Dezember 2011


Ich sitze hier auf meiner Couch und lasse meine Gedanken nachweihnachtlich und vor2012ig schweifen. Was könnten Ansätze sein, um Wachenheim 2012 in die Lage zu versetzen, sich kommunalpolitisch und städtebaulich zu entwickeln?

Hier ein paar Ansätze und Gedankenspiele:

Die bestehende Stadthalle wird abgerissen. Als neue Stadthalle wird die Kulturscheune von Bettina von Guradze umgebaut. Bestehende Substanz und überschaubare Kosten, einhergehend mit einer tollen Lage und einem einzigartigen Ambiente sind die Alleinstellungsmerkmale dieser Location. Auf dem freiwerdenden Gelände, die Alte Post fällt gleich mit, kann dann ein schöner Marktplatz entstehen, auf dem von einem Privatinvestor eine kleine Markthalle mit lokalen Spezialitäten erstellt wird.

Der Kolb’sche Hof, durch den Umzug von Bürklin und Wolf ins eigene Weingut, wird frei. Dadurch wird das Areal zur Nutzung frei. Auch hier werden Einzelhändler angesiedelt oder eine Restaurantmeile mit kleinem Kino oder Mini-Theater.

Die Pforte fängt an zum Hotel zu werden.

Das freistehende ‚Restaurant der Alten Dame‘ wird endlich wiederbelebt werden.

Die Ringstrasse wird, neben der Stadthalle, die in der Kulturscheune entsteht, zentraler kultureller Platz werden und das historische Potential Wachenheims kommt endlich voll zu Geltung.

Der Alte Galgen wird endlich wieder ein richtiges Vereinslokal, da der Tus sich auf neue Konzepte einlässt.

Der Supermarkt wird im Gewerbegebiet am Sportplatz gebaut werden.

Die Skaterbahn wird gebaut werden.

Die Arkaden werden mit einem Händchen verschönert und laden zum Flanieren ein.

Der Ortskern wird verkehrsberuhigt.

…So, und jetzt trinke ich meinen drei Finger breiten Whiskie weiter und oops, mein Joint, so groß wie ein Ofenrohr, den muss ich wieder anzünden…

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Richtfest für das Multifunktionsgebäude auf der Burg – Was da zukünftig alles bezuschusst zusammenkommt

Richtfest für das Multifunktionsgebäude auf der Burg – Doch kein Thronsaal für Schattner

Die Pizzeria ist weg – Endlich hat Wachenheim seinen zweiten Parkplatz

Jopi ist tot – Final curtain

Der Friedhof ist renoviert – Kommt Jopi?

Der Alte Galgen steht leer – Kein Leichenschmaus mehr?

Die C-Jugend des TUS ist wieder spitze – Tolle Jugendarbeit

SPD Wachenheim geht freiwillig von der politische Bühne – Manche sagen sie geht in den Untergrund

FDP entwickelt sich zur One Man Show – Dann geht der Berg(er) eben zum Propheten

CDU Wachenheim hat neuen Vorsitzenden – Gleichschaltung der Organe

WL – W oran L iegts

Morell zieht sich aus Zukunft zurück – 2012 geht die Welt doch unter

Bürklin will wieder bei Bürklin produzieren – Kolbenfresser im Kolb’schen Hof

Schattenmorelle – Nicht nur eine Kirschenart

Bechtel – Die grösste (Anlagen-)Baufirma der Welt

Riesling Spätlese Trocken – Wie immer ein Genuss

Wachtenblogger zieht um – Nicht anonym in den Untergrund

Supermarkt im Gewerbegebiet – Gewerbemarkt im Supergebiet

Supermarkt an der Schule – Früherziehung der Konsumenten

Supermarkt an der Pforte – Klingt nach Hämorrhoiden

Wartezeiten bei Kub-Czisi – Drive In Parkplatz wird bei Pizzeria gebaut

Wartezeiten für Hochzeiten steigen – Zu viele Scheidungen

Multi-Funktions-Stadthalle wird renoviert – Ausweichstadion für Mannheimer Adler

Neubaugebietserweiterungsplan – Wie heisst die grösste Baufirma der Welt

Skaterbahn ist wieder nicht gebaut – Warum nicht auf die Pforte

Hotel auf der Pforte – Oder doch im Kolb’schen Hof

Richtfest für das Multifunktionsgebäude auf der Burg – Rolltreppe zur Burg wird realisiert werden

Toilettensteuer in Wachenheim – Pecunia non olet im Multifunktionsgebäude auf der Burg

Kanalsanierung in der Bahnhofstraße – Pecunia olet

Felipe von Wachenheim begeistert – Weihnachten, Geburtstag und Fußballtraining besonders gelungen

Laut eines unserer Stammleser gibt es für Wachenheim keine Zukunft. Das ist mehr als tragisch. Da, wie in dem kleinen Artikel letzter Woche festgestellt, die Zukunft die Zeit ist, die der Gegenwart nachfolgt, folgt also nichts nach dem Jetzt.

