Januar 2016


Ein Wagnis war es schon: Weil der Verein nicht mit den Pächtern der Wachenheimer Stadthalle einig wurde, verlegte der FC Bächel seine diesjährigen Veranstaltungen nach Gönnheim, in die Festhalle des TV Frohsinn. Die bange Frage vor Beginn der heutigen Kinderfastnacht: Würden auch die Wachenheimer Eltern mit Ihrem Nachwuchs den Weg in den übernächsten Ort finden?

Sie fanden ihn, und es hat sich gelohnt. Die Karnevalsabteilung des FC Bächel setzte ihr Motto „Kinder in den Vordergrund“ wieder mit einer sehr gelungenen Veranstaltung um. Die jungen Fastnachtsfans konnten sieben verschiedene Gruppen beim karnevalistischen Tanz erleben. Zwischendurch hatten die Prinzessinnen und Cowboys, Pipi Langstrumpfs und Polizisten viel Zeit, selbst zu Stimmungsmusik zu hopsen. Besonders laut wurde es immer, wenn Sitzungspräsidentin Petra Heberlein und andere Aktive mit Körben auf die Bühne traten und die „Helau“-Rufe der Gäste mit Bonbonregen belohnten.

Mir hat ja schon die erste Kinderfastnacht des FC Bächel sehr gut gefallen. Dieses Jahr bin ich noch ein Stück mehr beeindruckt von dem Engagement der Aktiven. Die Bühne hatten sie passend zum Wildwest-Motto der Session in einen Saloon verwandelt. Alle Garden – von den Minis bis zur Ü15 – zeigten tolle Auftritte. Besonders begeistert hat mich das junge Tanzpaar. Lewin (10) habe ich ja das erste Mal 2013 gesehen. Seit knapp einem Jahr tanzt er mit Melina (8), und ich habe echt gestaunt über die Harmonie und den Spaß, der bei ihrem Auftritt rüberkam. Mit der Begeisterung bin ich nicht allein: Sie sind amtierende Vize-Pfalz-Meister und haben sich die Qualifikation zu den Süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart ertanzt. Dort starten sie am 20. Februar – ich werde ihnen die Daumen drücken.

Der Gönnheimer Turnverein „Frohsinn“ unterstützte die Bächel-Fastnacht nicht nur als Gastgeber – zum Beispiel durch sehr netten Service und faire Getränkepreise – sondern verstärkte auch das Männerballett der Wachenheimer. Als Cowboys und Salontänzerinnen rockten sie die Bühne. Die Zuschauer verlangten begeistern nach einem Encore – mussten jedoch verzichten.  „Die Zugabe ist nicht ganz jugendfrei“ erklärte Petra Heberlein. Sie wurde am Vorabend bei der Prunksitzung den Erwachsenen gezeigt.

Zum gr0ßen Finale kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne. Tänzer und Tänzerinnen, Trainerinnen, Confroncier und Präsidentin – da konnte man sehen, wie viele engagierte Menschen hinter so einem schönen Nachmittag stecken.

Chapeau, Danke und auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

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Da breche ich den Bann für dieses Jahr, und über was schreibe ich? Über Giardien. Darmparasiten, die im Wesentlichen junge Hunde und Katzen befallen und über deren Darmentsorgung auch verbreitet werden. Das sicherste Anzeichen für einen Befall ist Durchfall. Und bevor Verschwörungstheoretiker, von denen es in den sozialen Medien zunehmend wimmelt, hier eine Falschmeldung wittern (warum auch immer?): Mein kleines Hundchen hat sich die Dinger gefangen. Dazu reicht es, an einem Haufen mit Giardien zu schnuppern. So ein Durchfall tritt dann aber nicht ständig auf, sondern nur alle paar Wochen und dann nur einen Tag, jedenfalls bei Angua.

Per Stuhlprobe diagnostiziert ist das Problem leicht behandelbar, muss aber nach der Behandlung wieder per Mehrtagesstuhlprobe überprüft werden.

Warum schreibe ich darüber auf dem Blog? Zum einen, weil Giardien auch auf Menschen übertragen werden können, was bei Kontakt zum Haustier, das sich ja nicht nur an den Pfoten leckt, im Handablecken passieren kann. Wer also Haustiere hat, die zu gelegentlichem Durchfall neigen und selber auch ab und an einen hindernisfreien Weg zum gefliesten Raum schätzt, könnte über eine Stuhlprobe nachdenken. Zum anderen sollten mehr Hundehalter diese roten Tütchen benutzen und die Haufen hinter ihren Hunden aufsammeln. Was ich zur Zeit gut erreichbar liegen lassen würde, könnte andere Hunde anstecken. Anders herum hat meine Fellnase die Erreger auf dem Weg bekommen. Daher der Appell an uns Hundebesitzer: Einsammeln, wenn es nicht unzugänglich ist. An uns, wohlgemerkt.