Januar 2011


Bevor sich jemand verunglimpft fühlt, löse ich besser gleich mal auf, dass ich mit Kurzbeinigen in diesem Beitrag Kinder meine. Und die wandern im Allgemeinen nicht ganz so gern wie ihre Eltern. Doch glücklicherweise gibt es ja den Pfälzer Waldverein und Andrea Bauer. Die hatte eine Idee zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Wanderlust. Sie bietet nämlich Wanderungen speziell für Familien mit Kindern an. Etwa fünf Jahre alt sollten die Kurzen aber schon sein, damit sie die Touren nicht überfordern und die Ausflüge in Distanztragen für Eltern ausarten.

Die nächste Wanderung führt Andrea  am kommenden Sonntag, 6. Februar. Treffpunkt ist dann um 11 Uhr die Orientierungstafel  in der Burgstraße „hinner der Kerch“. Ziel wird die Wallberghütte sein, zurück geht es über den Weinstraßenwanderweg. Dabei werden dann am Ende acht Kilometer gewandert worden sein.

Das klingt viel für Kinder ab fünf. Vor ein paar Jahren sind wir mal mit den Vätern Wachenheims mit etwa 20 Kindern zum Eckkopf und zurück gegangen. Damals waren auch vierjährige Kinder dabei. Und zwei verspielte Hunde. Mit denen sind die Kinder ständig vor und zurück gelaufen und haben gar nicht gemerkt, dass sie sicherlich den ein oder anderen Zusatzkilometer gemacht haben.

Also: Nicht warten, bis die Kinder aus dem Haus sind und mit Andrea wandern. Das gilt natürlich auch für die Langbeinigen.

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Franks Idee mit „dem, dessen Namen wir nicht nennen dürfen“ gefällt mir ja sehr gut. Da wir den Dialog mit – sagen wir mal, dem Unaussprechlichen – ja hier öffentlich führen, möchte ich an dieser Stelle auch auf den ersten Vorschlag antworten, den er uns (bzw. meinen männlichen Mitbloggern) gemailt hat.
Der Unaussprechliche hat uns gebeten, im Wachtenblog einen sogenannten nofollow-Index auf die Tags mit seinem Namen zu setzen – oder alternativ auf die Artikel, in denen er erwähnt wird.Dieser nofollow-Index verhindert, dass Suchmaschinen die betreffenden Seiten im Suchergebnis anzeigen.
Tags sind die roten Stichworte unter den Titeln, die auch in der Tag-Wolke (Die Themen) angezeigt und von Suchmaschinen bevorzugt behandelt werden. Dass einzelne Tags mit dem nofollow-Index versehen könnte, hat meine Recherche nicht bestätigt. Wäre auch sinnlos, denn schon die namentliche Erwähnung im Artikel reicht den Suchmaschinen, um den Text zu finden und anzuzeigen (habe ich gerade mit jemandem ausprobiert, der nur einmal im Wachtenblog erwähnt wurde).
Da der Wachtenblog gut verlinkt ist, wird er in den Suchergebnissen recht weit oben angezeigt. Wenn man z. B. „Wachenheim ‚FWG im Gespräch'“ googelt, dann kommen zunächst sieben Seiten aus dem Wachtenblog, dann erst die Web-Version des „FWG im Gespräch“.
Einzige Möglichkeit einer technischen Lösung wäre, dass wir per nofollow-Index sämtliche Wachtenblog-Artikel, in denen der Unaussprechliche erwähnt wird, unauffindbar machen. Auf diesen Vorschlag antworte ich: Das werden wir ganz sicher nicht tun.
Anders als vom Unaussprechlichen dargestellt, nutzen auch unsere Stammleser Suchmaschinen, um zu unserem Blog zu gelangen. Das merken wir daran, dass „Wachtenblog“ der mit großem Abstand häufigste Suchbegriff ist, der zu uns führt. „Wachtenblog“ googeln ist ja auch viel einfacher, als die komplette Adresse einzugeben.
Genauso wichtig ist die Auffindbarkeit für Nicht-Wachenheimer. Immer wieder kommen z. B. Heiratwillige mit Suchbegriffen wie „Winzer-Hochzeit“ auf den Artikel „Mehr als die Burg: Heiraten in Wachenheim„. Seit der Veröffentlichung wird dieser Text rund 70 Mal pro Monat aufgerufen. Auch die Links zu den einzelnen Wachenheimer Locations, die ich zum Hochzeit-Feiern empfohlen habe, werden regelmäßig angeklickt.
Fazit: Die Auffindbarkeit aller Wachtenblog-Artikel in Suchmaschinen ist uns so wichtig, dass wir der Bitte des Unaussprechlichen nicht nachkommen werden. Unsere Reaktion auf den Alternativvorschlag (Verzicht auf vollständige Namensnennung) haben meine Mitblogger ja schon deutlich gemacht.
Davon abgesehen finde ich die Argumentation des Unaussprechlichen denkbar scheinheilig. Er schrieb uns, dass die namentliche Nennung im Wachtenblog weitere Wachenheimer davon abhalten könnte, sich kommunalpolitisch zu engagieren.
Ich glaube nicht, dass der Unaussprechliche andere Menschen wirklich vor der Sorge um ihre berufliche Reputation bewahren will. Schließlich hat genau der Unaussprechliche vor und hinter den Kulissen zu verhindern versucht, dass Bürgermeister Torsten Bechtel eine Stelle an der Gesamtschule in Wachenheim bekommt. Sein Argument (u. a. gegenüber dem Schulleiter und per Kommentar im Wachtenblog): Bechtel würde die Kinder von politischen Gegnern eventuell schlechter benoten. Damit hat der Unaussprechliche dem Lehrer Bechtel öffentlich und gegenüber dessen Vorgesetzten ein komplett unprofessionelles Verhalten unterstellt.