Was ist aber das Jetzt?

Tippe ich einen Buchstaben und mein Finger berührt die Tastatur ist dies das Jetzt? Oder kann man das etwas weiter fassen, z.B. die Zeit, die ich für das Schreiben eines Artikels brauche? Wenn das gelten soll, gibt es aber sehr viele kleine Jetzt, aus denen einen großes Jetzt besteht.

Doch kaum habe ich das Jetzt erfasst ist es schon wieder gegangen, ist das Jetzt, das eigentlich der Zukunft gründet, zur Vergangenheit geworden. Setze ich nun Voraus, das der Vergangenheit die Gegenwart folgt, die Gegenwart aber zügig zur Vergangenheit wird, dann gibt es gar keine Zukunft, sondern wir leben in einem permanenten Wechsel zwischen Vergangenheit und Jetzt, den man Zukunft nennt, obwohl man keine hat.

Beginne ich also ein Wort zu schreiben, wohlgemerkt die Idee eines Wortes, Achtung Plato, kann etwas völlig anderes herauskommen als die eigentliche Idee war. Ich beginne mit dem Buchstaben ‚F‘, hatte die Idee diesem ein ‚W‘ folgen zu lassen, mit einem finalen ‚G‘ endend, aber da ich gegenwärtig umdenke, könnte ich dem ‚F‘ ein ‚rank‘ folgen lassen und hätte statt eines Vereinsnamens meinen Vornamen geschrieben. Das beweist doch in der Tat, dass es bei mir für die FWG keine Zukunft gibt. Hammer!!!

Was sagt uns das aber für Wachenheim?

Es gibt ja nun mal doch einige Parteien, die daran arbeiten, die Gegenwart zur Vergangenheit werden zu lassen. Statt Buchstaben zu tippen, entwerfen diese Pläne, Szenarien, erstellen Budgets, wählen neue Vorsitzende, wählen alte Vorsitzende ab, schimpfen auf politische Gegner, schimpfen auf Presse und Blogs, spinnen Intrigen, engagieren sich für die Allgemeinheit, versuchen neue Wähler zu gewinnen, versuchen alte Wähler nicht zu vergraulen, planen Hotels, planen Zukunftshäuser, planen Akademien, planen Supermärkte, planen Parkplätze. Planen das, was die Wähler brauchen sollen, um deren Geld auszugeben.

Planen Sie aber auch planvolles Handeln?

Mir scheint es eher, dass sehr viel Zeit, Energie und Geld, dafür ausgegeben wird, Vergangenes zu bewahren um sagen zu können, man arbeite an der Zukunft. Wirklich Neues, ein unerwarteter Tastaturanschlag, kommt bisher nicht. Zumindest nicht von den Parteien. F C W D U G W L S F D P …

In diesem Sinne wünsche ich allen politisch engagierten Lesern, Nichtlesern und Ihren Familien ein frohes, friedliches und politisch besinnliches Fest.

Allen anderen Lesern und Nichtlesern wünsche ich das unpolitisch Gleiche!!

Z – Die Zukunft ist die Zeit, die subjektiv gesehen der Gegenwart nachfolgt.
U – Unsinn, auch Aberwitz, Firlefanz, Nonsens, Schwachsinn

S – Stroh, siehe auch Strohmann oder als Redewendung wie ‚Stroh im Kopf‘, strohdumm
A – Anmaßung, auch Hybris und Arroganz
M – Mentalisierung, Fähigkeit das Verhalten der Menschen durch Zuschreibung mentaler Zustände zu interpretieren

M – Machiavellismus, auch rücksichtslose Machtpolitik

E – Egozentrik, Einstellung bei der die eigene Person als ausschließlicher Bezugspunkt angesehen wird
N – Numen, auch göttliches Wesen oder göttliches Wirken

K – Kabale, oder das Ränkespiel, auch Intrige
U – Unikat, auch die Einzigartigkeit eines Objekts
N – Nepotismus, auch Verwandtenbegünstigung oder Vetternwirtschaft
F – Fatigant, auch ermüdend
T – Teleologie, auch Lehre der Zweckgerichtetheit, die Zweckursache liegt in den Dingen selbst

