Seit diesem Montag läuft in Wachenheim die amtliche Einwohnerbefragung zum Thema Supermarkt und seinem Standort. Und ohne auf juristische Spitzfindigkeiten zu ihrer Verbindlichkeit Rücksicht zu nehmen, bietet diese Befragung zum ersten Mal in diesem Langzeitdrama allen Wachenheimern ab 16 die Gelegenheit, ihre Meinung zu diesem Thema durch ein oder zwei Kreuze kundzutun. Eins, wenn er oder sie der Meinung sind, Wachenheim braucht keinen großen Vollsortimenter zusätzlich zum bestehenden REWE (wohl bald Penny), und zwei Kreuze, falls sie oder er der Meinung ist, ein großer Markt ist nötig, dann ist auch noch ein Kreuzchen am Wunschstandort zu machen (wobei nur der Bischofsgarten realisierbar ist und nur dort ein Investor den Wunsch hat, zu bauen).

Von den rund 4000 Wachenheimer, die an der Befragung teilnehmen können, haben bis heute Morgen 9 Uhr nur knapp 12% teilgenommen.

Gut, sicher machen noch einige Vollzeitbeschäftigten von der Möglichkeit Gebrauch, am Samstag Morgen an der Befragung teilzunehmen. Auch der Dienstleistungs-Donnerstag heute nachmittag wird die Quote sicher noch erhöhen. Aber sollten am Ende nur, sagen wir mal 30% ihre Meinung geäußert haben, ist die Fortsetzung der Debatte fast vorprogrammiert. Denn natürlich sind vor allem die Gegner des Bischofsgartens mobilisiert. Das sind geschätzt schon mal 10%. Wahrscheinlich haben die Gegner inzwischen alle abgestimmt. Es gibt kein Quorum, das heißt, wenn von den 12%, also von etwa 480 Leuten, 400 gegen einen Markt stimmen, lautet das Ergebnis, dass über 90% der Wachenheimer sich gegen einen zweiten Supermarkt entschieden haben.

Wild spekuliert, kommen ab jetzt nur noch die, die einfach so keinen zweiten Markt haben wollen, und die, die eben für einen moderneren Markt zusätzlich sind (und trotzdem nichts gegen Wachenheim haben).

Damit am Ende dieser Befragung eine Chance auf ein Ende dieser Debatte gegeben ist, müssen so viele Wachenheimer wie möglich an ihr teilnehmen. Also, egal, wie Sie zu dem Thema stehen, gehen Sie in die Verbandsgemeindeverwaltung und machen Sie ein oder zwei Kreuze. Heute (auch nachmittags), morgen Vormittag und Samstag ebenfalls am Vormittag.
Eine Frage, die so lange und so erbittert diskutiert wurde, darf nicht von einer verschwindenden Minderheit entschieden werden. Also, bitte hingehen und alle, die Sie treffen, ermuntern, es auch zu tun.

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