Die Wachtenblogger wurden von einem Wachenheimer Politiker aufgefordert, die Namen der hiesigen Kommunalpolitiker in ihren Artikeln auf dem Blog nicht zu erwähnen, sondern die Leute nur als Amts-oder Funktionsinhaber zu erwähnen, z.B. nicht „Herr Bechtel“, sondern „Der Ortsbürgermeister, oder der „CDU-Bürgermeister“ etc. .

Die Begründung des Menschen, der uns aufgefordert hat, dessen Name, frei nach Harry Potter, nicht genannt werden soll, war sehr vielschichtig, sodass ich ein paar Punkte aufzähle und im Folgenden meine Meinung kundtue:

  • Im Internet gehen keine Informationen verloren
  • Personalchefs suchen bei Bewerbern gezielt nach Infos im Internet
  • Da es sich um Kommunalpolitik handelt, sei man zwar eine Persona Publica in Wachenheim, aber das sei nicht gleichbedeutend mit einer Person des öffentlichen Lebens über die Stadtgrenzen hinaus.
  • Durch die negative Darstellung seiner Person im Wachtenblog fände eine unzulässige Verknüpfung statt, wenn sein Name in Suchmaschinen eingegeben wird.
  • Durch eine Berichterstattung wie die des Wachtenblogs werden Leute eingeschüchtert und verlören den Mut sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.
  • Die Blogger sollten sich eine Selbstverpflichtung aus Ihrer Verantwortung der Öffentlichkeit heraus auferlegen keine Namen zu nennen.
  • usw.

Lieber Mister X, es ist so, wie es Ihnen mein bloggender Freund, der keine Kommunalpolitik betreibt, Ihnen schon in seiner Antwort-Mail geschrieben hat.  Aber ich mache es gerne nochmals öffentlich.

