März 2014


Wie Sie als aufmerksame Wachenheimer schon wissen dürften, trete ich bei der Wahl zum Stadtrat auf der Liste der Wachenheimer Liste als Kandidat an.

Da wir auf dem Blog uns unparteiisch auf die Flagge geschrieben haben, tue ich mir mit meiner Schreiberei auf dem Blog seit dieser Entscheidung ein bisschen schwer, da ich den Wachtenblog nicht als parteipolitisches Instrument missbrauchen möchte ( da fühle ich mich ja schon fast wie ein Altkanzler oder ein Verleger, die historisch so etwas ähnliches taten…).

Tja was tun?!

Kaum politisch aktiv, muss ich mich schon mit meinen Idealen, die mich ein Leben lang begleiten auseinandersetzen. Ich folge üblicherweise keinen Dogmen oder Programmen, was auch ein Grund für mich war in der WL aktiv zu werden, da hier eine offene Diskussion gepflegt und ergebnisoffen geführt wird.

Politik ist jedoch eine Frage von Konsens, ja manchmal auch Nonsens, wie eng diese Worte zusammenliegen ist mir noch nie so aufgefallen, daher ist mein persönlicher Konsens wie folgt.

Ich werde in der Regel keine politischen Artikel mehr verfassen, die sich auf anhängige Dinge im Stadtrat beziehen, sondern werde mich auf andere Bereiche konzentrieren. Ich werde jedoch Artikel und Kommentare von anderen kommentieren, sozusagen eine ‚Gewaltentrennung‘. Und ich werde, als erstes hoffentlich, soweit sie als Wähler wollen, Stadtratsmitglied, offen auf dem Blog agieren und hoffe, dass die Scheu der anderen nachlässt und somit der Wachtenblog noch mehr zu dem wird, als was er angelegt ist.

Nämlich zu einer freien Diskussionsplattform für alle Bürger, die sich politisch interessieren. Und dann ist es doch schön wenn sich einer, der hoffentlich bald(so hofft zumindest er selbst) im Stadtrat ist, keiner Diskussion aus dem Wege geht.

In diesem Sinne…Ihr

Frank Mehlmer

„Der Berg kreißte und gebar eine Maus“. Warum einen Blogbeitrag nicht auch mal mit freier Assoziation beginnen. Edith Mahler tritt bei den kommunalen Wahlen im Mai gegen Torsten Bechtel an. Parteilos, aber wohl von der FWG unterstützt.

Etwas ketzerisch könnte man vielleicht auch fragen: Tritt also doch Arnold Nagel in Person von Frau Mahler an? Warum ist das nur etwas ketzerisch (wenn man mal vom fehlenen theologischen Kontext absieht)? Als ich die ersten Wachenheimer Stadtratssitzungen vor rund acht Jahren besuchte, köchelte der Pfortenstück-Konflikt langsam hoch. Etwas überrascht nahm der damalige Bürgermeister allmählich zur Kenntnis, dass sein Supermarktplan nicht auf allzu viel Gegenliebe traf. Außerhalb des Stadtrats sogar noch deutlich weniger. Damals saßen rechts und links vom Bürgermeister Frau Mahler und Herr Häfner. Die beiden stimmten grundsätzlich der Meinung von Bürgermeister Nagel zu. Bei Abstimmungen votierte Frau Mahler bei den Sitzungen, die ich verfolgte, meiner Erinnerung nach immer mit der FWG und gegen die CDU. Dann klärte mich jemand auf, dass Häfner und Mahler nicht die persönlichen Assistenten des Bürgermeisters waren, sondern als Beisitzer für SPD und CDU im Rat sitzen.

Während Der SPD-Mann in seiner Partei, die vor Ort scheinbar eine Linie verloren hat, vor allem im Verbandsgemeinderat Genossen von der Weisheit Arnold Nagels überzeugen konnte, hatte die rhetorisch bisher wenig in Erscheinung getretene Edith Mahler mit solcher Missionierung in der CDU weniger Erfolg und war schnell innerparteilich isoliert. Der Austritt aus der CDU war eine Frage der Zeit.

Ich erinnere mich an eine Diskussion mit Frau Mahler zum Thema Supermarkt im Pfortenstück. Zu diversen Frage aus den Bereichen Verkehrsbelastung der Weinstraße, Sicherheit des Schulwegs, Flächenversiegelung, unangepasste Bebauung (es waren 11,50 m hohe Häuser mit bis zu sechs Wohnungen geplant) hörte ich von Frau Mahler immer die gleiche Nicht-Antwort: Glauben Sie mir, es ist besser so. Bleibt ihr Wahlkampf so inhaltsleer und darauf beschränkt, die Positionen der FWG als „besser so“ zu untermauern, droht ihr bei den Wahlen eine recht klare Niederlage. Aber vielleicht zeigt sie ja schon bald eigenständiges Profil? Wir harren der Inhalte.

