Liebe Leserinnen und Leser. Seit ein paar Minuten ziert die obere Leiste des Wachtenblogs ein neues Wort: Impressum.

Nun hatten wir eigentlich gedacht, dass wir durch Nennung unserer Namen, sogar durch Fotos und die Nennung unserer Adressen recht gut als Autoren zu identifizieren seien. Aber was wissen denn wir?  Wie Frank  ja im vorangegangen Beitrag klar gemacht hat, wirft uns ein Anwalt im Auftrag seines Mandanten, dessen Namen ich hier nicht erwähne, vor, anonym zu bloggen. Woher der Anwalt die Adressen von uns angeblich anonymen Bloggern hat, ist eine hier nicht weiter verfolgte Frage.

Wie dem auch sei. Nachdem uns die selbst ernannten Männerrechtler, die wir nicht wirklich liebevoll Maskulisken getauft haben, seit geraumer Weile in Ruhe lassen, und von dieser Seite derzeit kein Cyberstalking zu befürchten ist (eine Bloggerin hat uns von einigen solcher Fälle berichtet), genügen wir mit der neuen Seite einer möglichen formalen Impressumspflicht. Ist ja nicht so, dass damit neue Informationen an die Öffentlichkeit geraten.

Zum Thema Impressumspflicht gibt es unter folgendem Link einen interessanten Vortrag des Anwalts und Bloggers Udo Vetter: Spielregeln für den zweiten Lebensraum. Ein langes Video. Was das Impressum angeht, wird es aber erst ab Minute 16 für etwa fünf Minuten interessant. Fazit: Impressumspflicht eher ja, falls es keins gibt, passiert aber auch nichts, weil die Aufsichtsbehörden damit in der Regel überfordert sind.

Sicher wäre es interessant gewesen, wie die Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde reagiert hätten, wenn sie auf einem angeblich anonymen Blog Namen, Fotos und Adressen der Blogger gefunden hätten. Aber da diese Aufsichtsbeamten derzeit mit Lebensmittelkontrollen alle Hände voll zu tun haben, wollen wir ihnen damit nicht die Zeit stehlen.

Und ein Fremdwort mehr auf der Seite kann ja nicht schaden.

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