In den letzten Wochen wurde in den sozialen Medien Wachenheims, insbesondere auf dem VG Wachenheim Forum, viel über die Problematik von herrenlosem Hundekot in den Gebieten unseres kleinen Städtchens diskutiert.

Speziell über die angedachte Entsorgung des Hundekots mit den ungeliebten roten Plastikhundekotentsorgungstüten oder Hundekotplastikentsorgungstüten, wurde sich trefflich auseinandergesetzt, auch deshalb da in den Wingerten keine geeigneten Plastikhundekotentsorgungstütenentsorgungsbehälter, oder sind es Hundekotplastiktütenentsorgungsbehälter, bereitstehen.

Bei einem unserer letzten Hundespaziergänge, bei denen wir vorbildlich den Kot unseres Hundes in eine solche rote PHKET entsorgten, kamen wir in ein Gespräch mit einem Winzer, der unserem Tun interessiert zusah und sich dann ob unserer roten Exkrementenhandtasche, bemüssigt sah, uns einen Tipp zu geben.

In dem Gespräch wurde klar, dass, wenn ich diesen Winzer als stellvertretend für die große Wachenheimer Winzerfamilie ansehe, besonders der Kot an den Kopfenden der Wingertzeilen Ärger erregt, da hier rege in die Darmausscheidungen unserer Vierbeiner von den Menschen, die dort ihr Brot verdienen, hinein getreten wird.

Auch ließ er sich über den Sinn und Unsinn dieser roten Plastiktüten aus, da es seines Erachtens ein viel einfacheres Mittel gäbe, um diese Hundekotproblematik zu lösen, das nicht von den Hundebesitzern, dann gefüllt mit Scheiße, achtlos in die Natur geworfen wird.

Er sagte uns, dass eine einfache Plastikschippe völlig ausreiche, um für die Hinterlassenschaft der Hunde ein kleines Loch zu graben, dies mit dem Kot zu füllen und wieder mit Sand zu bedecken. Eine schnelle, sichere, effiziente und ökologisch einwandfreie Lösung!

Seit diesem Tag laufen wir mit einer roten Plastikschippe(€0,50) durch den Wingert, tragen keine mit Exkrementen gefüllten Plastiktüten durch die Gegend, schützen die Winzer vor Ungemach und die Umwelt vor einer Plastikhundekotentsorgungstütenkontaminierung.

In diesem Sinn, und wie auch im richtigen Leben, einfach mal eine Schippe drauflegen!

PS.

Und in der Stadt, auf den Bürgersteigen immer schön die Tüte mit der braunen stinkenden Masse füllen und entsorgen ;-)!

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Ich habe tatsächlich Grund zum Feiern. Eigentlich. Ich bin namentlich auf der Titelseite des Amtsblattes des Hexennachtkomitees Wachenheim / Weinstrasse erwähnt.

Zusätzlich gibt es einige Passagen, die sich mit meinen Aktivitäten bzw. gemeinsamen Aktivitäten mit Freunden beschäftigen, die ich/wir für interessierte Wachenheimer anbieten. Dies sind unser Wachtenblog und die Facebookseite VG-Wachenheim Forum. Meine berufliche Tätigkeit wird auch erwähnt, also bin ich wohl, gemäss des eigenen Anspruchs der Hexen, seit 2018 Mitglied eines erlauchten Kreises. Zusätzlich gibt es einige Artikel im Hexenblatt, die im Laufe des vergangenen Hexenjahres Jahres schon auf dem Wachtenblog und/oder Facebook Thema waren und von den Hexen nun aufgewärmt wurden.

Da ich die Passagen über mich und meine Aktivitäten auch noch lustig finde, könnte ich also ganz zufrieden sein.

Eigentlich.

Gestern Abend, als erste Diskussionen über Inhalte des Hexenblattes eben in Facebook VG Wachenheim Forum thematisiert wurden, habe ich mir eine Ausgabe elektronisch schicken lassen und mal quer gelesen. Da beschlich mich doch ein mulmiges Gefühl. Das brachte mich dazu, mir heute morgen eine komplette Ausgabe beim Bäcker zu besorgen, die ich mittlerweile zweifach gelesen habe.