Außergewöhnlich früh sitze ich am heimischen Rechner und versuche, einzuordnen, was ich da eben im Stadtrat erlebt habe. Der tagt derweil noch. Und warum sitzt der Wagner dann zu Hause, wenn er doch über die Stadtratssitzung schreiben will? Ganz einfach: die beiden Punkte, die von öffentlichem Interesse sind, die überhaupt Bürger in die Sitzung gezogen haben, verlegte der Stadtrat kurzerhand in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung – auf Antrag von Andreas Berger beschloss der Rat das bei nur zwei Gegenstimmen. Eine davon war Rolf Kley von der SPD, der gerne öffentlich über das sogenannte „Haus der Zukunft“  und die Wunschliste förderwürdiger Projekte nach einer Fusion mit der VG Deidesheim diskutiert hätte. Wem noch an Transparenz gelegen gewesen wäre, konnte ich leider von meinem Sitzplatz aus nicht sehen.

Andreas Berger begründete seinen Antrag, dass es zu den beiden Punkten noch keine Vorberatungen in den Ausschüssen gab, dass die plötzliche Eile nicht nachzuvollziehen sei (das kann ich nachvollziehen, aber wäre dann ein Antrag auf Verschiebung in eine spätere Sitzung nicht besser gewesen?) und mit der Hoffnung, dass eine nicht öffentliche Diskussion konstruktiver sei.

Was bedeutet das für die Demokratie? Soll die Öffentlichkeit jetzt nur noch bei Themen dabei sein, die zuvor in Ausschüssen schon so ausgehandelt wurden, dass die Zuhörer bei der Beratung im Stadtrat nicht mehr stören? Dann haben wir Zustände wie im Bundestag. Warum sollte die Öffentlichkeit das dann noch interessieren?

Die Hälfte dieser sittenverderbenden Bürger, die aus so manch sachlich argumentierendem Stadtrat durch ihre bloße Anwesenheit schon polemische Streithähne zu machem droht, erhob sich jedenfalls nach dem Verlegungsbeschluss und ging.

Nicht, ohne zu mutmaßen, dass der Antrag mit der FWG abgesprochen war. Die FWG jedenfalls, die ja den Punkt mit juristischer Wucht auf die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung gebracht hatte, wartete gerade mal eben so, bis Andreas Berger ausgesprochen hatte, um zu versichern, dass sie mit der Verschiebung in den nicht öffentlichen Teil kein Problem hätte. Wahrscheinlich ist diese Theorie haltlos, der Eindruck ist jedoch entstanden.

Doch halt, war da nicht noch die Partei, die sich vor der letzten Wahl mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung auf die Fahnen geschrieben hatte? Die hätten mit ihrer Mehrheit im Rat jede Menge Stimmen gegen einen solchen Antrag aufbringen können. Maximal eine (wie gesagt, ich konnte nicht sehen, wer außer Rolf Kley gegen die heimliche Beratung war) Stimme dagegen gab es. Das hat mit mehr Transparenz nun gar nichts zu tun.

Ich finde, es ist kein gutes Zeichen, dass Stadträte fürchten, im Beisein von Bürgern nicht mehr konstruktiv diskutieren zu können.

Aber wenigstens komme ich so einigermaßen früh ins Bett.

Gut, wir wissen, dass die Sachebene bei Stadtratssitzungen in Wachenheim nur sporadisch erreicht wird.

Passend zum Nikolaustag darf der Stadtrat heute abend einen Wunschzettel schreiben. Die Analogie hinkt natürlich, denn den Wunschzettel holt dann nicht das Christkind ab (auch wenn sich das scheinbar nicht bei Allen herumgesprochen hat), sondern die Landesregierung wird sich damit befassen. Und so landen auf dem Wunschzettel nicht Playstation oder Barbie, sondern Projekte, die nach einer Fusion der Verbandsgemeinden Wachenheim und Deidesheim der gesamten neuen VG (Wachendesheim?) nützen. Wir sind auf den Wunschzettel gespannt.

Sollte jemand am kommenden Donnerstag Lust und Zeit haben, und zufällig am Nachmittag in Neustadt sein, würden wir uns freuen, wenn sie oder er ab 16:30 Uhr zur zweiten Runde unserer Mitmachlesung von Dschibonka in den Saal über dem Wirtshaus Konfetti käme.

Nachdem wir letzte Woche vor ausgesuchtem Publikum (Euphemismus für „zeimlich wenig Leute“) die Premiere lieferten, hoffen wir mit den Erkenntnissen daraus das Ganze noch besser zu machen. Und diesmal dürfen dann ruhig ein paar mehr Leute kommen.

Ich würde mich jedenfalls freuen, unter möglichst vielen Gesichtern auch ein paar vertraute zu sehen.