Januar 2015


Herr Kittelberger ist gestorben.

Ein engagierter Mensch ist völlig plötzlich und unerwartet zu einem Zeitpunkt aus dem Leben geschieden, der für das Ende noch nicht vorgesehen war. Das ist nicht zu verstehen und rational auch schwer zu fassen.

Persönlich kannte ich Herrn Kittelberger nicht sehr, wir hatten einige Berührungspunkte, als ich und meine Kinder in der Situation waren, in der sich seine Familie jetzt befindet. Dort habe ich ihn als vermittelnden auf Konsens bedachten Menschen kennengelernt. Ein weiteres Urteil auf die Person Kittelberger maßt mir nicht an.

Der politische Mensch Kittelberger war ein Profi durch und durch. Ein Profi, der wusste wie die Politik auch und insbesondere im Kleinen funktioniert. Ohne Professionalität kommt man nicht zu diesem Erfolg, zu dem er zu Lebzeiten kam.

Wie jeder politisch agierende Mensch vertrat er seine Meinungen in der Öffentlichkeit, von der er gewählt war. Diese Meinungen werden in einer pluralistischen Gesellschaft, das ist das Wesen dieser, diskutiert befürwortet, abgelehnt etc..

Da es auch andere politisch engagierte Menschen gibt, gibt es durchaus pluralistisch, andere politische Ideen und Meinungen von Menschen, die sich ebenfalls der öffentlichen Diskussion stellen wollen und müssen.

Es gibt auch Zeiten, in denen werden der Ton und die Argumente rauher, wie z.B. im Wahlkampf, bei Parteitagen, Demonstrationen und sonstigen demokratischen Instrumentarien und Werten, die von der Verfassung geschützt sind.

Der Kitt, der dieses System zusammenhält ist der Respekt. Der Respekt vor der Person, die hinter diesen demokratischen Meinungen und Ideen steht. Der Respekt vor unserer Demokratie. Der Respekt vor dem Andersdenkenden und vor dem Andersseienden.

Wenn Menschen jetzt dazu übergehen, den Tod eines engagierten demokratischen Mitbürgers zu instrumentalisieren, begeben sie sich auf eine Ebene mit Menschen, die dies in einer noch viel weitergehenden und radikaleren Form tun. Dies ist der gleiche Mechanismus, den eine Pegida, eine IS oder sonst auch wer benutzt. Das ist der Nährboden für Hass.

Respektieren wir das Andenken und das politische Vermächtnis eines Menschen, der sich eingelassen und eingebracht hat. Und vor allem,

respektieren wir seine Familie und Ihre Trauer!!!

Im Namen der Wachenheimer Pfadfinder möchte ich mich herzlich für die zahlreichen Spenden bei der Tannenbaumsammlung bedanken!

Mittlerweile wird das Angebot so rege genutzt, dass wir uns für das nächste Jahr wohl Gedanken um einen zweiten Traktor + Rolle machen müssen. 🙂

Die Vorbereitungen für das Doppeljubiläumsjahr Wachenheims 2016 nehmen Gestalt an.

Es gibt eine neue Homepage, http://www.2016wachenheim-erleben.de unter der die Bürger alle relevanten Informationen zum Stand der Organisation einsehen können.

Ebenso besteht die Möglichkeit unter den dort angegebenen E-Mail Adressen sich aktiv selbst zu beteiligen und die jeweiligen Mitglieder des ORGA-Komitees anzusprechen.

Die erste grosse Bitte zur Mithilfe richtet sich an die gesamte Bürgerschaft der Stadt Wachenheim und natürlich auch an alle Interessierten aus allen Winkeln der Republik und auch ausserhalb dieser!

Wachenheim 2016 braucht einen Slogan!

Das Organisationskomitee bittet daher alle Bürger um kreative Unterstützung! Senden Sie ihre Vorschläge an folgende E-Mail:

kontakt@2016wachenheim-erleben.de

Es werden alle Einsendungen gesichtet und der treffendste wird zum Slogan des Jahres 2016 werden!

Das Komitee hofft auf eine rege Beteiligung und eine hohe Mund-zu-Mund-Propaganda. Reden Sie darüber, animieren Sie Freunde bei einem Glas Riesling die kreativen Funken sprühen zu lassen!