  1. Es war Ihre eigene Entscheidung in die Kommunalpolitik zu gehen und sich öffentlich zu machen.
  2. Wir kritisieren bzw. beurteilen nicht die Person, sondern ihr politisches und öffentliches Handeln.
  3. Unsere ethischen Grundsätze, die wir uns selbst auferlegt haben, beinhalten, vor allem anderen, Respekt vor anderen.
  4. Sollten Ihre politischen oder Öffentlichen Handlungen den Bloggern negativ, oder auch positiv, auffallen, werden wir weiterhin, mit Ausnahme dieses Artikels, namentlich, aber mit allem Respekt vor Ihrer Person, darüber berichten. So wie wir das bis dato gehalten haben. Manchmal tut Kritik auch weh.
  5. Wir die Blogger stellen uns auch bewusst der Kritik, indem wir keinerlei Zensur der Kommentare durchführen, lediglich falls anonyme Kommentare kommen, bzw. ehrverletzende oder strafrechtlich relevante.
  6. Es ist das Wesen einer Demokratie seine Meinung frei äussern zu dürfen. Dies trägt zu Pluralismus und Diskurs bei.
  7. Ihre politische Organisation beschränkt Ihr Handeln auch nicht auf Wachenheim, sondern ist durchaus überregional tätig. Lediglich Sie als Wachenheimer Amtsinhaber handeln kommunal, und auch das nicht immer.
  8. Trotz einer Presse und des Internets gibt es in Deutschland eine durchaus florierende politische Landschaft und sehr viele Menschen, die sich auf allen politischen Ebenen engagieren.
  9. Ich wüsste von keinem Fall in der Geschichte, wo sich ein Politiker/-in eines Staates verbeten hat, in der ausländischen Presse erwähnt zu werden, weil seine Politik an der Landesgrenze halt macht. Es wurden zwar Journalisten eingesperrt, ermordet, oder unter Spionageverdacht gestellt, aber das liegt Ihnen ja fern, da sie ein lupenreiner Demokrat sind, oder?
  10. Ihr Vorschlag erinnert mich doch sehr an das Mundtot-Machen eines unliebsamen Feindes, bzw. einer ungeliebten Opposition oder unabhängigen Kontrollinstanz, um weiterhin Ihren politischen Vorhaben nachgehen zu können, ohne negative Aufmerksamkeit zu erregen. Nett verpackt, aber höchst perfide.
  11. Und wie ich Ihnen schon mal sagte, nenne ich dieses öffentliche Handeln Ihrerseits höchst undemokratisch, bzw. zumindest mangelndes Demokratieverständnis.

Ihr Ihnen geneigter

MISTER-Y(ein tolles Wortspiel),

der Ihnen auf dem Wachtenblog, und nur noch da, jederzeit für Kritik öffentlich zur Verfügung steht.

 

 

 

Auf Franks letzten Beitrag „Was fehlt in Wachenheim“ habe ich eine komplett unsatirische Antwort: eine Renaissance unseres früher pfalzberühmten Burg- und Weinfestes. Diejenigen, die zum Wieder-Aufleben beitragen wollen, hatte Bürgermeister Torsten Bechtel per Amtsblatt zu einer Arbeitssitzung eingeladen. Rund 20 Wachenheimer kamen am Dienstagabend in den Ratssaal.

Die Ergebnisse der sehr konstruktiven Diskussion geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Es kamen mehrere interessante Ansätze zusammen, die jetzt ausgearbeitet und möglichst schnell zur Entscheidungsreife gebracht werden müssen. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern und weiter transparent zu halten, haben wir eine Online-Community gegründet. Unter www.burgundweinfest.mixxt.de sind alle Teilnehmer der gestrigen Runde, aber auch weitere Interessierte eingeladen, aktiv an der Renaissance unseres Weinfestes mitzuwirken.

Die Community könnte sehr spannend werden – gestern war nämlich eine ganze Menge Weinfest-Erfahrung  an den Tischen versammelt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit – leider kenne ich auch nicht alle Namen):

  • Drei Mitglieder des vom Stadtrat eingesetzten Festausschusses: Rüdiger Goebel (CDU & ex-TC Sektmobil), Stefan Pflüger (Wachenheimer Liste & Cafe Schellack), Annette Weber (FWG & Schloss Wachenheim). Weitere Mitglieder fehlten – zum größten Teil, weil zeitgleich die Jungweinprobe der Wachenheimer Winzer stattfand.
  • Vertreter der Wachenheimer Weingüter Manz, Peter und Stapf – sowie von der Pferdemetzgerei Bergold
  • Als Repräsentant der Jungwinzer – und der Jugend insgesamt – Patrick Räch
  • Wolfgang Tempel (Dalberger Hof) und die Familie Deibel (die 2010 mit toller Küche in der Waldstraße begeisterte)
  • Wolf-Rüdiger Bias (Kulturverein) Isabel Lübke (Wachenheimer Sternstunden) und ein mir (noch) nicht bekannter Vertreter des Männergesangvereins
  • Walter Disteldorf und einige andere Weinfest-Fans, deren Namen ich leider nicht kenne
  • Zwei Marktbeschicker von außerhalb, die gerne beim Weinfest mitmachen möchten
  • Anne Euler von der Tourist-Information