Über die teilweise beschämenden Dinge, die in der Diskussion auf dem Forum gesagt wurden und zum Ausschluss eines Mitglieds führten, lasse ich mich hier nicht aus, das können Interessierte auf FB nachlesen.

Was mich befremdet sind einige Passagen, Formulierungen und Äusserungen in Artikeln, die mich zu der Frage führen, ob das Selbstverständnis der Hexen nur noch eine Illusion oder ein Klischee ist.

„Denn wir Hexen sind sozial und gerecht eingestellt und verteidigen unsere Bürger gegen Ungerechtigkeiten von anderen Menschen oder Behörden.“

Bürger sind alle Bürger einer Stadt. Das ist Gesetz für Hexen und Muggels. Gerade unter diesem o.g. selbstdefinierten Anspruch der selbsternannten Hexen finde ich es beschämend für die Hexen derart spalterische und hetzerische Tendenzen zu erzeugen, wie sie in diesem Hexenblatt zu finden sind.

Es werden künstliche Gruppen erzeugt, „wir“ und die „anderen“. „Wir“, das sind die Alt-Wachenheimer, die alles können, die alles kennen als es noch gut war, die den richtigen Blick auf die Dinge haben und alles erkennen, was gut ist und sein wird und die den Anspruch der alleinigen Wahrheit haben, die Hexen eben, die seit 40 Jahren……, die im TV waren, die vom Alt VG-Bürgermeister verklagt wurden….gebetsmühlenartig werden diese Punkte immer wieder aufgetischt.

Die „Anderen“, das sind die Neubürger, die Asylanten, die Migranten, die Gutmenschen, die neubürgerlichen Stadträte, etc., die alles falsch machen, den Geist Wachenheims nicht verstehen, den Campingplatz kaputt machen, alle doof, doof, doof. Und allen wird nicht nur die Fähigkeit, sondern auch der Wille abgesprochen etwas positives für Wachenheim zu tun.

Und das unter dem Deckmantel der Satire, die jeden satirehaften Ton verloren hat und meines Erachtens, in den erwähnten speziellen Artikeln und Formulierungen nur noch böse und frustriert rüberkommt.

Jetzt kann man natürlich sagen, das seien ja nur ein paar Artikel und man müsste das Gesamtkunstwerk des Heftes sehen, was nicht ironisch gemeint ist, usw.usw..

Dem ist aber nicht so.

Aus dem eigenen Anspruch der Hexen leitet sich eine Verantwortung ab, die Verantwortung für ALLE Wachenheimer da zu sein.

Das beinhaltet gerade NICHT, zu spalten, zu hetzen und künstliche Zugehörigkeiten zu schaffen, die man in seinem zweifelhaften Sinne gegeneinander ausspielen kann. Dies führt die eigenen Ansprüche ad absurdum!

Dies führt dazu, daß der Anspruch der eigenen Tradition zu einem klischeehaften Selbstzweck wird, der, einhergehend mit einem Realitätsverlust zur eigenen Bedeutung, zur Verbreitung von kruden Ansichten genutzt wird und einer Spaltung der Bürger Wachenheims beiträgt.

In den guten alten seeligen Zeiten, falls sie das wirklich waren, gab es diese außergewöhnliche TV Sendung „Wetten Daß?“. In dieser Sendung wurden verschiedene Wetten angeboten, auf die man dann für oder gegen mit einem Wetteinsatz wetten konnte. So gab es Wetten von Kandidaten, Saalwetten und Stadtwetten.

Diese TV Sendung hat auf den ersten Blick nichts mit unserer Kleinen Stadt oder gar mit unserer Verbandsgemeinde zu tun. Auf den zweiten Blick, wie Sie gleich sehen werden, schon.

