Am Samstag, dem 07. Mai, treten in Lambrecht 555+x Menschen beim Gäsbock-Mountainbike-Marathon in die Pedale. +x, weil das Forstamt wohl zugestimmt hat, über die maximale Teilnehmerzahl hinaus Leute starten zu lassen, die Geld für ein japanisches Kinderheim spenden (eine Aktion in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Rhein-Neckar). Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal mitgemacht und war begeistert. Leider war es als letzter Gäsbock angekündigt – doch gücklicherweise haben die Organisatoren sich erweichen lassen. Und so habe ich auch in diesem Jahr die Chance, mich einmal bei einer längeren Runde im Pfälzer Wald nicht zu verfahren.

Gerade eben habe  die Teilnehmerliste studiert und beim flüchtigen Drüberlesen fiel mir immer wieder das Wort Wachenheim auf. Tatsächlich gehen in diesem Jahr 12 Wachenheimer an den Start. Der komfortablen Suche sei Dank habe ich mal ein paar andere Ortschaften abgeklopft. Aus Kaiserslautern kommen beispielsweise auch nur 12 Radler, aus Dürkheim nur 8 Biker. Die meisten kommen aus Ludwigshafen, nämlich 17, 13 reisen aus Neustadt an. Und 12 können ihr Rad an die Startlinie schieben, da sie aus Lambrecht kommen. Gemessen an der Einwohnerzahl stellt Wachenheim also ein beachtliches Kontingent.

Nun neigen Mountainbiker ja nicht unbedingt zu gruppendynamischen Umtrieben, aber vielleicht könnten die Wachenheimer Teilnehmer im nächsten Jahr auf irgendeine Art und Weise Flagge zeigen. Vielleicht mit einem Trikot? Wer weiß, vielleicht könnten die Stadtwerke mit einer Werbung die Kosten für so ein Stück dämpfen? Muss ja nicht gleich noch ein Verein draus werden, aber bei der Menge an Wachenheimer Radsportlern könnte man da sicher ein paar Trikots produziern lassen.

Und, um noch utopischer zu werden (nein, die Erfahrung mit dem Weinfest hat den postjugendlichen Elan noch nicht gedämpft): ist es nicht denkbar, irgendwann einmal in Wachenheim eine Mountainbike-Veranstaltung zu organisieren? Beim Gäsbock gibt es keine Zeitmessung, die rasierte Wadenfraktion darf vorneweg starten, damit der Rest sie nicht aufhält, und hinterher essen un trinken alle zusammen. Wege im Wald haben wir, Radler, die sie kennen (hier nehme ich mich teilweise aus) haben wir, den Plan, Mountainbiken stärker als touristisches Kapital zu nutzen, gibt es schon im Stadtrat – warum nicht darüber nachdenken? Bestimmt würden die Gäsbock-Biker auch beraten. Und ich würde mich dann scon an zwei Tagen im Jahr nicht verfahren, wenn ich mal nicht stur zum Lambertskreuz hochfahre.

Advertisements