Und so lief der Abend ab: Wir haben zweieinhalb Stunden diskutiert, Ideen in den Ring geworfen, Standpunkte bezogen, Vorschläge entwickelt und einige wieder verworfen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen in der Runde ganz unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten vertreten. Trotzdem war unser Austausch sehr konstruktiv und respektvoll. Das hat Spaß gemacht und ist nicht unbedingt typisch für die üblichen Runden im Ratssaal.

Ein fertig durchdachtes Konzept haben wir an dem Abend nicht verabschiedet (könnten wir auch gar nicht – das ist Aufgabe des Stadtrats, nach Vorschlag des Festausschusses). Auf einige Eckpunkte haben wir uns aber geeignet. Ich liste sie so auf, wie ich sie verstanden habe (wer dabei war und etwas ergänzen oder korrigieren möchte, bitte kommentieren):

  • Hauptziel des Weinfestes ist, in Flanier-Entfernung viele reizvolle Stellen zum Einkehren, aktiv werden und miteinander unterhalten zu bieten.
  • Dazu sollen noch mehr Höfe geöffnet werden. Zwei Zusagen haben wir schon: Das Weingut Zimmermann ist wieder dabei (zumindest für ein Wochenende), auch das Weingut Peter öffnet seinen Hof. Weitere Hof-Eigentümer sollen ermutigt werden.
  • Das beliebte Angebot auf der Burg soll so bleiben. Nur die Musik darf gerne etwas weniger laut sein – so dass man sich noch gut unterhalten kann.
  • Musik ist generell ein kniffliges Thema. Grundsätzlich soll die Wahl den Hofbetreibern freigestellt sein – Absprachen sind empfohlen. Als Alternative schlug Michaela Peter „Marching Bands“ vor, die sich von Ort zu Ort bewegen (wie z. B. 2010 bei den Sommerlichen Begegnungen). Zustimmung in der Runde, doch Anne Euler merkte an, dass genau diese Idee vor einigen Jahren an der Weigerung der Weinfest-Beteiligten gescheitert war, sich an den Kosten zu beteiligen. Einen Versuch ist es trotzdem wert, finde ich. Vielleicht werden wir ja  auf dieser Liste fündig (einfach auf den link klicken).
  • Zur Aufwertung des Weinfestes soll es Angebote unter dem Motto „Wein und Kultur“ geben. Der Kulturverein plant ein Konzert beim Weingut J. L. Wolff. Weitere Events, z. B. Theater oder Kabarett sollen hinzukommen. Hier sind Wachenheimer Initiativen und Vereine aufgefordert, weitere Ideen beizusteuern. Dabei ist es völlig OK, nur für einen Tag etwas anzubieten. Kooperationen, zum Beispiel Hofbesitzer mit Verein, sind absolut erwünscht.
  • Der zweite, oft sehr ruhige Weinfest-Sonntag soll durch eine besondere Aktion belebt werden. Herr Bergold schlug vor, die Burgstraße an diesem Tag in einen „Wurstmarkt“ im eigentlichen Sinn zu verwandeln – mit einer Reihe von Verkaufsständen, die Wurstwaren aus verschiedenen Ländern anbieten.
  • Für den Marktplatz schlägt Stefan Pflüger eine neue, ansprechendere Aufteilung vor: auf dem eigentlichen Platz sollen Holz-Tische und -Stühle und Schirme eine offene Atmosphäre schaffen, die Stände sollen an den Rand (Bischofsgarten und Weinstraße) verlagert werden. Hier gibt es aber noch viele Fragezeichen – von der Finanzierung bis zur Frage, wie die benötigten Stände auf der Weinstraße Platz finden sollen, ohne dass man diese für 2 Wochen komplett sperren müsste (was der Landesbetrieb Mobilität nicht mitmachen würde).
  • Angebote für kleinere Kinder sollen ausgebaut werden. Gewünscht sind Aktivitäten – zum  Beispiel Kinderschminken oder ein Spielmobil. Auch hier sollen die Vereine angesprochen werden, ob sie sich an einem Tag beteiligen könnten. Willkommen sind auch Ideen für Ältere – zum Beispiel Gartenschach (gerade fällt mir die erfolgreiche Schach-AG der Grundschule ein) oder Boule (da gibt es doch auch einen Verein, oder?). Räumlich sollen diese Angebote mit Einkehrmöglichkeiten verbunden werden – was gegen den Standort „Hinner der Kerch“ spricht.
  • Besonders lange haben wir über ein sinnvolles Angebot für die Jugend diskutiert. Konsens gab es darüber, dass  „Remmidemmi“ und Vandalismus keinen Platz auf dem Weinfest haben sollen. Ausgrenzen möchte man die jungen Leute aber nicht – was gegen ein Event am Ballonfahrerplatz spricht. So kam der – letztes Jahr eigentlich schon zu Grabe getragene – Standort am Rathausplatz wieder ins Gespräch. Was diesmal anders sein soll als beim erfolglosen Versuch 2009: Mehr Schubkärcherstände (mindestens 4), attraktivere kulinarische Angebote und eine Band, die das Publikum zieht. Spannend wird sein, ob das im Rahmen des Budgets umgesetzt werden kann. Interessenten für Schubkärcherstände gibt es schon , z. B. die Jungwinzer und den Männergesangsverein.  Sie sollen die Ideen weiter ausarbeiten.