Als Mitglied des Stadtrates macht es mir große Freude mich für Wachenheim zu engagieren. Ich bin Mitglied in der WL Wachenheimer Liste, bin im Stadtrat, bin Fraktionsvorsitzender unser kleinen gewählten Fraktion und diskutiere mal mehr, mal weniger Themen durch, die für unsere Gemeinde wichtig sind. Dies tue ich dort mit anderen engagierten Menschen Wachenheims, die zwar oftmals eine andere Meinung haben, aber aus der gleichen Motivation heraus handeln( Daher sind die Diskussionen im Stadtrat und den Ausschüssen oftmals sehr lebhaft und interessant…und das ist gut so!), der Motivation etwas für Wachenheim zu tun und vielleicht auch, um etwas zurückzugeben. Hier wurden Familien gegründet, Kinder geboren, es starben Familienmitglieder. Die Kinder besuchten den Kindergarten, die Grundschule, treiben in den Vereinen Sport, machen tolle Sachen mit den Pfadfindern etc. etc.. Viele von uns sind hier groß geworden, viele sind zugezogen.

Wachenheim hat ein florierendes Gemeinwesen.

Eigentlich.

Wieso eigentlich?

Was mich bei meinen Aktivitäten verwundert, insbesondere bei den politischen im Stadtrat und den Ausschüssen, ist die Tatsache, dass bei diesen prinzipiell öffentlichen Sitzungen, mit wenigen Ausnahmen gibt es nicht öffentliche Sitzungen, die Öffentlichkeit kaum stattfindet. Gerade wurde  diese Öffentlichkeit vom Gesetzgeber mit diversen Gesetzen gestärkt, um die anhängigen Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglicher und interessanter zu machen.

An jeder öffentlichen Sitzung dürfen Bürger frei von Bedingungen als Zuschauer teilnehmen und es gibt vor jeder Stadtratssitzung die Möglichkeit für Bürger dem Bürgermeister inhaltliche Fragen zur Arbeit der Verwaltung oder zu allgemeinen Themen der Stadt Wachenheim zu stellen, oder auch selbst Ideen einzubringen.

Die Resonanz strebt leider gegen Null, in den Ausschüssen, in denen die gleichen Regeln gelten ist sie faktisch Null. Lediglich einsame Pressevertreter oder – vertreterinnen finden sich öfters ein, um die Öffentlichkeit mittelbar zu informieren.

Als Mensch, der breite und inhaltlich kontroverse Diskussionen spannend und extrem wichtig für unser Gemeinwesen findet, es wird zuviel geschimpft, gehated und zu wenig diskutiert, möchte ich das, im Rahmen meiner Möglichkeiten ändern, und den Rat der Stadt Wachenheim zu einem politischen Forum machen, indem ich soviele Menschen wie mögliche animiere an den Ratssitzungen teilzunehmen, sich mit Fragen und Anfragen einzubringen, und das unmittelbare politische Leben in unserem Wachenheim mitzugestalten.

Eine erste Sitzung mit 5 Bürgern, dann die folgenden mit jeweils 10, 15, 20 und 25 Zuschauern ist mein erklärtes politisches Ziel. Unabhängig von Parteizugehörigkeit, frei von Parteizwängen, sach- und problemorientiert und -interessiert sollen Bürger sich und ihre Ideen regelmäßig einbringen.

Sollten Fragen auftreten, können sie sich gerne an mich wenden oder sicher auch an andere Ratsmitglieder, die Verwaltung oder den Bürgermeister samt Beigeordneten. Dies  kann schriftlich, telefonisch oder persönlich passieren, geradeso, wie es Ihnen beliebt. alle notwendigen Erstinformationen, wie Personen, Gremien und Termine finden Sie unter

https://ris.geocms.com/wachenheim/#top

der offiziellen Seite der Verbandsgemeinde Wachenheim.

Und nun zu „WETTEN DASS?“

Ich wette, dass die Wachenheimer Bürger es schaffen, in den nächsten 5 Sitzungen des Stadtrates mit den entsprechenden Zuschauerzahlen zu erscheinen. Also in der nächsten mit mindestens 5, die folgende mit mindestens 10 etc. Zuschauern.

Sollte ich meine Wette verlieren, sodaß weniger kommen, werde ich während des nächsten Weinfestes 5+10+15+20+25 Bratwürste selbst grillen und kostenlos verteilen. Sollten mehr kommen gibt es entsprechend mehr Bratwürste.

Also liebe Wachenheimer. Engagiert euch, kommt bringt euch ein, elektrisiert eure Politiker mit euren Ideen!

Es lohnt sich, für ALLE!

Und das nicht wegen der Wurst, sondern wegen der Ideen und Anregungen, die hier in unserem Ort, in Ihnen schlummern!

