Juli 2012


Gestern, am 24. Juli, wurde der etwas theoretisch daher kommende Begriff Spielleitplanung endlich mit Leben gefüllt. Gestern nämlich gab es eine erste Begehung der zu beplanenden Gemeinde. Zusammen mit Helga Berger vom Ingenieursbüro Stadt und Natur http://www.stadt-und-natur.de/ und Martin Theodor vom Beratungszentrum Kobra http://www.kobra-online.info/siteneu/ machten sich Bürgermeister Torsten Bechtel, Mitglieder des Arbeitskreises zur Spielleitplanung, interessierte Bürger und Kinder auf den Weg, um eine Bestandsaufnahme zu machen.

Besonders das Gebiet um Schulen und Schwimmbad wurde dabei begutachtet. Vor allem rund um die Schulen ruht hier einiges an ungenutztem oder bisher nicht nutzbarem Potenzial: das große Sportgelände hinter Grundschule und IGS ist nicht öffentlich nutzbar – von den Schulen wird es jedoch auch nur selten genutzt. Auf den Ascheflächen sprießt Botanik und die Weitsprunggrube zeigt eine beeindruckende Artenvielfalt heimischer Ruderalvegetation. Auch der Schulhof der Grundschule ist außerhalb der Schulzeiten für Kinder Tabu – das scheint andernorts nicht so geregelt zu sein. Das Kleinspielfeld hinter der Turnhalle ist in städtischen Besitz und theoretisch – außerhalb der Schulzeiten – jedermann zugänglich. Theoretisch. Natürlich ist das Gelände abgeschlossen und Schilder weisen darauf hin, dass das Betreten des Geländes für Unbefugte verboten ist. Dass sich Wachenheimer den Schlüssel zum Tor beim Hausmeister Herrn Bauer oder bei Bürgermeister Bechtel borgen können, wird auf keinem Schild erwähnt.

Oft wird unter Verweis auf den auch in Wachenheim grassierenden Vandalismus die Nutzung öffentlicher Flächen eingeschränkt. Und gerade hier hakt das Konzept der Spielleitplanung ein. Es setzt stark auf die Beteiligung derer, die es angeht: Kinder und Jugendliche und Bürger der Gemeinden. Die Idee ist, dass Anlagen, bei deren Planung man mitreden und mithelfen kann, später nicht schnöde städtische Anlagen sind, sondern dass auch ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für den Zustand entsteht.

Insgesamt steht als Zeil der Spielleitplanung ja nicht nur die Verbesserung der Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sondern insgesamt eine nachhaltige Weiterentwicklung von Gemeinden und die Etablierung von mehr Bürgerbeteilgung.

Frau Berger und Herr Theodor haben sich etliche Notizen und viele Fotos gemacht. Beim nächsten Rundgang, für den allerdings noch kein Termin feststeht, sollen dann die Kinder und Jugendlichen die Führung übernehmen und ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen.

Zusammen mit einer Verkehrsleitplanung kann diese Spielleitplanung Wachenheim viel bringen. Jedenfalls, wenn das Thema nicht auch in den Sog der Wachenheimer Parteipolitik mit den altbekannten Fronten gerät. Davon war bei der Begehung gestern erfreulicherweise noch nichts zu spüren.

Wie dem Wachtenblog vom neuen Vorsitzenden der FWG mitgeteilt wurde, folgt der Wechsel an der Spitze der Freien Wähler einem festen Rotationsprinzip, das vom Vorstand der FWG vereinbart wurde. Gemäss dieses Prinzips ist Herr Lukas jetzt wieder mit dem Vorsitz an der Reihe.

Man darf gespannt sein, ob und wie es Herrn Lukas gelingt, seine Partei wieder zu alter Stärke und neuer Sachlichkeit zu bringen.