Das Orga-Team ist sehr gespannt, was an kreativen Ideen einschlagen wird. Ich glaube mich soweit aus dem Fenster lehnen zu dürfen, dass dem ‚Gewinner‘ ein schöner Wachenheimer Preis zuteil werden wird!

Vergangene Nacht ist Udo Kittelberger gestorben. Diese Nachricht macht mich traurig. Mein herzliches Beileid an seine Angehörigen.

Als wir ihm am Wahlabend der VG Bürgermeisterwahl gratuliert haben, hat er uns Wachtenblogger, eigentlich aber Cordelia, zu einem Gespräch eingeladen. Dieses Gespräch wird es nun leider nicht mehr geben.

Die Weihnachtszeit ist fast vorbei, die Bürgermeisterwahl der Verbandsgemeinde ist Geschichte und das Leben geht wieder seinen beschaulichen oder auch nicht so beschaulichen Gang. Die Tage werden länger. Der schöne Alltag hat uns alle wieder.

Nun ist Wachenheim Mitglied einer Verbandsgemeinde. Zusammen mit Friedelsheim, Ellerstadt und Gönnheim. Die Reihenfolge der Aufzählung geschah willkürlich, Wachenheim wurde als erste Stadt genannt, da ich als Wachenheimer aus Wachenheimer Sicht schreibe. Diese Verbandsgemeinde hat gewählt. Einen gemeinsamen Bürgermeister und Leiter der gemeinsamen Verwaltung.

Die Wahl ist eindeutig zu Gunsten von Herrn Kittelberger ausgefallen, zu dessen Sieg ich ihm aufrichtig gratuliere. Was mir während des Wahlkampfes besonders auffiel, war der Eindruck, daß der Wahlkampf oftmals als Lagerwahlkampf dargestellt und wahrgenommen wurde. Lagerwahlkampf nicht im Sinne der politischen Lager, na ja vielleicht doch ein bisschen, aber vorwiegend wurden die Ortschaften gegenseitig ins Feld geführt, als wäre irgendwo eine unsichtbare Demarkationslinie gezogen und wir wollten uns gegenseitig die Wingert klauen.

Diese persönliche Wahrnehmung der Situation zwischen ‚den‘ Gemeinden brachte mich zum Grübeln, was denn so an Gemeinsamkeiten vorhanden sei, bzw. welche Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden könnten. Oder welche Unterschiede gibt es. Vielleicht der einfachere Anfang.

Die Einwohnerzahl, Supermärkte pro Kopf, Köpfe pro Supermarkt, gereinigtes Wasservolumen pro Kläranlage, Höhenlage, Anzahl der Männer und Frauen pro Dorf, Kinder pro Kopf. Die Statistik ist bekanntlicher Weise eine Hure und die Mathematik ihr Freier.
Insofern erachte ich diese Kennzahlen als sinnlos und wenig aussagekräftig. Und es hat mich bei meinem Grübeln nicht weiter gebracht.

Als Pfälzer kamen mir dann relativ schnell die Weinfeste in den Sinn! DIE Weinfeste. Wachenheim hat eins, Gönnheim hat eins, Friedelsheim hat eins und Ellerstadt logischerweise auch. Wir haben aber auch alle exquisiten Wein. Selbst beim feiern fällt es mir schwer eine, blöder Anglizismus, Corporate Identity zu finden.

Streiten, diskutieren(dischbidiere) können wir alle und gut! Das tun wir auch regelmässig, wie o.g., zu Wahlen, über Supermärkte, Strassen, Kosten, Verteilerschlüssel etc.etc.
Aber da haben wir ja auch einen Platz dafür, an dem man sich regelmässig treffen und streiten kann. Den Verbandsgemeinderat. Eben mit Herrn Kittelberger als Bürgermeister. Der Rat ist wichtig für ein Miteinander, einen Konsens, damit wir Bürger alle eine gemeinsame Basis haben, bzw. diese von unseren gewählten Vertretern für uns geschaffen wird.

Warum haben wir eigentlich dann kein Verbandsgemeinde-Fest? Bei dem wir alle zusammen ab der alltäglichen Diskussion die Weinseligkeit oder sonstige Dinge austauschen. Es gibt sogar schon einen kleinen Bruder davon. Das VG-Fussballturnier. Das könnte man doch mal als Basis für etwas grösseren nehmen. Es gibt ja nicht nur Fussball oder Sport. Es gibt Musik, Theater und viele andere kulturelle Dinge mehr.