In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Seit ich politisch interessiert und aktiv bin, lese ich von Zeit zu Zeit Bücher von Politikern oder über Politiker. Politiker aller Richtungen und Überzeugungen, einfach um ein weites Bild über deren Motivationen und Denkweisen zu erhalten.

Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat, ist das Buch „Profiles in courage“ von John F. Kennedy, für das er den Pulitzer Preis erhielt. Ein Buch über den Mut von Menschen zu ihren Überzeugungen zu stehen und die in entscheidenden Augenblicken ihres Lebens Zivilcourage zeigten, das auch der deutsche Titel des Buches „Zivilcourage“.

Ein Buch, das in heutigen Zeiten mehr denn je Pflichtlektüre für einen jeden demokratisch politischen Menschen sein sollte, unabhängig davon, in welchen politischen Sphären er sich bewegt und welche politischen Ansichten er vertritt. Gerade in einer Ratsarbeit, wie z.B. aber nicht nur, in „kleinen Stadträten“ „kleiner Städte“ mit „kleinen Kommunalpolitikern“ sollte diese Courage und Unabhängigkeit die Regel und nicht die Ausnahme sein. Die führe m.E. zu einer wiedererstarkenden Akzeptanz in der Bevölkerung und zu einer regeren öffentlichen Beteiligung in der politischen Diskussion und Teilnahme an den Ratssitzungen durch eine erhöhte Authenzität der politisch agierenden Menschen.

Ein paar Auszüge aus dem Vorwort, die vielleicht dazu führen, daß sich der ein oder andere politische Bürger dieses Buch besorgt und liest. Es ist es wert!

Ähnlichkeiten zu lebenden Personen und Situationen sind rein zufällig, aber nicht minder interessant und künftige Veränderungen und Einflüsse wären erwünscht und nicht rein zufällig!

Ich wünsche allen ein schönes schneereiches Wochenende!

Auszüge aus dem Buch:

… Vor ein paar Jahren schrieb ein vielgelesener Kolumnist:

„Die Leute scheren sich überhaupt nicht darum, was ein Senator oder Abgeordneter redet; und der Grund dafür ist, daß sie wissen, daß 99% all dessen, was im Kongress zu hören ist, albernes Geschwätz, Unverstand und Demagogie ist, worauf man sich nicht verlassen darf…“. Vorher schon hatte ein Regierungsmitglied in seinem Tagebuch aufgezeichnet:

Ich zögere an die vollkommene Verkommenheit des Senats zu glauben, noch weniger kann ich mich darauf verlassen, daß auch nur eingroßer Teil der Senatoren ehrlich und vertrauenswürdig sei. Viele sind geistig unbedeutend, charakterschwach und für ein hohes Amt vollkommen ungeeignet. Einige sind gemeine Demagogen und andere nichts als reiche Leute, die ihre Stellung erkauft haben. Andere wiederum Männer von eng begrenztem Horizont, beschränkter Auffassungsgabe und niedrigen parteiischen Vorurteilen.“

Früher noch hielt ein Senator seinen Kollegen vor:

„Das Volk entzieht uns sein Vertrauen, weil wir unbegreiflicherweise das Handeln hinauszögern.“

Der Senat weiß, daß heute viele Amerikaner diese Ansichten teilen. Man sagt, Senatoren seien nichts als Politiker und es käme ihnen nur drauf an, Wählerstimmen zu ergattern; staatsmännische Haltung und politischer Mut sei ihnen dagegen völlig fremd. Mütter mögen sich noch immer danach sehnen, daß ihr Lieblingssohn zum Präsidenten gewählt werde, aber eine von Professor Gallup durchgeführte Meinungsumfrage hat vor einigen Jahren gezeigt. Daß sie nicht möchten, daß er auf dem Weg dorthin sich mit Politik befassen muss. Bedeutet nun die gegenwärtige ablehnende Haltung und Mißachtung, daß der Senat an Achtung eingebüsst hat? Keineswegs! Denn von den drei oben zitierten Bemerkungen stammt nur die erste aus dem 20. Jahrhundert, die zweite aus dem 19. und die dritte aus dem 18.- als der noch kaum konstituierte Senat über den Standort des Kapitols stritt.

