Ich habe schon viele Weinfeste als Wachremer in Wachrem erlebt, heuer ist es das 25.

Keine Ahnung ob es daran liegt, dass es vorerst mein letztes als Wachremer ist, oder der Tatsache geschuldet, dass meine beiden Schwestern zum ersten mal zu Besuch auf dem Weinfest waren; gestern Abend lag irgendwie ein besonderer Zauber in der Luft.

Nach einem kleinen Warm up mit ein paar „Aperol Spritz“ auf der Terrasse, spazierten wir durch den Stadtpark zum Festplatz. Er war schon gut gefüllt, die Atmosphäre léger und die Weicheier (Softeggs) waren schon in bester Spiellaune.

Bei Steakbrötchen und kühler Schorler dauerte es nicht lange um in eine richtig groovy Stimmung zu kommen. Eine ganz klasse Band und wirkliche Bereicherung für das Weinfest; weit weg vom Mainstream der anonymen Lewwerworschtrülpserei, die einem nur noch auf den Geist geht, wenn ich das für mich mal so formulieren darf.

Irgendwann wurde es dann aber doch trotz bester Stimmung (subjektiv) zu laut und Zeit zu schlendern. So zog es uns dann über den Marktplatz zu den Pfadies. Ein bisschen Glück gehört natürlich dazu, mit fünf Leuten um 21.30 Uhr noch einen gemütlichen Sitzplatz zu finden, wir hatten es.

Die Gruppe „Lescheer“ zeigte eindrucksvoll, warum sie den Namen zurecht so gewählt hat. Richtig gutes musikalisches Spektrum, gepaart mit der beeindruckenden Stimme der Frontfrau und dies bei einer Lautstärke, die entspannte Kommunikation zulässt. Perfekt.

Neben viel Spaß mit meiner Familie, hatte ich Gelegenheit neben herzlichem Weinfest-Smalltalk, der unbedingtes muss bei einem Weinfest ist, auch sehr anregende Gespräche mit den „Wachtenbloggern“ Cordelia, Achim, Frank und Max zu führen. Auch mit Thorsten Bechtel stand ich sicher zwei Schorle zusammen. Kompliment an die Pfadies für diese Insel der Entspanntheit, die sie mit ihrem Konzept dort bieten; ein echtes Highlight.

Der schönste Abend geht irgendwann langsam zu Ende und der Marsch Richtung Heimat steht an. Über den Marktplatz, immer noch gut gefüllt, ist es Tradition (für mich) noch einen Absacker beim Manze Kalle zu nehmen. Was wir dort antrafen ist wirklich nur in diesem ganz besonderen Hof denkbar. Gemütlich anmutende Kerzenbeleuchtung, tanzende und singende Menschen und „Pete Stone Project“ spielte zum Abschluss einen der besten Cover-Songs die ich seit langem gehört habe. Mr. Spock würde sagen: „faszinierend“.

Der Anbschluss auf der heimischen Terrasse, bis in den frühen Sonnenaufgang, gehört traditionell Rory Gallagher’s Million Miles away und einem gepflegten selbstgebrauten IPA.

Hallelujah

 

 

 

 

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