Kann man die nicht zusammenfassen oder ausbauen?

Klar, ist ein grosser Klopper, aber eine Olympiade beschreibt ja auch einen Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen, da man einige Zeit braucht diese ganze Arie zu organisieren.

Der Gedanke, der sich bei mir gegründet hat ist also ein Verbandsgemeindefest mit allem Zipp und Zapp. Alle 4 Jahre grosses gemeinsames Theater, wie bei den Wahlen. Fast wie bei den alten Griechen und ihren Polis. Wenn so etwas mal zu Stande käme, fühlte ich mich gleich wie bei den Galliern, am Schluss sitzt man immer zusammen und feiert, Franzosen eben. Die feiern schon und wir streiten noch!

Und wenn es nur einmal klappen könnte, nur einmal. Bevor wir alle Deidesheimer werden. Nur um denen zu zeigen wo der Bartel de Moscht holt.

Uups. jetzt fange ich ja schon wieder …

Die Stadt Wachenheim setzt in der Diskussion um eine angemessene Flüchtlingspolitik, bzw. einen humanen und humanitären Umgang mit den Hilfsbedürftigsten unter uns ein Zeichen.

Die alte Winzergenossenschaft mitten im Ortskern, die seit Jahrzehnten einen Dornröschenschlaf hält und für die zudem kein Investor zu finden ist, bekommt temporär einen neuen Sinn und Zweck.

Das Gebäude, in dem bis zu 50 Personen wohnen können, es gibt inclusive der ehemaligen Schlecker-Räume, 8 Zimmer und zwei Bäder, wird eine neue Heimstatt für 30 Jugendliche aus dem Nahen Osten. Insbesondere junge Menschen aus Syrien, Irak und dem Libanon werden von Wachenheim aufgenommen, bis Sie wieder in Ihre Heimat zurückkehren können. Der Vertrag mit AI, die verantwortliche internationale Organisation für diese Humanitäraktion, läuft über drei Jahre und besagt, dass eben wie oben erwähnt, bis zu 50 Menschen in Not in der Stadt aufgenommen werden können.

Da die Installationen wie Warmwasser und Strom nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen, wird AI einen Fond zur Finanzierung der notwendigen Sanierungsmassnahmen auflegen, der das finanzielle Risiko der Stadt abdeckt. Ebenso wird für die jungen Muslime ein angemessener Andachtsraum geschaffen, der auch ein Ort der Begegnung mit den Wachenheimer Jugendlichen sein soll.

Gerade in diesen so bewegten Tagen ist dies ein Zeichen. Ein Zeichen der Humanität und christlichen Nächstenliebe.

In den nächsten Tagen haben sich diverse Köpfe aus der Bundespolitik in Wachenheim angekündigt, um sich von dem Konzept persönlich zu überzeugen. Ein Konzept das frei von religiösen und kulturellen Vorurteilen ist und den Mensch in den Mittelpunkt des Handels stellt, wie es in einem aufgeklärten laizistischen Staat sein sollte. So wurde es zumindest von Herrn Bundespräsident Gauck, Pfarrer, und Frau Bundeskanzlerin Merkel, Pastorentochter und führender Kopf in der Christlichen Demokratischen Union , in Ihrer Lobesrede dargestellt.

Die verantwortlichen Wachenheimer Lokalpolitiker planen für den 16.02.2015 eine Informationsveranstaltung, bei der die Bürger der Gemeinde Gelegenheit haben werden, sich detailliert aufklären zu lassen.

Näheres folgt im kommenden Amtsblatt.

Nach den Wahlen erschien gestern im Ratssaal gegen sieben Uhr 57,33 % als vorläufiges Endergebnis für Udo Kittelberger. Dann sprangen die Zahlen um und es waren plötzlich 60,26 %. Auf Nachfrage sagte die Büroleiterin Frau Kaiser, es habe beim Aufaddieren einen Fehler gegeben. Nun scheint es so, als sei doch das erste Ergebnis das richtige gewesen. Wir hoffen, dass dies nicht charakteristisch für die Professionalität unserer  Verwaltung ist, die bereits ein Kommentar erwähnt hat…

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