Bedeutet diese Stimmung, daß der Senat sich keiner mutigen Männer rühmen kann?

Walter Lippmann ist nach fast einem halben Jahrhundert sorfältiger Beobachtung in seinem jüngsten Buch zu einem harten Urteil sowohl über Politiker als auch über Wähler gelangt.

„Abgesehen von Ausnahmen, die ebenso selten wie Naturwunder vorkommen, sind erfolgreiche Politiker in einer Demokratie unsichere und eingeschüchterte Geschöpfe. Ihr politischer Fortschritt wird nur dadurch ermöglicht, daß sie faule Zugeständnisse machen, bestechen, verführen, schwindeln oder sonst irgendwie die fordernenden und bedrohenden Elemente unter ihren Wählern zu manipulieren versuchen. Entscheiden ist gar nicht mehr, ob ein Vorschlag gut ist, also nicht ob er sich bewähren, sondern vielmehr, ob die aktive und beredte Wählerschaft ihn sofort gut heissen wird.“

… Jene Aufforderung, mit allen zu marschieren, ohne aus der Reihe zu tanzen, beinhaltet auch andere Versuchungen – nämlich in Bezug auf die Belohnungen, die sich einstellen, wenn der Parlamentarier der Pflicht, der auch von ihm gewählten Parteiführung in allen zu folgen, nachkommt.Jedem von uns im Kongress wird eingeschärft, wie wichtig die Einheit der Partei ist(in deren Namen schon viele Sünden begangen wurden) und wie sehr ihm jedes aufrührerische Verhalten in den nächsten Wahlen schaden könnte. … Sogar die Durchsetzungvon Anträgen, an denen er interessiert ist, hängt zu einem nicht geringen Teil von der Unterstützung ab, die ihm für seine treue Gefolgschaft von Seiten der Parteiführung zuteil wird. Schließlich wird ein Senator, der nur seinem Gewissen folgt, entdecken, daß er nicht nur die Abneigung seiner Kollegenund Parteifreunde, sondern auch die der höchstwichtigen Gönner seines Wahlfonds geerntet hat.

Die Forderung nach politischer Zivilcourage erhebt sich heute mehr gebieterisch denn je zuvor. Unser Leben steht dermaßen unter dem einfluss der Massenmedien, daß jede unpopuläre oder ungewöhnliche Handlung Proteststürme hervorruft, wie sie sich John Quincy Adams, der 1807 heftige Angriffe über sich ergehen lassen musste, niemals vorgestellt hatte. Die ungleich kompliziertere Maschinerie unseres politischen Lebens wird heute mit einem derartigen Aufwand betrieben und so stark von politischen Managern und Propagandisten beherrscht, daß der Idealistrecht rauh aus seinen Träumen geweckt wird durch die Anforderungen, die der Kampf ums Mandatund um sein Vorwärtskommen an ih stellen.

Sicherlich würde es viel leichter sein, in den traditionellen Denkformen zu verharren: als Liberale oder Konservative, als Republikaner oder Demokraten, …, als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, als Produzenten oder Konsumenten und in anderen ähnlich engen Kategorien. Und es wäre bequemer, weiterhin in kleinen Gruppen vorzugehen und abzustimmen und sich immer jenen Kollegen anzuschliessen, die sich von zeitbedingten Parolen, von den aktuellen Vorurteilen und Strömungen im Volke unterjochen lassen. Aber heute kann sich unser Volk – was die Politik angeht – nicht den Luxuseiner derartigen Gedankenlosigkeit und Trägheit leisten. Nur aus der Fähigkeit, ein unabhängiges Urteil zu finden, und aus dem Vermögen, individuell – ja auch ausgefallen und exzentrisch – zu denken, erwachsen Standhaftigkeit, Erfolg und friedliche Veränderungen, mit deren Hilfe es uns gelingt, jene „fremde Ideologie“ zu überwinden, die freies Denken weit mehr als Wasserstoffbomben fürchtet.

Witze über den Gelben Sack, das Behältnis für Leichtverpackungen, auch LVP genannt, gibt es genügend.

