Die Stadt Wachenheim setzt in der Diskussion um eine angemessene Flüchtlingspolitik, bzw. einen humanen und humanitären Umgang mit den Hilfsbedürftigsten unter uns ein Zeichen.

Die alte Winzergenossenschaft mitten im Ortskern, die seit Jahrzehnten einen Dornröschenschlaf hält und für die zudem kein Investor zu finden ist, bekommt temporär einen neuen Sinn und Zweck.

Das Gebäude, in dem bis zu 50 Personen wohnen können, es gibt inclusive der ehemaligen Schlecker-Räume, 8 Zimmer und zwei Bäder, wird eine neue Heimstatt für 30 Jugendliche aus dem Nahen Osten. Insbesondere junge Menschen aus Syrien, Irak und dem Libanon werden von Wachenheim aufgenommen, bis Sie wieder in Ihre Heimat zurückkehren können. Der Vertrag mit AI, die verantwortliche internationale Organisation für diese Humanitäraktion, läuft über drei Jahre und besagt, dass eben wie oben erwähnt, bis zu 50 Menschen in Not in der Stadt aufgenommen werden können.

Da die Installationen wie Warmwasser und Strom nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen, wird AI einen Fond zur Finanzierung der notwendigen Sanierungsmassnahmen auflegen, der das finanzielle Risiko der Stadt abdeckt. Ebenso wird für die jungen Muslime ein angemessener Andachtsraum geschaffen, der auch ein Ort der Begegnung mit den Wachenheimer Jugendlichen sein soll.

Gerade in diesen so bewegten Tagen ist dies ein Zeichen. Ein Zeichen der Humanität und christlichen Nächstenliebe.

In den nächsten Tagen haben sich diverse Köpfe aus der Bundespolitik in Wachenheim angekündigt, um sich von dem Konzept persönlich zu überzeugen. Ein Konzept das frei von religiösen und kulturellen Vorurteilen ist und den Mensch in den Mittelpunkt des Handels stellt, wie es in einem aufgeklärten laizistischen Staat sein sollte. So wurde es zumindest von Herrn Bundespräsident Gauck, Pfarrer, und Frau Bundeskanzlerin Merkel, Pastorentochter und führender Kopf in der Christlichen Demokratischen Union , in Ihrer Lobesrede dargestellt.

Die verantwortlichen Wachenheimer Lokalpolitiker planen für den 16.02.2015 eine Informationsveranstaltung, bei der die Bürger der Gemeinde Gelegenheit haben werden, sich detailliert aufklären zu lassen.

Näheres folgt im kommenden Amtsblatt.

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