Am Ende der Sitzung habe ich die Online-Community vorgestellt, die ich am Vorabend zusammengebastelt hatte. Solche Communities sind ein wichtiger Bestandteil des Web 2.0, also des Mitmach-Internets. Hier kann man Mitglied werden, Vorschläge im Forum diskutieren und  zur Entscheidungsreife ausarbeiten, Neuigkeiten per Blog verkünden, Dateien hochladen, etc. Auch Abstimmungen sind möglich – wenn zum Beispiel mehrere Bands für den Rathausplatz zur Wahl stehen.

Dabei sehen alle immer den aktuellen Stand unseres gemeinsamen Renaissance-Projekts. Das schafft Transparenz und hilft den Akteuren, zu einem Netzwerk zusammenzuwachsen und das gemeinsame Ziel zu erreichen. Ich sehe die Chance, dass sich hier wieder meine kleine Wachenheimer Erfolgsformel bewahrheitet:

Großzügigkeit ist hier nicht im finanziellen Sinn gemeint. Die Community-Mitglieder sollen etwas von ihrer Zeit investieren, um die gemeinsame Sache voran zu bringen. Mit der Online-Community ist es effizienter als z. B. per e-Mail – aber von ganz allein geht es nicht!

Also, wer ein wenig Zeit, Hirnschmalz und Herzblut in die Renaissance unseres Burg- und Weinfestes investieren kann: einfach auf diesen Link klicken (http://burgundweinfest.mixxt.de) und dann rechts auf “ Jetzt Mitglied werden“ klicken. Ich muss die Mitgliedschaft dann noch freischalten, das kann bis zu einem Tag dauern (ich habe ja noch eine kleine Nebenbeschäftigung 🙂 ).

Jetzt freue ich mich sehr auf die gemeinsame Arbeit in der Community.  Im Wachtenblog werde ich ab und an berichten, wie es mit der Renaissance unseres Weinfestes weitergeht. So können uns auch die künftigen Besucher bei der Vorbereitung über die Schulter schauen und vielleicht auch Anregungen geben – eben  Weinfest 2.0.

Infrastrukturell ist Wachenheim nicht schlecht ausgerüstet.

Bahnhof, Apotheke, Ärzte, Physiotherapeuten, EDV-Firmen, Getränkeindustrie, Supermarkt, Schule, Kindergarten, Hort, Schwimmbad usw. usw.

Da stellt sich doch die Frage, bei all unserer sehr privilegierten Situation, was fehlt Wachenheim oder den Wachenheimer Bürgern, um die Situation noch weiter zu verbessern?

