktwirtschaft selbstredend ein legitimer Vorgang. Wechselt eine Familie mit Gas und Strom zu den Pfalzwerken, hier als 123energie, wechselt, spart nach deren Beispielrechnung knapp über 600 Euro. Das ist eine Menge Geld.

Garantiert wird der Preis aber nur bis zum 1. September 2011. Wie sich der Preis danach entwickelt, ist reine Spekulation. Aber schon bemerkenswert, dass der Pfalzwerke-Flyer schon ein paar Tagen vor dem Brief der Wachenheimer Stadtwerke in den Briefkästen lag, in dem sie ihren Kunden die Erhöhung der Preise erläutert.

600 Euro Ersparnis – wenn sie dann tatsächlich zuträfen – sind beträchtlich. 50 Euro im Monat. Aber da ist ja noch das Wachenheimer Schwimmbad. Das macht Jahr für Jahr Verluste von rund 140.000 Euro. Klingt viel, mindert aber auch die Steuerlast der Stadtwerke kräftig. Und die übernehmen den Verlust. Nur so können wir uns den Luxus Schwimmbad leisten. Angenommen, 100 Stadtwerkekunden wechselten zu 123energie – da fehlten bei den behaupteten 600 Euro Ersparnis den Wachenheimer Stadtwerken mal flott 60.000 Euro. Das läppert sich!

Nun sollte der Erhalt des Schwimmbad natürlich nicht der Hauptgesichtspunkt bei der Wahl des Energieversorgers sein, aber ich wollte den Zusammenhang nur mal erwähnt haben.

Über die Inhalte des Flugblattes der FWG und der Anbringung und Inhalten von Werbebannern haben wir in den letzten Wochen und Monaten viel geschrieben und kontrovers diskutiert.

Wie die Meinung des Wachtenblog-Teams zum FWG-Papier ist haben wir, teilweise in epischer Breite, besprochen.

Nun hat Anfang September der Bürgermeister der Stadt Wachenheim einen Offenen Brief an die Vorstände der ortsansässigen Vereine geschickt, um seine Meinung über das FWG-Blatt kundzutun. Tenor ist, es gibt zwar eine zu respektierende Meinungsfreiheit, aber man kann Sie auch in einer schlechten Art und Weise anwenden.

Ein paar Auszüge: „…eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft…“ und „…kein Freibrief für die Verbreitung von Lügen…“, „…ausgerechnet an einem Wochenende….wo grossartige Veranstaltungen….“

Gerade das Grundrecht der Meinungsfreiheit, das von Herrn Bechtel angesprochen wird, ist kein Recht, das Zeiten, Zu- oder Umständen zugeordnet werden darf, da ansonsten ein undemokratisches Lenkungsmittel entsteht. In der Tat gibt es unbequeme Zeitpunkte für eine Meinungsäusserung, aber gibt es auch falsche Zeitpunkte?

Insbesondere wenn die geäusserte Meinung eine Kritik an einem Selbst darstellt, ist man versucht, die Moralkeule zu schwingen. Ein beliebtes Stilmittel ist hier die Eskalation des Themas, was Herr Bechtel ja mit seinem Brief so vortrefflich getan hat, indem er die Vereine, bzw. deren Vorstände mit ins Boot nimmt.

Diese Verbindung des Rechtes der Meinungsfreiheit mit dem situativen Kontext in unserem Fall hier, gepaart mit Aussagen wie Lügen, Unterstellungen und Verleumdungen, die objektiv vielleicht gegeben sind, aber in diesem Brief nicht dokumentiert werden, ist eine für einen Bürgermeister unzulässige Verknüpfung.

Beziehungsweise liegen mehrere unzulässige Verknüpfungen vor.

1. Die o.g. Verknüpfung von Meinungsfreiheit und Richtigkeit des Zeitpunktes der geäusserten Meinung.
2. Die Verknüpfung einer Parteimitgliedsmeinung und dem Amt des Bürgermeisters.

Man muss die Frage stellen, inwieweit es für einen Bürgermeister, der genau definierte Aufgaben hat, legitim ist, an Vereine zu schreiben und diese zu informieren, es sei seine Aufgabe seinen Ort vor Hass zu schützen und in diesem unparteiischen Amt vor den Schäden dieser Art durch die FWG, eine zugelassene Partei(oder Verein), zu schützen, und zudem unterschwellig noch Voraussetzungen für eine Meinungsfreiheit zu definieren.

Hier ist der Brief gleich Banner, nur dieses hing offen und für alle sichtbar. Unangenehm. Verworren. Unsachlich.

Aber mit offenem Visier!

Endlich wieder Dienstag Morgen!

Mein Tag des Frühsports!

Nach dem Frühstück die Kinder zum Anziehen und Zähneputzen geschickt, die ungeduldige Frage „Habt Ihr alles?“ Die beiden Grossen mit dem Fahrrad zum Bahnhof gejagt und dann habe ich mit meinem Kleinen die Trendsportart überhaupt. Kostenlos. Aufregend. Jedesmal anders.

Mülleimer-Slalom.

Den heutigen Parcour hat der rothaarige Müllmann im Orangenen gestellt. Gleich beim Start die erste Höchstschwierigkeit. Um zwischen meiner Bio- und Papiertonne aus meiner Ausfahrt zu kommen, darf ich nicht zu schnell angehen, sonst haut es eine der beiden um. Nach 20 Metern und der ersten Kurve, direkt nach der nachbarlichen Zypresse, im Halbdunkel, Biotonne. Uah das war knapp.

