Eines der Markenzeichen Wachenheims ist die für Fussgänger unzumutbare Verkehrsführung an einigen Stellen der Stadt, uncharmanterweise fast das gesamte innerstädtische Stück der Weinstraße. Dies ist immerhin über Jahrzehnte, bzw. In diesem Fall Jahrhunderte gewachsen. Somit ist es nur durch massive städtebauliche und verkehrstechnische Maßnahmen zu ändern, die, so die politischen Strukturen, doch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, sollten sie überhaupt jemals realisiert werden können.

Zu diesen permanenten Ärgernissen und, vor allem anderen, für Fußgänger gefährlichen Stellen, hat sich ganz klammheimlich ein zwar zeitlich begrenztes, aber doch sehr dauerhaftes Problem hinzu gesellt.

In der Bahnhofstrasse wird bekanntlicherweise die Villa Böhm aufwändig renoviert, um Privatwohnungen und Arbeitsplätze in Wachenheim zu schaffen. Anscheinend haben sich die beteiligten ausbauenden Firmen wohl den Berliner Flughafen zum negativen Vorbild genommen und dehnen die Bauzeit ins Unendliche. Das ist Privatsache und Problem des oder der Bauherren.

Was keine Privatsache ist, ist der Umstand, daß es mittlerweile wohl von den Baufirmen als Gewohnheitsrecht angesehen wird, die Bürgesteige beiderseits der Bahnhofstrasse den lieben langen Arbeitstag so zu verparken, daß eine Nutzung der Bürgersteige als ebensolche auf einer unzumutbaren Länge nicht möglich ist. Da die Bahnhofstrasse zudem immer noch eine der Rennstrecken in Wachenheim ist, sowohl für Autos, als auch für sonstige beräderte Fortbewegungsmittel, ist ein Fussgänger bei Benutzung der Bahnhofstrasse gefährdet. Insbesondere für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwägen und große Wandergruppen, wie sie zur Zeit unser schönes Örtchen besuchen, sind Gefahren durch diese unhaltbare Situation ausgesetzt.

Ich habe mir mal die Zeit genommen und dem Treiben zugeschaut. Nur es gab kein Treiben. Die (falsch-)parkenden Autos der Firmen waren fast durchweg abgestellt. Es gab kein Be- und Entladen, sondern nur ein Parken aus Bequemlichkeitsgründen.

Hier wäre ein geeigneter Ort für unsere Ordnungshüter mal ein oder zwei Augen darauf zu werfen, bzw. Für die Verwaltung mit den beteiligten Firmen zu reden und sie auf die Situation hinzuweisen.

Und sollten alle Stricke beim Bau reißen, gibt es noch Herrn Mehdorn. Der hat zur Zeit keinen Job…

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