Hier kommen ein paar Vorschläge:

Ein Restaurant, das außer Leberknödel und der ganzen Pfalz-Arie, eine leckere Speisekarte hat. Den Griechen hierbei in allen Ehren.

Das Mega-Wein-Mall-Hotel-Konzept im Kolbschen Hof, incl. Wein-Wellness, Weinhochzeit. Einfach zum Weinen.

Die Rolltreppenanlage zur Burg, damit die neue Super-Toiletten-Anlage auch von den Bewohnern des Altenheimes benutzt werden kann. Somit ist dann auch der neue Lagerraum mit Klopapier und Handtüchern belegt. Die zweite Ausbaustufe, mit einer Mio Zuschuss aus dem Stadtsäckel ist schon geplant.

Die Anbindung nicht nur an die Mountainbike-Route durch den Pfalzwald, sondern auch die Anbindung des Bahnhofs an die ICE-TGV-Strecke nach Paris. Die Rolltreppe zur Burg startet hier. Planfeststellungsverfahren für Burg-Ausbau-Stufe 3 läuft.

Fahrad-Geschäft und Werkstatt sind seit neuestem schon vorhanden. Auch hier eine Haltestelle der Rolltreppe, da es den müden Radlerbeinen nicht zuzumuten ist auf die Burg zu radeln. Toller Platz für ein Fahrradladen, übrigens.(Denkt an die Klos in der Burg!) Hat da jemand gezwitschert?

Weingut Wolfs Erben gibt den Generationen-Gedanken auf. Herr Voscherau und Co. kommen ins Altersheim(siehe oben), aus dem Anwesen wird eine Anlage zur besonderen Präsentation und synergetischen Nutzung der Potentiale von Weinbau-Hotellerie-Wellness(Wieso denke ich hier an die ‚Volksfront zur Befreiung von Judäa‘?)! An der größeren Toilettenanlage mit Lagerraum wird schon gearbeitet, Zuschüsse sind beantragt.

Auf der Burg laufen die Vorbereitungen für ein Europäisches Design-Center für die Erstellung von modernsten Sanitäranlagen in Kulturdenkmälern unter besonderer Berücksichtigung von Burgen und Schlössern und dem damit verbundenen Ausschöpfen von Zuschüssen des Bundes und der Europäischen Union. Ausbau, incl. Toilettenanlage, ist geplant, die Pläne liegen seit langem fertig in der Schublade, äh versteckt in der Gemeinde(unter den alten Hortplänen in der Kellerecke der Gemeindeverwaltung, dritter lockerer Ziegelstein, hinten links!)

Umbau der Winzergenossenschaft in ein Europäisches Zentrum für Ernährungskultur mit Anbindung an die Rolltreppe, Sie wissen schon..

 

Für die weitere Stadtentwicklung wird ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben, Ausschreibende sind die FWG gemeinsam mit der CDU. Die Vorgaben sind weitgehend offen. So offen wie eine nicht verschlossene Toilettentür. Ausführende Hochschule ist die Universität in Meissen/Mettlach, der Studienjahrgang 2011, 23 Semester. Teilnehmende Studenten sind die Herren Bechtel und Morell jr. unter fachlicher Anleitung von Herrn Prof. Dr. Dipl.Ing. Schattner.

In den letzten Wochen habe ich mich auf dem Wachtenblog ziemlich rar gemacht. Das liegt nicht daran, dass mir nichts einfiele und schon gar an politisch motivierten Versuchen, mich von der Tastatur fern zu halten. Nein. Ich habe mit meinem Freund Jörg Nittenwilm ein Kinderbuch geschrieben. Das heißt, geschrieben ist es schon eine Weile, aber jetzt wird es demnächst auch veröffentlicht: Adewani, Dschibonka. (Adewani ist unser gemeinsamer Autorenname)

Sehr nette und spendable Menschen in Luxemburg, die von Jörgs Arbeiten – er ist Künstler – überzeugt sind, gaben uns ein Budget und den Rat, auf einen Verlag zu verzichten. Das tolle daran ist natürlich, dass wir die volle Kontrolle über alle Prozesse behalten. Auf der anderen Seite ist Kontrolle in dem Fall auch ein Euphemismus für jede Menge Arbeit: eine Druckerei finden, den Transport der gedruckten Bücher oranisieren, alles, was danach kommen wird, damit wir nicht nur fürs Regal produziert haben…
Um es nicht zu einfach werden zu lassen, haben wir gleich eine englische und deutsche Version fabriziert und für beide Fassungen eine Hörbuchausgabe aufgenommen – szenische Lesung nennt man das, glaube ich. Das Material mische und mastere ich seit Tagen.

