Gelobt sei Allah, denn Allah ist groß und Mohammed ist sein Prophet!

Mein Name ist Achmed. 27 Jahre alt. Ich bin Moslem und bin in Deutschland geboren. Aber eigentlich bin ich gar kein Deutscher. Ich bin Türke.  Das habe ich gemerkt, als ich vor zwei Jahren das erstemal in meinem Vaterland war. Ich komme aus Erzurum, einer Stadt in Ostanatolien. In Deutschland bin ich nur geboren.

Als ich klein war, wohnten wir in Ludwigshafen. Mein Vater hat Schicht gearbeitet in der BASF. Im Farbenbau. Knochenjob. Wir wohnten dann in einer Werkswohnung der BASF, dort wo auch die anderen Türken wohnten. Das war fast wie so Klein-Erzurum. Wir haben alle nur unsere Vatersprache gesprochen. Mein Vater sagte mir immer, dass wir bald in unsere Heimat zurückgehen. Wir sind gekommen, hat mein Vater immer gesagt, weil man uns gebraucht hat. Und man viel Geld verdienen kann. Es gab so viel Arbeit in Deutschland. Die Deutschen haben mich immer nur belächelt und haben Witze über mich gemacht. Türkische Taschenmarke? ALDI. Heute gehen alle zu ALDI. ALDI ist Kult geworden. ALDI ist durch uns mit groß geworden, sagt man. Aber heute brauchen wir kein ALDI mehr. Wir haben heute unsere türkischen Lebensmittelgeschäfte, wir müssen nicht mehr bei den Ungläubigen einkaufen. Mein Vater hat auch so ein Geschäft.

In der Schule war es ganz schön schwer. Ich habe die Sprache nicht richtig gesprochen und kam nicht mit. Die anderen aus Klein-Erzurum kamen auch nicht mit. Unsere Klasse hatte 30 Schüler, davon 20 Türken. Das war echt cool, da wir voll die Mehrheit hatten. Der Schulhof war fest in unserer Hand. Gestört haben eigentlich nur die Deutschen, da diese die Werte, die Allah den Menschen gegeben hat, nicht kannten und immer noch nicht kennen. Das war auch der Grund warum mir mein Vater verbot, mit diesen Ungläubigen Umgang zu haben.

Es war aber richtig voll cool, die blonden Frauen, die wie Huren rumlaufen, anzumachen. Oder den Jungs eins in die Fresse zu geben. Das war so meine Art, denen zu zeigen, wer an den wahren Gott glaubt und wie minderwertig deren Glauben ist. Wenn meine Schwester nur mit einem redete, gab es Ärger. Haram, Sünde, sagte dann mein Vater immer. Das hat sich dann dadurch gelöst, dass sie als Sie eine Frau war, so wie der Koran sagt, eine Burka, Schleier und Kopftuch getragen hat.

Nach der Schule war es voll schwer einen Job zu finden, wegen des Zeugnisses und so. Aber ich war ja nicht dumm, deshalb habe ich so meine eigenen Geschäfte gemacht, alles nur mit meinen Moslembrüdern. Die Ungläubigen verstehen doch gar nichts davon. Dummerweise war etwas wohl nicht ganz richtig, deshalb bin ich den Knast gegangen. War krass. Aber dort habe ich mich verändert. Als ich rauskam, kein Geld nix, hat mich ein Geistlicher angesprochen, nein kein Pfarrer, ein Imam, so einer mit dem grünen Turban, der voll Ahnung von Allah und Mohammed hat. Der hat mir gesagt, wie mein Vater, dass wir unsere Religion schützen müssen, dass es schlecht ist sich anzupassen, da wir ansonsten unsere Heimat, unsere Familie und unseren Gott und unsere Werte verraten. Das ist nicht gut.

Deswegen arbeite ich jetzt bei meinen Baba im Lebensmittelhandel, in dem wir Halal-Lebensmittel verkaufen und nebenbei, wollte ich noch eine Dönerbude aufmachen, in Wachenheim. Aber da haben sich auch alle quergestellt, die Wachenheimer. Ich versteh gar nicht warum. Das wär echt ein guter Platz gewesen, mitten im Ort, gegenüber von der Kirche, da hätten wir mal so richtig einen auf Moslem gemacht. Jetzt ist ein Steuerberater drin, vor einer Kirche, da siehst du wie die drauf sind, deswegen hat doch der Prophet Jesus die Leute aus dem Tempel getrieben, steht sogar im Koran, glaub ich.

Das sind die Gründe weshalb ich alles tun werde, um unsere Heimat, unsere Familie, unseren Gott und unsere Werte zu schützen. Die haben keinen Respekt vor unseren Werten. Auch hier in Deutschland, in diesem wertelosen Land.

Denn Allah ist der einzige wahre und große Gott und Mohammed ist sein Prophet.

لا اله الا الله محمد رسول الله

 

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