Vor Monaten hat Cordelia die Möglichkeiten aufgezeigt, wie Wachenheim eine Hochzeits-Hochburg werden könnte. Böse Zungen behaupten, der Entschluss meiner Frau und mir selbst, gründe auf diesem Artikel, was aber natürlich nicht der Wahrheit entspricht.

Die Liebe wars, die uns am letzten Wochenende, das ‚Ja‘ hat sagen lassen.

Jedoch haben wir, ganz bewusst, eine weitgehend Wachenheimer Hochzeit gehabt. Das Wenige was nicht aus Wachenheim kam, war das leckere Essen vom Catering Service, aber der war immerhin aus Bad Dürkheim und zwei Rotweine. Der Reihe nach.

Die eigentliche Trauung fand am Freitag in der Ludwigskapelle statt und wurde von Frau Nürck locker und fröhlich beurkundet. Die Kapelle hat einfach den Charme eines Kirchengebäudes obwohl sie ’nur’Standesamt ist, und die Lage mitten am Marktplatz ist einfach toll. Als Mensch, der mit Kirche nicht sehr viel am Hut hat, ist diese Atmosphäre trotzdem sehr schön und hat berührt.

Vor der Kapelle haben wir nach der Trauung lecker Sekt getrunken, natürlich vom Wachenheimer Weingut Bürklin- Wolf und standen mit unseren Freunden und unserer Familie frisch vermählt mitten im Herzen unseres geliebten und gelebten Wachenheims.

Da die Traunung zur Mittagszeit statt fand, hatte die geladene Gästeschar irgendwann Hunger, und wir kehrten in der Gerümpelstube ein.

Ein tolles Ambiente.

Zum Auftakt im Hof gab es eine sommerliche Bowle mit Melone, dazu Häppchen mit Pfälzer Blutwurst oder mit Roastbeef.

Als Vorspeise im Gastraum hatten wir einen sommerlichen Salat mit Riesengamba, marinierten Pilzen und Parmesanspänen. Als Hauptspeise folgte eine Barbarie-Entenbrust mit Steinpilzwirsingstrudel und Portweinfeigensoße. Dessert war eine Mousse von der Valrhonaschokolade mit Himbeersorbet. Begleitet wurden die Speisen von einem 2011 Wachenheimer Gerümpel vom Weingut Zimmermann und einem, ‚Ausrutscher‘ Kalkmergel Spätburgunder vom Weingut Bernhart in Schweigen.

Tolles Ambiente, nettester unaufdringlicher Service und eine TOP Qualität. Die Entenbrust muss man einfach probiert haben auf den Punkt Rosa, zart, ein Gedicht. Dies aber nur als Beispiel, die anderen Speisen standen dem in Nichts nach. Wem das Essen trotz der mageren Ente doch zu fettig war, zuviel gegessen hatte oder einfach nur wollte, konnte dann aus reichlich Digestives auswählen und etwas gegen seine Nöte tun. Chapeau.

Die große Fete stieg dann am nächsten Abend im Park der Villa Wolf. Die netten Leute, das einzigartige Ambiente im Park mit den alten Segovias war eine Traum-Location zudem das Wetter voll mitspielte. Das Buffet kam von der Firma Ester in Bad Dürkheim, da Wachenheim keinen eigenen Cateringservice hat, ausser Familie Hambel, die leider schon ausgebucht war, und war ohne Fehl und Tadel. Die Organisation und Ausrüstung wurde von Ester reibungslos und unauffällig durchgezogen und das Essen war ebenso hohes Niveau wie am Tage zuvor. Der weisse Wein kam vom Weingut J.L. Wolf, ein toller Riesling. Der rote ‚Ausrutscher‘, s.o., kam aus Argentinien.

Die Musik kam auch aus Wachenheimer Herzen. Die ‚Spielgemeinschaft Mittelhart‘ hatte Ihren ersten Auftritt und so wie die Weißweine in Wachenheim gemacht wurden, sind die Lieder der Band auch in Wachenheim handgemacht.

Resumée: Eigentlich müsste dieser Artikel eine Liebeserklärung an Wachenheim sein. Ist er auch.
Aber ohne meine Frau und unsere Kinder hätte dies alles nicht stattgefunden, ohne unsere Freunde und Familien wäre das Fest nicht so rauschend und beschwingt gewesen.

Und unser Wachenheim legte sich um uns wie eine wärmende Decke und kraulte uns den Rücken.

Advertisements