Die Wachtenblogger wurden von einem Wachenheimer Politiker aufgefordert, die Namen der hiesigen Kommunalpolitiker in ihren Artikeln auf dem Blog nicht zu erwähnen, sondern die Leute nur als Amts-oder Funktionsinhaber zu erwähnen, z.B. nicht „Herr Bechtel“, sondern „Der Ortsbürgermeister, oder der „CDU-Bürgermeister“ etc. .

Die Begründung des Menschen, der uns aufgefordert hat, dessen Name, frei nach Harry Potter, nicht genannt werden soll, war sehr vielschichtig, sodass ich ein paar Punkte aufzähle und im Folgenden meine Meinung kundtue:

  • Im Internet gehen keine Informationen verloren
  • Personalchefs suchen bei Bewerbern gezielt nach Infos im Internet
  • Da es sich um Kommunalpolitik handelt, sei man zwar eine Persona Publica in Wachenheim, aber das sei nicht gleichbedeutend mit einer Person des öffentlichen Lebens über die Stadtgrenzen hinaus.
  • Durch die negative Darstellung seiner Person im Wachtenblog fände eine unzulässige Verknüpfung statt, wenn sein Name in Suchmaschinen eingegeben wird.
  • Durch eine Berichterstattung wie die des Wachtenblogs werden Leute eingeschüchtert und verlören den Mut sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.
  • Die Blogger sollten sich eine Selbstverpflichtung aus Ihrer Verantwortung der Öffentlichkeit heraus auferlegen keine Namen zu nennen.
  • usw.

Lieber Mister X, es ist so, wie es Ihnen mein bloggender Freund, der keine Kommunalpolitik betreibt, Ihnen schon in seiner Antwort-Mail geschrieben hat.  Aber ich mache es gerne nochmals öffentlich.

  1. Es war Ihre eigene Entscheidung in die Kommunalpolitik zu gehen und sich öffentlich zu machen.
  2. Wir kritisieren bzw. beurteilen nicht die Person, sondern ihr politisches und öffentliches Handeln.
  3. Unsere ethischen Grundsätze, die wir uns selbst auferlegt haben, beinhalten, vor allem anderen, Respekt vor anderen.
  4. Sollten Ihre politischen oder Öffentlichen Handlungen den Bloggern negativ, oder auch positiv, auffallen, werden wir weiterhin, mit Ausnahme dieses Artikels, namentlich, aber mit allem Respekt vor Ihrer Person, darüber berichten. So wie wir das bis dato gehalten haben. Manchmal tut Kritik auch weh.
  5. Wir die Blogger stellen uns auch bewusst der Kritik, indem wir keinerlei Zensur der Kommentare durchführen, lediglich falls anonyme Kommentare kommen, bzw. ehrverletzende oder strafrechtlich relevante.
  6. Es ist das Wesen einer Demokratie seine Meinung frei äussern zu dürfen. Dies trägt zu Pluralismus und Diskurs bei.
  7. Ihre politische Organisation beschränkt Ihr Handeln auch nicht auf Wachenheim, sondern ist durchaus überregional tätig. Lediglich Sie als Wachenheimer Amtsinhaber handeln kommunal, und auch das nicht immer.
  8. Trotz einer Presse und des Internets gibt es in Deutschland eine durchaus florierende politische Landschaft und sehr viele Menschen, die sich auf allen politischen Ebenen engagieren.
  9. Ich wüsste von keinem Fall in der Geschichte, wo sich ein Politiker/-in eines Staates verbeten hat, in der ausländischen Presse erwähnt zu werden, weil seine Politik an der Landesgrenze halt macht. Es wurden zwar Journalisten eingesperrt, ermordet, oder unter Spionageverdacht gestellt, aber das liegt Ihnen ja fern, da sie ein lupenreiner Demokrat sind, oder?
  10. Ihr Vorschlag erinnert mich doch sehr an das Mundtot-Machen eines unliebsamen Feindes, bzw. einer ungeliebten Opposition oder unabhängigen Kontrollinstanz, um weiterhin Ihren politischen Vorhaben nachgehen zu können, ohne negative Aufmerksamkeit zu erregen. Nett verpackt, aber höchst perfide.
  11. Und wie ich Ihnen schon mal sagte, nenne ich dieses öffentliche Handeln Ihrerseits höchst undemokratisch, bzw. zumindest mangelndes Demokratieverständnis.

Ihr Ihnen geneigter

MISTER-Y(ein tolles Wortspiel),

der Ihnen auf dem Wachtenblog, und nur noch da, jederzeit für Kritik öffentlich zur Verfügung steht.

 

 

 

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