Das Schreiben kommt mir plötzlich wie der kleinste Teil der Arbeit vor. Und weil wir finden, dass man nicht jeden Tag die Gelegenheit bekommt, die Entstehung eines Buches von der Idee bis zur Veröffentlichung nachvollziehen zu können, haben Jörg und ich einen Blog dazu angefangen: http://adewani.wordpress.com/

Und dort habe ich in den letzten Wochen immer mal wieder was geschrieben und dann darüber getwittert (nä, wat simmer modern). Da wir auch nicht-teutonische Leser haben, bloggen wir auf dem adewani-Blog fast immer auf englisch. Zur Zeit bereitet Jörg die Druck-Dateien vor, bis Dschibonka erscheint, wird also noch einige Wochen dauern (40 Tage von dem Moment, an dem die Daten auf dem Server unserer Druckerei angekommen sind), wir hoffen auf Anfang April. Wir freuen uns bis dahin aber über jeden Blog-Leser und Kommentare.

Wenn „Dschibonka“ dann mal wirklich veröffentlicht ist, kann ich es bestimmt nicht für mich behalten.

Dem Wachtenblog wird ja manchmal vorgeworfen, er sei negativ und mache die Lage in Wachenheim noch schlechter, als sie eh schon sei. Daher blogge ich jetzt mal frei nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber!“
Wir haben in der letzten Zeit ein wenig die jungen Pfadfinder unterstützt, da sie auf das Weltpfadfinder-Treffen reisen wollen, und dafür noch nicht genügend finanzielle Mittel haben. Cordelia hat die Weihnachtsbaum-Sammel-Idee gehabt, und Achim und ich haben schreibend ein wenig promoted!
Um so mehr freut es mich, dass die Aktion dieser jungen engagierten Menschen ein solcher Erfolg war. Desweiteren hoffe ich, daß das Vorhaben gelingt, und so viele Mädels und Jungs wie möglich die große Reise antreten können!!
Hier das Schreiben der sehr netten Truppe, anlässlich der durchgeführten Aktion:

„Zu erst einmal vielen Dank für die Unterstützung und die Blog-Beiträge!

Ebenso für die Idee zu dieser großartigen Aktion aus dem letzten Jahr und für den Anstoß zu einen Rheinpfalz Beitrag von Hr. Wagner.

Zu der Anzahl der Helfer: Wir waren 12 Leute, hauptsächlich meine Gruppe, die Sippe Adler, da wir das bei ersten Mal auch nur im kleinen Rahmen machen wollten. Vom Weingut Peter wurden wir, wie sooft, mit Trecker und Rolle unterstützt.

Das Spendenaufkommen lag bei rund 300 Euro.

Die kommenden Zeilen hat Max Maurer für uns geschrieben, ich finde sie passend und schicke sie deshalb mit:

„Von 10 Uhr bis 18 Uhr haben wir gutgelaunt mit einem Traktor + Rolle Weihnachtsbäume in Wachenheim eingesammelt. Wo sind die Bäume gelandet? Ein Teil der Weihnachtsbäume sind in den Containern „Am Alten Galgen“ gelandet. Eine ganze Rolle haben wir bei einem Ziegenbesitzer abgeladen, dessen Ziegen anscheinend mit Vorliebe die leckeren Weihnachtsbäume knabbern. Und ein kleiner Teil hat sich auf unserem Lagerplatz in einem kleinen Feuerchen aufgelöst, über dessen Glut wir danach bis 20 Uhr noch etwas gegrillt haben. Wir alle hatten sehr viel Spaß heute und haben große Lust auch nächstes Jahr den Leuten beim Entsorgen der Weihnachtsbäume unter die Arme (oder Zweige) zu greifen.“

In diesem Sinne, noch einen schönen Abend und Danke auch an deine Mitblogger!“

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