„Der Berg kreißte und gebar eine Maus“. Warum einen Blogbeitrag nicht auch mal mit freier Assoziation beginnen. Edith Mahler tritt bei den kommunalen Wahlen im Mai gegen Torsten Bechtel an. Parteilos, aber wohl von der FWG unterstützt.

Etwas ketzerisch könnte man vielleicht auch fragen: Tritt also doch Arnold Nagel in Person von Frau Mahler an? Warum ist das nur etwas ketzerisch (wenn man mal vom fehlenen theologischen Kontext absieht)? Als ich die ersten Wachenheimer Stadtratssitzungen vor rund acht Jahren besuchte, köchelte der Pfortenstück-Konflikt langsam hoch. Etwas überrascht nahm der damalige Bürgermeister allmählich zur Kenntnis, dass sein Supermarktplan nicht auf allzu viel Gegenliebe traf. Außerhalb des Stadtrats sogar noch deutlich weniger. Damals saßen rechts und links vom Bürgermeister Frau Mahler und Herr Häfner. Die beiden stimmten grundsätzlich der Meinung von Bürgermeister Nagel zu. Bei Abstimmungen votierte Frau Mahler bei den Sitzungen, die ich verfolgte, meiner Erinnerung nach immer mit der FWG und gegen die CDU. Dann klärte mich jemand auf, dass Häfner und Mahler nicht die persönlichen Assistenten des Bürgermeisters waren, sondern als Beisitzer für SPD und CDU im Rat sitzen.

Während Der SPD-Mann in seiner Partei, die vor Ort scheinbar eine Linie verloren hat, vor allem im Verbandsgemeinderat Genossen von der Weisheit Arnold Nagels überzeugen konnte, hatte die rhetorisch bisher wenig in Erscheinung getretene Edith Mahler mit solcher Missionierung in der CDU weniger Erfolg und war schnell innerparteilich isoliert. Der Austritt aus der CDU war eine Frage der Zeit.

Ich erinnere mich an eine Diskussion mit Frau Mahler zum Thema Supermarkt im Pfortenstück. Zu diversen Frage aus den Bereichen Verkehrsbelastung der Weinstraße, Sicherheit des Schulwegs, Flächenversiegelung, unangepasste Bebauung (es waren 11,50 m hohe Häuser mit bis zu sechs Wohnungen geplant) hörte ich von Frau Mahler immer die gleiche Nicht-Antwort: Glauben Sie mir, es ist besser so. Bleibt ihr Wahlkampf so inhaltsleer und darauf beschränkt, die Positionen der FWG als „besser so“ zu untermauern, droht ihr bei den Wahlen eine recht klare Niederlage. Aber vielleicht zeigt sie ja schon bald eigenständiges Profil? Wir harren der Inhalte.

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