Franks Idee mit „dem, dessen Namen wir nicht nennen dürfen“ gefällt mir ja sehr gut. Da wir den Dialog mit – sagen wir mal, dem Unaussprechlichen – ja hier öffentlich führen, möchte ich an dieser Stelle auch auf den ersten Vorschlag antworten, den er uns (bzw. meinen männlichen Mitbloggern) gemailt hat.
Der Unaussprechliche hat uns gebeten, im Wachtenblog einen sogenannten nofollow-Index auf die Tags mit seinem Namen zu setzen – oder alternativ auf die Artikel, in denen er erwähnt wird.Dieser nofollow-Index verhindert, dass Suchmaschinen die betreffenden Seiten im Suchergebnis anzeigen.
Tags sind die roten Stichworte unter den Titeln, die auch in der Tag-Wolke (Die Themen) angezeigt und von Suchmaschinen bevorzugt behandelt werden. Dass einzelne Tags mit dem nofollow-Index versehen könnte, hat meine Recherche nicht bestätigt. Wäre auch sinnlos, denn schon die namentliche Erwähnung im Artikel reicht den Suchmaschinen, um den Text zu finden und anzuzeigen (habe ich gerade mit jemandem ausprobiert, der nur einmal im Wachtenblog erwähnt wurde).
Da der Wachtenblog gut verlinkt ist, wird er in den Suchergebnissen recht weit oben angezeigt. Wenn man z. B. „Wachenheim ‚FWG im Gespräch'“ googelt, dann kommen zunächst sieben Seiten aus dem Wachtenblog, dann erst die Web-Version des „FWG im Gespräch“.
Einzige Möglichkeit einer technischen Lösung wäre, dass wir per nofollow-Index sämtliche Wachtenblog-Artikel, in denen der Unaussprechliche erwähnt wird, unauffindbar machen. Auf diesen Vorschlag antworte ich: Das werden wir ganz sicher nicht tun.
Anders als vom Unaussprechlichen dargestellt, nutzen auch unsere Stammleser Suchmaschinen, um zu unserem Blog zu gelangen. Das merken wir daran, dass „Wachtenblog“ der mit großem Abstand häufigste Suchbegriff ist, der zu uns führt. „Wachtenblog“ googeln ist ja auch viel einfacher, als die komplette Adresse einzugeben.
Genauso wichtig ist die Auffindbarkeit für Nicht-Wachenheimer. Immer wieder kommen z. B. Heiratwillige mit Suchbegriffen wie „Winzer-Hochzeit“ auf den Artikel „Mehr als die Burg: Heiraten in Wachenheim„. Seit der Veröffentlichung wird dieser Text rund 70 Mal pro Monat aufgerufen. Auch die Links zu den einzelnen Wachenheimer Locations, die ich zum Hochzeit-Feiern empfohlen habe, werden regelmäßig angeklickt.
Fazit: Die Auffindbarkeit aller Wachtenblog-Artikel in Suchmaschinen ist uns so wichtig, dass wir der Bitte des Unaussprechlichen nicht nachkommen werden. Unsere Reaktion auf den Alternativvorschlag (Verzicht auf vollständige Namensnennung) haben meine Mitblogger ja schon deutlich gemacht.
Davon abgesehen finde ich die Argumentation des Unaussprechlichen denkbar scheinheilig. Er schrieb uns, dass die namentliche Nennung im Wachtenblog weitere Wachenheimer davon abhalten könnte, sich kommunalpolitisch zu engagieren.
Ich glaube nicht, dass der Unaussprechliche andere Menschen wirklich vor der Sorge um ihre berufliche Reputation bewahren will. Schließlich hat genau der Unaussprechliche vor und hinter den Kulissen zu verhindern versucht, dass Bürgermeister Torsten Bechtel eine Stelle an der Gesamtschule in Wachenheim bekommt. Sein Argument (u. a. gegenüber dem Schulleiter und per Kommentar im Wachtenblog): Bechtel würde die Kinder von politischen Gegnern eventuell schlechter benoten. Damit hat der Unaussprechliche dem Lehrer Bechtel öffentlich und gegenüber dessen Vorgesetzten ein komplett unprofessionelles Verhalten unterstellt.
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