November 2017


Als Hundebesitzer, der seinen 5 Kilo schweren und dackelgroßen Hund , auch selbst nur einigermaßen im Griff hat, gehe ich täglich in den Wingerten zwischen Wachenheim, Forst, Deidesheim und Bad Dürkheim spazieren,

Auf einem dieser Spaziergänge diese Woche, machte ich Bekanntschaft mit Paul. Ich hörte hinter mir ein Traben wie das eines Pferdes, drehte mich deshalb um, sah zum einen meine Hündin völlig verängstigt auf mich zujagen, und hinter Ihr ein ausgewachsener und nicht freundlicher Rottweiler, der knurrend und keifend auf uns beide zukam!

In ca. 100 m Entfernung, um die Ecke eines Feldweges hinter einem Aussiedlerhof sah ich eine schemenhafte Gestalt, die mit weiblicher Stimme nach Paul rief. Oder besser Paulchen. Oder doch Paul?

Kann ich so nicht mehr sagen, denn der Koloss baute sich vor uns auf und knurrte, wie schon gesagt, nicht nett. Mein Notfallsystem reagierte nicht mit Flucht, hätte eh keinen Sinn gehabt, sondern mit Angriff, ich baute mich vor Paulchen, ca. 70 kg Hund auf, brüllte zweimal Paulchen an und nachdem er kurz überlegte ob er flieht oder angreift, rannte er zu seinem ‚Paulchen‘ rufenden Frauchen, die sich noch nicht einmal bemüßigt fühlte, in unsere Richtung zu laufen und zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Sag mal, gehts noch?

Dieser inkompetente Mensch lässt einen Hund, der der Kampfhundeordnung unterliegt, der angeleint und mit Maulkorb unterwegs sein müsste, frei laufen und hat ihn nicht im Griff? Kümmert sich einen feuchten Dreck um gefährdete Passanten? Und läuft dann einfach weg?

Liebstes Paul-Frauchen!

Leinen Sie Ihren Hund bitte an. Legen Sie Ihm, falls nicht angeleint, zumindest einen Maulkorb an. Gehen Sie mit ihm in die Hundeschule.

Und heucheln bitte zumindest Interesse für Menschen, die von Ihrer Waffe auf vier Beinen bedroht wurden und sorgen sie in Zukunft für deren Sicherheit.

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Wie sich aus informierten Kreisen unseres kleinen Städtchens vernehmen lässt, könnte es bei den Kandidaturen zur nächsten Wahl des Ortsbürgermeisters zu einer Überraschung kommen.

Aus der CDU wird ein Kandidat kolportiert, der NICHT Torsten Bechtel heisst. Unklar ist beim Stand der vorliegenden Informationen, ob der amtierende Bürgermeister selbst antritt, es sozusagen zu einer internen Kampfkandidatur käme, oder ob Herr Bechtel Platz für einen potentiellen Nachfolger machen möchte. Dann wäre die Trennung vom Amt des Ortsbürgermeisters von dem des Verbandsgemeindebürgermeisters, bei einem entsprechenden Wahlsieg, vollzogen und Herr Bechtel könnte sich auf die höhere Politik dermVG und eventuell höherer Ebenen fokussieren.

Bei dem Kandidaten soll es sich um ein aktuelles Ratsmitglied und Fraktionsmitglied der CDU handeln.

Wir bleiben dran.

Im Zuge zur Arbeit an einem zukunftsträchtigen und modernen Verkehrskonzeptes für die Stadt Wachenheim fand auf Veranlassung und Einladung der Wachenheimer Liste am 16.11.2017 ein Informationsgespräch mit Vortrag und anschliessender Diskussion zum Thema „Bürgerbus – Bürger fahren für Bürger“ statt.

Geladen von der WL waren zu dieser ersten Informationsrunde politische Vertreter aller Parteien im Wachenheimer Stadtrat und des Verbandsgemeinderates, sowie ehrenamtlich tätige Menschen der VG. In der illustren Runde waren somit die Fraktionsvorsitzenden der im Wachenheimer Stadtrat vertetenen Parteien, Ortsbürgermeister, VG-Bürgermeister und Beigeordnete anwesend. Der Vortrag wurde von den Herren Dr. Jansen und Hintz gehalten, die für die Agentur Landmobil tätig sind, die sich mit der Umsetzung von Bürgerbus-Projekten beschäftigt. Mittlerweile sind alleine in Rheinland-Pfalz über 50 Projekte umgesetzt und aktiv.

In ihrem Vortrag zeigten die Herren Jansen und Hintz die Möglichkeiten eines auf ehrenamtlicher Tätigkeit beruhenden öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Gebieten auf. Beim Bürgerbus-Projekt ist die völlige Planungsfreiheit der durchführenden Gemeinden gegeben. Dies geht von der Zielgruppe, über Fahrpläne, Fahrtzeiten bis hin zur Frage ob es Haltestellen geben sollte oder die den Bus in Anspruch nehmenden Bürger einen Tür-zu-Tür-Service bekommen. Einfach gesagt ist der Bürgerbus ein Angebot an Bürger die Vorzüge eines hoch individuellen Nahverkehrs zu nutzen.

Zudem ist die Nutzung des Services für den Bürger kostenfrei.

Es gab in der Runde breiten Konsens, daß ein solches Bürgerbus-Angebot eine sehr große Aufwertung für die Stadt und die VG-Wachenheim sein würde und von der lokalen Politik weitergetrieben werden soll.

Dieser Abend war zwar nur ein allererster Schritt, hat aber gezeigt, was bei bei einer sachorientierten Zusammenarbeit der Kommunalpolitiker und anderer engagierten Menschen in diesem immer wichtiger werdenden Bereich, weil Alle betreffend, möglich ist.

Anscheinend ist es einem Bürger Wachenheims gelungen ein Originalstück der Berliner Mauer zur Einfriedung seines Gartens zu erwerben. Wie in der Bahnhofsstrasse sichtbar sind Teile des ehemals antifaschistischen Schutzwalls nun ein Blickfang in unserem kleinen Kulturstädtchen. Das sogenannte „Ulbricht-Mauerstück“ stammt ursprünglich aus einer Datscha auf Rügen, versteckt unter wucherndem Efeu. Wie es aus Berlin dorthin kam, wird gerade von investigativen lokalen Journalisten recherchiert, die Erfahrung mit belasteten Bauteilen dieser Art haben.

Anscheinend wurde sogar beim Amt für Denk Mal!-Schutz eine Förderung des Baus beantragt. Sollte diese bewilligt werden, wäre sogar eine Erweiterung des Mauerbaus für die gesamte Bahnhofstrasse denkbar. Auch eine Förderung über die Landestöpfe für innerstädtische Denkmalentwicklung ist in der Diskussion, da in den Planungen ein Ringschluss mit der Historischen Stadtmauer vorgesehen ist.

Ich sehe lebhafte Diskussionen im Wachenheimer Stadtrat, der endlich wieder ein Thema hat, bei dem sich so richtig trefflich streiten lässt.

Ich bin gespannt wie das Bauwerk in der breiten Meinung der Bevölkerung Wachenheims aufgenommen wird. Erste Meinungen sind sehr konträr. Diese gehen von zu schützendem Kulturgut und lebendiges Mahnmal gegen die Diktatur hin bis zur einfachen Scheusslichkeit, die das Stadtbild erheblich stört. Es wird gemunkelt, dass sogar schon erste Montags-Demos bei der Stadt beantragt wurden. Der genaue Hintergrund dieser ist noch nicht bekannt.

Wir bleiben dran!