Heute ist der internationale Tag der Pressefreiheit. Hierzulande steht es relativ gut um die unabhängige Presse. Auch, wenn mehr und mehr Menschen auf Montagsdemonstrationen dies bezweifeln. Wer sich auf einer Weltkarte einen Überblick verschaffen möchte, wie es in anderen Ländern um die freie Berichterstattung steht, kann dies hier tun.

In Deutschland werden unliebsame Journalisten oder Blogger nicht von den zuständigen Oberen weggesperrt oder bedroht. Eher werden herausragende Kollegen überregionaler Medien eingeladen, in Think Tanks an der Erarbeitung politischer Strategien mitzuarbeiten. Deren Berichterstattung über diese Strategien fällt dann erheblich differenzierter aus als ohne die Mitarbeit – und für differenzierte, lange Berichterstattung gibt es dann nur noch ein so kleines Publikum, dass es zum Beispiel einer großen Koalition schon wieder egal sein kann.

Natürlich gibt es sie, die Versuche, Journalisten und Blogger einzuschüchtern. Auch bei uns. Etwa, wenn Menschen, die am politischen Geschehen teilnehmen, öffentlich Äußerungen treffen, die sie hinterher so nicht getroffen haben wollen. Dann kommt es vor, dass Berichterstattern mit juristischen Konsequenzen gedroht wird, falls sie nicht umgehend vermeintlich falsch Wiedergegebenes berichtigen.

Wohl dem Berichterstatter, der dann auf Anhieb reichlich Ohrenzeugen der fraglichen Aussage findet, die bereit sind, zu bestätigen, dass jene Aussage so wie veröffentlicht getätigt wurde.

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