Der Grösste ist jedoch der Gelbe Sack an sich, der zur Zeit in der Verbandsgemeinde kostenlos zu erhalten ist. Wobei kostenlos auch hier relativ ist, da es zumindest mich, massiv Nerven kostet, diese Müllsäcke zu verwenden.

Die zur Zeit im Umlauf befindlichen Chargen sind von so minderer Qualität, dass selbst ein nicht zusammengeknülltes Stück weicher Verpackungsfolie als Gefahr für die Integrität des Gelben Sackes, dieser Ausgeburt menschlicher Intelligenz, dieser Krönung menschlicher Erfindungskunst, gelten muss. Es ist einfach total super, den Inhalt gerissener Säcke wieder einzusammeln. Mann und Frau haben ja sonst nix zutun…

Kurzum, die Qualität dieser Säcke ist eine Frechheit(Wie bescheuert komme ich mir eigentlich vor, als Homo Sapiens einen Artikel über Plastikleichtverpackungsabfallsäcke zu schreiben. Moderne Zeiten…) und geht mir auf den Sack.

Im wahrsten Sinne des Wortes!

Tom Jones meinte mit dem Titel seines Welthits bestimmt die saftigen Wiesen, die in seiner Heimat so wachsen und gedeihen.

In Bezug auf die Kinder und Jugendlichen unseres beschaulichen Städtchens hat die Übersetzung des Liedtitels eine durchaus andere Bedeutung.

Ich hatte die Tage Gelegenheit mich mit einer Kinder- und Jugendpsychiaterin aus der Region zu unterhalten. Das Gesprächsthema kam dann schnell auf den Konsum von Cannabis, Verbreitung und Einstiegsalter. Nun, mir blieb die Spucke weg.

Bis zu 50% der unter 16 jährigen Jugendlichen, landesweit, haben Erfahrung mit Cannabis, dies unabhängig vom Geschlecht.

Bei Erstkonsum ist ein hoher Prozentsatz der Referenzgruppe der Jugendlichen 12(!) Jahre alt.

Jetzt ist es ja nicht so, dass bei Erwachsenen Cannabis-Konsum der Start einer Drogenkarriere oder den Untergang der Welt bedeutet. Es wird mittlerweile weitgehend therapeutisch eingesetzt und die fälschliche Dämonisierung weicht einer sachlicheren Sichtweise.

Allerdings sieht die Sache bei Kindern und Jugendlichen völlig anders aus. Auch hier, so besagen Studien, wird Cannabis nicht mehr als Einstiegsdroge gesehen, aber die Gefahren sind andere und nicht weniger schlimm. Ein hoher Cannabiskonsum in jungem Alter kann bei Jugendlichen u.a. schwere Psychosen oder andere psychische Probleme auslösen, wie auch das sogenannte Amotivationale Syndrom.

Bei einigen Recherchen, habe ich herausgefunden, daß auch in unserem kleinen Wachenheim die obengenannten Zahlen durchaus realistisch sein können. Ich habe mit Wachenheimer Kindern und Jugendlichen, Alter von 14 bis 22 Jahre, gesprochen und durchweg hatten Sie Erfahrung oder Kontakt mit Cannabis, bzw. wussten Sie wie und wo die Droge zu besorgen sei. Das mag zwar nicht repräsentativ sein, ist doch aber, bei der geringen Anzahl der Befragten, ca. 15 Leute, ein starker Hinweis, wie sich die tatsächliche Situation darstellen könnte.

Mein Ziel ist es für dieses Thema in der Bevölkerung und der lokalen Politik ein Bewusstsein zu wecken. Daher werde ich sowohl in den sozialen Medien, als auch in meiner Funktion als Stadtrat, und vor allem als besorgter Vater, versuchen eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu schaffen und es auf die politische Agenda des Stadtrates setzen.

Dieser Artikel ist dazu der erste Schritt, über die weiteren werde ich Sie in den entsprechenden Foren informieren. Haben Sie bitte auch keinen Klemmer, sich mit mir persönlich in Verbindung zu setzen, falls Sie Informationen oder Anregungen zu diesem Thema haben, oder sich einbringen wollen!

Es wird alles ernst genommen, da es ein Thema ist, das die wirkliche Zukunft betrifft.

Unsere Kinder.