Mit der Ursprünglichkeit des Begriffes hat die heutige Verwendung nichts mehr zu tun. Der Begriff „Saure-Gurken-Zeit“ bezeichnete ursprünglich die Zeit des Jahres, in der wenig zu essen gab. Heute ist es ein Synonym für die schwierige Zeit der Geschäftsleute im Hochsommer, wenn alle potentiellen Kunden im Urlaub weilen. Ebenso gibt es den Begriff im Journalismus, zu dem wir uns ein bisschen zugehörig fühlen, für die Zeit, in der es schwer ist Themen zu finden.

Es gibt Zeitungen, die helfen sich mit erfundenen Meldungen, wie z.B. das Krokodil in der Kanalisation, Schweine, die fliegen etc. Wir als Blog, tun das natürlich nicht. Aber wir haben unsere Saure Gurken. Sehr lecker sind die übrigens mit scharf angebratenem Schweinefilet in Stückchen geschnitten und vermengt! Heißt in Portugal Pica Pao und ist sowas von lecker.
Wir sagen unseren Lesern einfach:“ He Du, es wird jetzt zwei Wochen etwas ruhiger werden. Danach geht es aber so weiter, wie du das magst und kennst, oder auch nicht magst!“

Ausserdem, je nach Internetzugang, gibt es vielleicht ein Mal ein Lebenszeichen und einen Bericht über das exzessive Liebesleben des Nacktmulles, oder wie Bolonka Welpen ausgebildete Polizeihunde vernaschen.

Aber eines beschäftigt mich doch:
Die Zeit in der es wenig zu essen gibt!! Ist der Begriff vielleicht doch in Wachenheim entstanden, als man vor gefühlten zweihundert Jahren eine Unterversorgung der Bürger notierte und beschloss einen neuen Supermarkt zu bauen, der aber nie kam und die Bürger dazu übergingen Gurken im eigenen Garten zu pflanzen.

Aua, mich hat gerade, verdammt nochmal ein Krokodil ahhhhhh

Es gibt doch ein paar Dinge, bei denen die Bürger sich aktiv am politischen Prozess beteiligen können. So wie die Spielleitplanung. Dies ist ein Werkzeug für interessierte Bürger aktiv ihre Ideen in den zukunftsorientierten planerischen Prozess einbringen zu können.

Es geht hier nicht um den Supermarkt, sondern wie man aus dem Namen erkennen kann, um unseren Nachwuchs, bzw. die Planung der Infrastruktur für unsere Kinder und Jugendlichen. Dies geht weit über den (Nicht-)Bau einer Skaterbahn hinaus und kann wirklich für Wachenheim zukunftsweisend sein. Jedoch ist eine Überschneidung mit anderen städtebaulichen Prozessen nicht ausgeschlossen und sogar gewünscht.

Jeder und jede Interessierte, unabhängig von Partei oder sonstigen Institutionen, sind dazu aufgerufen sich und Ihre Kreativität einzubringen. So gibt es am 24.07.12 eine gemeinsame Begehung mit Treffpunkt am Rathaus, 10.00 Uhr.

Die erste Arbeitsgruppensitzung findet am 22.08.12, 20.00 Uhr, ebenfalls im Rathaus statt.

Einen Einblick kann man aus der beigefügten Präsentation gewinnen.

Präsentation SLP Wachenheim

Aufkleber mit diesem Bild sieht man in letzter Zeit immer öfters in Wachenheim.

Doch was bedeuten sie?

Es scheint als hätte sich eine Art Straßen-Gang gegründet, die jetzt erst einmal Street-Credibility aufbaut.

Doch was folgt als nächstes?

Kleinere Verbrechen, wie Diebstähle und Überfälle?

Wird der Drogenhandel in Wachenheim aufblühen?

Oder noch schlimmer: Wird diese Gang die „Initiative zum Erhalt des Wachenheimer Stadtbildes“ unterstützen?

Die Folgen kann man sich nicht ausmalen!

Am Ende wird noch die Burg abgerissen, um eine Drogenplantage anzulegen, die außerhalb von Wachenheim leider das Stadtbild zerstört hätte…