Es ist viel über einen Herrn U.H., seines Zeichens Wurstfabrikant und Präsident eines Sportvereins geschrieben worden.

Jetzt ist uns ein Brief eines Wachenheimer Ehepaares an unsere Bundeskanzlerin zur Verfügung gestellt worden, der meiner Meinung nach die Situation perfekt analysiert und der Gesellschaft genau den Spiegel vorhält, den sie manchmal so notwendig braucht.

Aus diesem Grund wird der Brief hier unverändert und ungekürzt abgebildet.

Ich ziehe meinen Hut!

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

es ist mir ein sehr großes Bedürfnis auf Ihre gestrige Aussage zu dem Steuerfall Hoeneß zu reagieren. Sie haben in München gesagt: „Dass Uli Hoeneß jetzt dieses Urteil angenommen hat, nötigt mir hohen Respekt ab.“ Da sie sich noch zwei Tage vor seiner Selbstanzeige mit Herrn Hoeneß getroffen hatten, wundert dieser Spruch vielleicht doch nicht.

Wie kommt es zu solch einer Respektsbekundung? Uli Hoeneß wurde verurteilt wegen Steuerhinterziehung von mehr als 28 Mio Euro. So MUSS er als Straftäter das Urteil annehmen oder in Revision gehen. Ihm blieb keine Wahl. Da das Urteil in einem Fall solchen Ausmaßes – normalerweise gibt es dafür Haftstrafen von 8 Jahren – relativ milde ist und eine Revision eine Erfolgschance von 3.8% hätte, tat Uli Hoeneß gut daran, das Urteil anzunehmen. Und waren die 28 Mio Euro denn wirklich das Ende der Fahnenstange? Es sind noch einige, möglicherweise strafverfolgungswürdige Fragen offen, und mit welchen Summen genau Hoeneß agierte, ist auch nicht geklärt.

Jedoch hat noch kein ähnlich hochklassiger Steuersünder so viel Lob von hoher politischer Prominenz erhalten. Soll der prominente Straftäter damit gesellschaftlich rehabilitiert oder die Straftat verharmlost werden? Es gibt Leute, die in letzter Zeit zu Unrecht verurteilt oder sonstwie weggesperrt wurden (u.a.Fall Mollath und Fall Wörz) und bis heute auf die ihnen zustehende Haftentschädigung bzw. moralische Rehabilitation und Entschuldigung warten. Es gibt auch Verurteilte, die an der unrechtmäßigen Verurteilung zerbrochen sind. Hierzu habe ich von Ihnen oder Angehörigen der Regierung nichts gehört.

Jedoch hat auch CSU-Chef Horst Seehofer Uli Hoeneß als Mann mit Format bezeichnet. Menschen mit Format gibt es tatsächlich! Doch da denke ich eher an Ärzte ohne Grenzen, an Leute von AI oder Leute, die für etwas Gutes eintreten und ohne Eigennutz anderen helfen.Doch wie kommt Hoeneß zu solchen Ehren??? Denn er hatte nur widerstrebend alle Karten auf den Tisch gelegt. Und an Einsicht mangelt es ihm auch weiterhin, sonst hätte er nicht folgenden Satz: „Ich bin kein Sozialschmarotzer“ zum Besten gegeben. Ein Hohn gegenüber allen Sozialhilfeempfängern. Denn: Hoeneß‘ Verhalten gegenüber dem Gemeinwesen war betrügerisch, sozial ambivalent und höchst doppelmoralig.

Diese dreistelligen Millionensummen, um die es hier geht, überfordern die Vorstellungskraft und den Denkhorizont des gemeinen Steuerzahlers. Zu welchem Schluss kann man hier kommen: der ehrliche Steuerzahler ist der Dumme?. Naiv ist, wer sein Auskommen mit realer werteschaffender Arbeit bestreitet? Egal, Ihre Aussage in der Eigenschaft als Bundeskanzlerin war überflüssig und empörend!

Mit freundlichen Grüßen

Hans und Ute Reinfrank

PS: Im Übrigen wurde unsere SteuerVZ für I. 2014 schon letzte Woche abgebucht.

