Als Hundebesitzer, der seinen 5 Kilo schweren und dackelgroßen Hund , auch selbst nur einigermaßen im Griff hat, gehe ich täglich in den Wingerten zwischen Wachenheim, Forst, Deidesheim und Bad Dürkheim spazieren,

Auf einem dieser Spaziergänge diese Woche, machte ich Bekanntschaft mit Paul. Ich hörte hinter mir ein Traben wie das eines Pferdes, drehte mich deshalb um, sah zum einen meine Hündin völlig verängstigt auf mich zujagen, und hinter Ihr ein ausgewachsener und nicht freundlicher Rottweiler, der knurrend und keifend auf uns beide zukam!

In ca. 100 m Entfernung, um die Ecke eines Feldweges hinter einem Aussiedlerhof sah ich eine schemenhafte Gestalt, die mit weiblicher Stimme nach Paul rief. Oder besser Paulchen. Oder doch Paul?

Kann ich so nicht mehr sagen, denn der Koloss baute sich vor uns auf und knurrte, wie schon gesagt, nicht nett. Mein Notfallsystem reagierte nicht mit Flucht, hätte eh keinen Sinn gehabt, sondern mit Angriff, ich baute mich vor Paulchen, ca. 70 kg Hund auf, brüllte zweimal Paulchen an und nachdem er kurz überlegte ob er flieht oder angreift, rannte er zu seinem ‚Paulchen‘ rufenden Frauchen, die sich noch nicht einmal bemüßigt fühlte, in unsere Richtung zu laufen und zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Sag mal, gehts noch?

Dieser inkompetente Mensch lässt einen Hund, der der Kampfhundeordnung unterliegt, der angeleint und mit Maulkorb unterwegs sein müsste, frei laufen und hat ihn nicht im Griff? Kümmert sich einen feuchten Dreck um gefährdete Passanten? Und läuft dann einfach weg?

Liebstes Paul-Frauchen!

Leinen Sie Ihren Hund bitte an. Legen Sie Ihm, falls nicht angeleint, zumindest einen Maulkorb an. Gehen Sie mit ihm in die Hundeschule.

Und heucheln bitte zumindest Interesse für Menschen, die von Ihrer Waffe auf vier Beinen bedroht wurden und sorgen sie in Zukunft für deren Sicherheit.

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