Da breche ich den Bann für dieses Jahr, und über was schreibe ich? Über Giardien. Darmparasiten, die im Wesentlichen junge Hunde und Katzen befallen und über deren Darmentsorgung auch verbreitet werden. Das sicherste Anzeichen für einen Befall ist Durchfall. Und bevor Verschwörungstheoretiker, von denen es in den sozialen Medien zunehmend wimmelt, hier eine Falschmeldung wittern (warum auch immer?): Mein kleines Hundchen hat sich die Dinger gefangen. Dazu reicht es, an einem Haufen mit Giardien zu schnuppern. So ein Durchfall tritt dann aber nicht ständig auf, sondern nur alle paar Wochen und dann nur einen Tag, jedenfalls bei Angua.

Per Stuhlprobe diagnostiziert ist das Problem leicht behandelbar, muss aber nach der Behandlung wieder per Mehrtagesstuhlprobe überprüft werden.

Warum schreibe ich darüber auf dem Blog? Zum einen, weil Giardien auch auf Menschen übertragen werden können, was bei Kontakt zum Haustier, das sich ja nicht nur an den Pfoten leckt, im Handablecken passieren kann. Wer also Haustiere hat, die zu gelegentlichem Durchfall neigen und selber auch ab und an einen hindernisfreien Weg zum gefliesten Raum schätzt, könnte über eine Stuhlprobe nachdenken. Zum anderen sollten mehr Hundehalter diese roten Tütchen benutzen und die Haufen hinter ihren Hunden aufsammeln. Was ich zur Zeit gut erreichbar liegen lassen würde, könnte andere Hunde anstecken. Anders herum hat meine Fellnase die Erreger auf dem Weg bekommen. Daher der Appell an uns Hundebesitzer: Einsammeln, wenn es nicht unzugänglich ist. An uns, wohlgemerkt.

Advertisements