Richtung Spielplatz, die lange Gerade. Gespickt mit drei verschiedenen grün-grau Kombinationen, links, rechts, links, wieder Kurve, hier eine besonders tückische Stelle, Markisen-LKW und Papiertonne mitten auf dem Weg, mir egal, muss Zeit sparen. Fahre dem LKW die Tür ab, haue die Biotonne um, bin schliesslich Profi. Fast geschafft, Feuerlöscher-Ecke, eine gnadenlose Falle, die Herausforderung eines Sportlerlebens, muss den Buxbaum von gegenüber niedermähen, endlich Altenbach. Erste Zwischenzeit.

Mein Sohn übergibt sich vor Freude.

Nun der Highspeed Teil „Altenbach“!! Mit 40 km setze ich voll die Kanten ein, es hebt mich fast aus der Kurve, mit einer unglaublichen Akrobatik kann ich alle Viere auf den Boden bringen. 90° Kurve Eingang Römerweg. Glastüten, mehrere hintereinander, Dank meiner inwändig verstärkten Stahlgürtelreifen, Marke Leopard II, ist das jetzt Rollsplit. Ha ich bin voll austrainiert.

Endlich naht die Ziellinie, Friedelsheimer Strasse. Ich habe alle Hindernisse regelgerecht überwunden, lass es laufen, das gibt ne neue Bestzeit. Nur noch 50 m, letzte Papiertonne, das sind jetzt mal richtige Flugblätter, jaaa, doch nein, es haut mich gegen den Blumenbottich, bei dem das rot-weisse Schild fehlt.

Scheiße. Ausgeschieden. Auto völlig versaut, Biotonnen-Inhalt außen, das Zeug meines Sohnes Inhalt für die Biotonne innen.

Aber am nächsten Dienstag. Das wird mein großer Tag sein!!!

Manchmal sagen Bilder mehr als Worte!

Viel Spaß beim Schauen…

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Unsere Schwester-Blogger vom Pipere-Blog sind ja nun mal Jugendliche, die völlig frei über Ihre Themen schreiben. Pipere hatte in einem Artikel das Thema Skaterbahn und Wachtenblog-Pipere-Stammleserin Petra Lutz hatte eine gute Idee, um den politischen Druck auf die Politiker seitens der Skater zu erhöhen. Sie schlug vor, dass einige Skater mit dem Skateboard zu einer Stadtrat-Sitzung gehen. Nicht schlecht, aber als betroffener Vater, der schon oft Zoff wegen der Skateboards seiner Kinder hatte, ist das zu zärtlich.

Deswegen hier die Idee, den Wachtenblog, ob der höheren Leserschar, als Forum für einen Aufruf an alle Skater, die eine Bahn in Wachenheim haben wollen, zu benutzen, bzw. den Pipere’s Unterstützung durch den Wachtenblog zukommen zu lassen.

Wir rufen alle interessierten Skater in Wachenheim auf zu einer Demo auf den Rathausplatz zu kommen.

Wir machen das an einem Tag in den Ferien, wenn alle Kinder und Jugendliche frei haben, aber der Bürgermeister arbeiten muss. Dann kommen alle mit ihren Boards zum Rathaus und skaten dort nach Lust und Laune. Vielleicht kann ja jemand von den Printmedien kommen, wenn er diesen Artikel liest, und die Jungs und Mädels so richtig unterstützen!!

Also Ihr alle Jung und Alt!

Damit wir einen Termin für die Demo vereinbaren können, redet, informiert, aktiviert, ladet ein. Mit allen, die Ihr kennt und die Interesse haben.

Ihr wollt die Skaterbahn, so move your butt and straight forward!

Abzocke oder sinnvolle Polizeikontrolle?

Seit einiger Zeit kommt es am Schwesterkreisel des Wachenheimer Kreisels immer mal wieder zu Verkehrskontrollen. Zwei bis drei Polizisten stehen auf dem Radweg am Bad Dürkheimer Kreisel und geben per Funk Meldung an die Einsatzwagen am Parkplatz zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim. Diese fischen dann die Delinquenten aus dem fließenden Verkehr.

Aber warum?

Geschwindigkeit fällt aus. In einem Kreisel kann man nicht rasen. Alkohol fällt aus, das kann man in den seltensten Fällen visuell erkennen. Ich dachte mir Gurt, aber Motorradfahrer haben keinen. Nach kurzem Forschen kam die simple Lösung.

Wer beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht blinkt wird herausgeholt!

Das ist ja mal was neues und vor allem die Fast-100%-Quote. Denn wer von Bad Dürkheim in den Kreisel fährt, hat auf Grund der Kürze zu nächsten Ausfahrt kaum Zeit zum Blinken und fällt somit ins Beute-Schema. Zudem glaube ich, ok man muss sich an Regeln halten, dass es gefährlichere Vergehen gibt als nicht zu blinken, z.B. Blinken und nicht die Ausfahrt nutzen.

Ich weiss nicht wieviel Bußgeld für das Nicht-Anzeigen eines Richtungswechsel fällig wird, aber mit den Kollateralvergehen, wie Gurte usw. kommt da bestimmt was zusammen, was der Dürkheimer Stadtkasse gut tut.

Weiter so meine lieben Jungs und Mädels von der Polizei. Das ist Dienst an der Öffentlichkeit und keine Abzocke.
Und wenn das nächste Mal bei eurem Linksabbiegen an der B271 zuviel Gegenverkehr ist und Ihr wieder warten müsst, macht ruhig wieder das Blaulicht an, bremst den Gegenverkehr aus und fahrt dann in Ruhe weiter. Zum nächsten Kreisverkehr.

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