Achtung! Es sind Fahrraddiebe in Wachenheim unterwegs. Bei Nachbarn im Höhnhausen wurde direkt vor der Haustür ein abgeschlossenes Rad geklaut, das Schloss lag durchgezwickt noch da. Da scheinen also Profis mit Handwerkszeug unterwegs zu sein.

Glücklicherweise haben wir in Wachenheim nur mit relativ kleinen Problemen zu kämpfen. Kein Despot versucht sich Teile unseres Orts einzuverleiben, kein Linienbus verschwindet spurlos vom Radar, es regnet zwar nicht oft, aber Trinkwasser für den Rasen scheint im Überfluss aus dem Hahn zu kommen. Ein Grund, sich tiefgreifend aufzuregen, ist in der Kommunalpolitik schwer auszumachen. Doch das hält in unserem Ort kaum jemanden in der Politik davon ab, es dennoch zu tun.

In einigen Wochen sind wir zur Wahl des Bürgermeisters und des neuen Stadtrats aufgerufen. Noch ist nicht klar, ob Torsten Bechtel einen Gegenkandidaten bekommen wird – die FWG macht es noch spannend.

Wie dem auch sei, vielleicht gelingt uns uns hier in unserem kleinen Blog, den Wahlkampf zu begleiten. Früher oder später werden sie ja wieder auftauchen, die Broschüren der politischen Gruppen. In der Vergangenheit waren einige dieser Pamphlete Garanten für eigenwillige Interpretationen der Realität, die allerdings als einzig wahre Deutung der Wirklichkeit verkauft wurden.

Ein Dauerthema auch im Blog war ja das Pfortenstück. Die Pläne für dieses zentrale Grundstück Wachenheims haben die politische Landschaft des Orts komplett umgepflügt. Die FWG hat mit ihrem Vorhaben eines Supermarkts und großer Wohnhäuser dort Bürgermeisteramt und Mehrheit im Stadtrat verloren.
Große Pläne, dort nach einem Ideenwettbewerb ein Hotel zu etablieren, scheiterten. Die traurige Wahrheit ist wohl, dass für so ein Vorhaben kein Investor zu finden war.

Vielleicht machen die Vorhaben der Spielleitplanung oder der Altstadtsanierung Wachenheim attraktiver. Hier engagieren sich viele Wachenheimer. Noch mehr nehmen diese Aktivitäten jedoch gar nicht war und sehen kaum oder gar keine Entwicklung in Wachenheim. Wir dürfen also gespannt sein, wie die Parteien und Vereine uns demnächst ihre Arbeit kommunizieren. Angenehm wäre es, würden sie sich dabei tatsächlich auf ihre Vorhaben beschränken. Wir können aber davon ausgehen, dass es nicht so kommt. Kommentare sind wie immer willkommen.

Am Samstag, den 29.03.14, sammeln die Pfadfinder ab 8:00 Uhr morgens wieder mal Altpapier in Wachenheim und Forst.

Bitte dieses gebündelt oder in Kartons auf die Straße stellen, es wird dort im Laufe des Tages abgeholt.

Hierzu ein paar Fun-Facts:

1. Die Pfadfinder sammeln Altpapier, um dieses an eine Firma weiterzuverkaufen. Dadurch verdienen sie ihr Geld.

2. Die Pfadfinder sammeln am Anfang des Jahres auch Weihnachtsbäume ein und nehmen dafür gerne Spenden entgegen.

3. Bei der Weihnachtsbaumsammlung geben die Pfadfinder mehr Geld für die Verpflegung der Helfer und das Benzin des Traktors auf, als sie durch die Spenden an diesem Tag einnehmen.

4. Das Neubaugebiet (alles um Höhnhausen/Backhauswiesen) ist der Stadtteil, der die meisten Weihnachtsbäume zur Abholung raus stellt, hingegen aber bei Altpapiersammlungen am wenigsten Papier auf den Straßen hat.

Ok, so „fun“ waren die Facts jetzt nicht. Ich will damit sagen, dass ich mich sehr freuen würde, wenn all die Menschen, die bei der Weihnachtsbaumsammlung die Pfadfinder in Anspruch nehmen, gerne auch uns bei der Altpapiersammlung unterstützen können. Der Rest natürlich auch. 🙂

Sollten Sie mehr über die Pfadfinder wissen wollen oder ein Kind haben, das an der Pfadfinderei interessiert ist, sprechen Sie uns ruhig an. Nach den Osterferien wollen wir nämlich wieder eine Gruppe für 7-jährige eröffnen.