August 2017


Oft wird unser schönes Wachenheim mit dem ebenfalls, für mich persönlich nicht gänzlich, aber trotzdem schönen Deidesheim verglichen. Mir kommt dabei, wie in vorigen Artikeln erwähnt, der Vergleich Dubai – Abu Dhabi in den Sinn. Dubai glitzert und glamourt, Abu Dhabi ist finanziell solide und hat verdeckte Schönheiten. Wobei Dubai Deidesheim symbolisiert, das nur zur Sicherheit erklärt.

Seit neuestem gibt es jedoch ein realisiertes Projekt, bei der ich Deidesheim Tribut zollen muss, nicht mit einem Ziegenbock, das tun schon andere.

Nein, ich zolle Deidesheim wegen der hervorragenden Jugendpolitik Tribut.

In Wachenheim gibt es seit 1991 den Jugendtreff ‚De Saftlade‘ mit guter Ausstattung und sehr guten Mitarbeitern. Seit mehr als 25 Jahren trifft sich dort ein Teil der Wachenheimer Jugend und macht all die Dinge dort, die die Jugend gerne macht. Spiele, Computer, Musik etc.. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, somit ist alles gut.

Wirklich alles?

Als Mensch, der früher als Betreuer in einer Jugendfreizeitstätte Erfahrungen sammeln durfte, glaube ich, daß Licht, Luft und Bewegung der Entwicklung von jungen Menschen gut tun(gerade heute im Zeitalter der modernen Medien)!

Der Saftlade ist im Keller und hat keinen Außenbereich. Ich habe immer das Gefühl, die Jugendlichen seien aus den Augen der Öffentlichkeit verbannt und können keinen stören.

Deidesheim hat jetzt einen völlig anderen Weg beschritten. Auch der Deidesheimer Treff war ein Kellerloch am äussersten Rand des Dorfes, doch die Gemeinde hat jetzt zum großen Wurf ausgeholt und hat den Treff aus den Randgebieten in Zentrumsnähe gebracht. Im Ensemble mit dem Alla Hopp Spielplatz präsentiert sich eine moderne helle Begegnungsstätte mit allen Indoor- und Outdoormöglichkeiten(Eröffnung am 02.09.2017 mit Grillfest..)

Wo man sich in Wachenheim noch mit der Spielleitplanung beschäftigt, wo in Wachenheim seit vielen Jahren Geld für eine Skaterbahn im Haushalt geparkt und nicht verwendet wird, hat Deidesheim diesmal ohne Großinvestor, wie in anderen Stadtbereichen, die Nase vorn, und hat eine kommunalpolitisch hervorragende Lösung gefunden, die die Jugendlichen der Gemeinde und des Umkreises sicherlich erfreuen wird.

Da aber eben in Wachenheim Planungen laufen, siehe Spielleitplanung, hoffe ich, daß es diesen Planungen nicht so ergeht, wie unserem Lieblingsprojekt dem Supermarkt und die Jugend, vielleicht mit einem großen jugendpolitischen Wachenheimer Wurf dahin gebracht werden kann, wo sie hingehört.

Aus dem Dunkel ans Licht!

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Eines der Markenzeichen Wachenheims ist die für Fussgänger unzumutbare Verkehrsführung an einigen Stellen der Stadt, uncharmanterweise fast das gesamte innerstädtische Stück der Weinstraße. Dies ist immerhin über Jahrzehnte, bzw. In diesem Fall Jahrhunderte gewachsen. Somit ist es nur durch massive städtebauliche und verkehrstechnische Maßnahmen zu ändern, die, so die politischen Strukturen, doch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, sollten sie überhaupt jemals realisiert werden können.

Zu diesen permanenten Ärgernissen und, vor allem anderen, für Fußgänger gefährlichen Stellen, hat sich ganz klammheimlich ein zwar zeitlich begrenztes, aber doch sehr dauerhaftes Problem hinzu gesellt.

In der Bahnhofstrasse wird bekanntlicherweise die Villa Böhm aufwändig renoviert, um Privatwohnungen und Arbeitsplätze in Wachenheim zu schaffen. Anscheinend haben sich die beteiligten ausbauenden Firmen wohl den Berliner Flughafen zum negativen Vorbild genommen und dehnen die Bauzeit ins Unendliche. Das ist Privatsache und Problem des oder der Bauherren.

Was keine Privatsache ist, ist der Umstand, daß es mittlerweile wohl von den Baufirmen als Gewohnheitsrecht angesehen wird, die Bürgesteige beiderseits der Bahnhofstrasse den lieben langen Arbeitstag so zu verparken, daß eine Nutzung der Bürgersteige als ebensolche auf einer unzumutbaren Länge nicht möglich ist. Da die Bahnhofstrasse zudem immer noch eine der Rennstrecken in Wachenheim ist, sowohl für Autos, als auch für sonstige beräderte Fortbewegungsmittel, ist ein Fussgänger bei Benutzung der Bahnhofstrasse gefährdet. Insbesondere für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwägen und große Wandergruppen, wie sie zur Zeit unser schönes Örtchen besuchen, sind Gefahren durch diese unhaltbare Situation ausgesetzt.

Ich habe mir mal die Zeit genommen und dem Treiben zugeschaut. Nur es gab kein Treiben. Die (falsch-)parkenden Autos der Firmen waren fast durchweg abgestellt. Es gab kein Be- und Entladen, sondern nur ein Parken aus Bequemlichkeitsgründen.

Hier wäre ein geeigneter Ort für unsere Ordnungshüter mal ein oder zwei Augen darauf zu werfen, bzw. Für die Verwaltung mit den beteiligten Firmen zu reden und sie auf die Situation hinzuweisen.

Und sollten alle Stricke beim Bau reißen, gibt es noch Herrn Mehdorn. Der hat zur Zeit keinen Job…

In einem Ort wie Mußbach an der Weinstraße, in dem man ein solches Kleinod nicht vermutet, hat sich in den letzten Monaten Claudio’s Eismanufaktur(An der Eselshaut 35) etabliert.

Ein Argentinier, der in Deutschland auf eine Art und Weise und in einer Qualität Eis herstellt, die hier in der Gegend ihres Gleichen sucht.

Alle Zutaten frisch. Alle Eissorten hausgemacht und mit viel Liebe und Leidenschaft zubereitet, die man schmecken kann. Neben den Klassikern wie Vanille oder Schoko, gibt es auch sehr schmackhafte Kreationen wie zum Beispiel Salziges Karamell, Butterkeks und, mein absoluter Favorit für die heissen Sommertage, Mojito, eine sehr spritzig frische Kreation aus Limette und frischer Minze.

Man kann gemütlich sitzen, drinnen wie draussen und die Bedienung ist freundlich und aufmerksam. Zudem gibt es noch frische Crêpes und Waffeln in mannigfaltiger Auswahl und der Kaffee schmeckt auch noch!

Und wer weiss, daß neben dem argentinischen Fleisch auch das Eis Weltruf besitzt, fühlt sich hier als Eis-Aficionado zu 100% aufgehoben.

 

Anlässlich des letzten Wachenheimer Kräutermarktes ist bei einer der Besucherinnen eine Impression entstanden, die sie jetzt in ein sehr schönes und stimmungsvolles Bild umgesetzt hat.

Ich möchte ihnen dieses Werk hier vorstellen und Sie am Genuss der Wachenheimer Sichtweise und Stimmung auf diesem Kunstwerk teilhaben lassen.

Viel Spaß!