Während in der Turnhalle schon die Urnen-Wahlergebnisse weitergegeben und die Lichter gelöscht sind, herrscht in der Stadthalle noch reger Betrieb. Beim Auszählen der Briefwahl-Ergebnisse geht es langsamer voran als gedacht.
Zwar sind alle Wahlzettel geordnet, gezählt und kontrolliert, und alle Teams sitzen vor den Computern beim Eingeben. Doch dieses Eingeben ist eine mühsame Angelegenheit. Bei Stadtrat, Verbandsgemeinderat und Kreistag haben die Briefwähler besonders regen Gebrauch gemacht von den Möglichkeiten des Panaschierens und Kumulierens. Und 20 oder 28 Kreuze bei maximal ebenso vielen Namen dauern beim Eingeben deutlich länger als ein Kreuz bei einer Partei oder Liste.
Und es stellt die Konzentrationsfähigkeit der Wahlhelfer ganz schön auf die Probe. Irgendwann tanzen einem die Kreuze und der Bildschirm vor den Augen. Da tut Ablösung gut, doch so viele „Ersatzspieler“ gibt es nicht in der Stadthalle. Ich habe mich bei Wahlleiter Burkhard Orth angeboten und wurde auch freudig begrüßt. Nur leider erwähnte er bei der kurzen Einführung das Verschwiegenheitsgebot, und da musste ich passen, sonst könnte ich ja nicht mehr bloggen.
Für Wachtenblog-Leser sollte die Einschränkung aber kein Problem sein. Vielleicht mag ja noch jemand zum Helfen kommen. Es dauert bestimmt bis weit nach Mitternacht.

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