Die Pfalzwerke wollen derzeit den Stadtwerken Wachenheim Kunden abspenstig machen. In einer Marktwirtschaft selbstredend ein legitimer Vorgang. Wechselt eine Familie mit Gas und Strom zu den Pfalzwerken, hier als 123energie, wechselt, spart nach deren Beispielrechnung knapp über 600 Euro. Das ist eine Menge Geld.

Garantiert wird der Preis aber nur bis zum 1. September 2011. Wie sich der Preis danach entwickelt, ist reine Spekulation. Aber schon bemerkenswert, dass der Pfalzwerke-Flyer schon ein paar Tagen vor dem Brief der Wachenheimer Stadtwerke in den Briefkästen lag, in dem sie ihren Kunden die Erhöhung der Preise erläutert.

600 Euro Ersparnis – wenn sie dann tatsächlich zuträfen – sind beträchtlich. 50 Euro im Monat. Aber da ist ja noch das Wachenheimer Schwimmbad. Das macht Jahr für Jahr Verluste von rund 140.000 Euro. Klingt viel, mindert aber auch die Steuerlast der Stadtwerke kräftig. Und die übernehmen den Verlust. Nur so können wir uns den Luxus Schwimmbad leisten. Angenommen, 100 Stadtwerkekunden wechselten zu 123energie – da fehlten bei den behaupteten 600 Euro Ersparnis den Wachenheimer Stadtwerken mal flott 60.000 Euro. Das läppert sich!

Nun sollte der Erhalt des Schwimmbad natürlich nicht der Hauptgesichtspunkt bei der Wahl des Energieversorgers sein, aber ich wollte den Zusammenhang nur mal erwähnt haben.

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