Heute morgen habe ich mal wieder Einsicht in die ultimative Weisheit von Landesämtern und deren Verwaltungsexperten bekommen. Die an sich einfache Frage, welche Lehrerinnen die zukünftigen dritten Klassen unserer Grundschule unterrichten sollen, ist komplizierter als gedacht geworden. Alle diesmal etwas komplexeren Überlegungen (ein Lehramtsanwärter und seine Mentorinnen sollten sinnvoll eingeteilt werden) wurden komplett über den Haufen geworfen – das Landesamt forderte eine der beiden Lehrerinnen als „Feuerwehrlehrerin“ für eine andere Schulen an. Der Hintergrund: Wer an einer Grundschule in Rheinlandpfalz eine Planstelle bekommt, muss unterschreiben, innerhalb der ersten fünf Jahre als „Feuerwehr“ abrufbar zu sein. Die Stelle bleibt dabei aber organisatorisch an der Schule. Diese Stellen sind an bestimmte Schulen gebunden, Wachenheim ist eine davon. Schon im vergangenen Jahr forderte das Landesamt die Lehrerin aus Wachenheim an, da sie aber gerade eine Klassenleitung übernommen hatte, konnte das Ganze fachlich begründet abgewendet werden. Jetzt geht das nicht mehr. Die Lehrerin ist wieder angefordert worden und muss fürs erste an einer anderen Grundschule aushelfen. Soweit so gut. ABER…um diese Lehrerin zu ersetzen, musste jetzt unsere Grundschule eine andere Lehrerkraft anfordern, die als Feuerwehr aushilft. Jegliche Logik scheint außer Kraft zu sein, wenn Verwaltungsfachkräfte walten (ja, ich erinnere mich noch an den Wahlkampf in der VG, als SPD und FWG eben solche Verwaltungsexpertise als unabdingbar für die Leitung einer Behörde hielten – na danke). Und natürlich können die Schulen vor Ort nichts machen. Schon gar nicht vorschlagen, dass die neue Kraft gleich an die Schule „in Not“ geht und die Wachenheimer Lehrerin hier bleibt. Ein schöner Verwaltungsakt, direkt aus Schilda importiert. Gut nur, dass es erst mal nicht zu Lasten der Kinder geht. Die bekommen zur dritten Klasse ein neue Lehrerin.

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