Gesellschaft


Europa. Europäische Union. EU. Brüssel. Luxemburg. 

Subventionen. Bürokratie. Politikverdrossenheit. Institutionen. Filz. Brexit. Verschwendung. Populismus.

Friede. Wohlstand. Freiheit. Gleichheit.


Das sind Schlagworte, die mir beim Entwerfen dieses Artikels spontan in den Sinn kamen. Und diese Schlagworte empfinde ich als durchaus repräsentativ, auch und gerade wegen der momentanen politischen Gedanken- und Gefühlswelten, die sich in weiten Teilen der europäischen Bevölkerung manifestiert haben.


Was mich, in einer negativen Art und Weise, überrascht hat, ist der Umstand, daß mir die negativ besetzten Begriffe, wie Verschwendung und Politikverdrossenheit, als erstes einfielen, obwohl ich eines der europäischen Kinder bin, die im kalten Krieg aufwuchsen, die noch die innereuropäischen Nachkriegsressentiments vermittelt bekamen. Hier in der Pfalz sind es Worte wie ‚Der Franzos‘, ‚Die Tommies‘ oder auch ‚De Russ‘, alle mit negativ besetzten Tonfall, wie das mit Verallgemeinerungen eben so ist, siehe heute ‚Die Flüchtlinge‘, ‚Die Asylanten‘ etc. etc.


Ich bekam fast die gesamte Entwicklung zum heutigen politischen und kulturellen Europa mit. Ich erlebte wie die EWG zur EG zur EU wurde. Ich erlebte, im Urlaub keine Währungen mehr tauschen zu müssen. Ich erlebte wie europäische Länder, die Jahrzehnte lang als Feinde angesehen wurden, wieder in die europäische „Familie“ kamen. Ich erlebte, wie die Grenzkontrollen fielen. Ich erlebte einen Aufbruch in eine vermeintlich bessere Welt. Ich erlebte, wie in vielen armen Ländern Europas, wie z.B. Portugal oder Griechenland der Wohlstand wuchs, wie aber auch in Deutschland kaum vorstellbarer Wohlstand geschaffen wurde, die Infrastrukturen und Bildungssysteme verbessert wurden. 


Ich erlebte innereuropäischen Frieden. 


Ich erlebte keinen heissen Krieg.


Ich erlebte und erlebe aber auch eine Abkopplung der EU-Instututionen. Ich erlebte und erlebe eine ökonomische EU, deren einziger Zweck es zu sein scheint Unternehmensgewinne zu maximieren. Ich erlebte und erlebe eine EU, die auf Nationalstaaterei und Populismus retardiert. Ich erlebte und erlebe eine EU, in der Minderheiten verfolgt werden, in der Rechtsstaatlichkeit abgewickelt wird, in der faschistische populistische Züge in der Politik hoffähig gemacht werden, in der es Postengeschachere gibt, in der Geld in einem Ausmaß verschwendet wird, das unvorstellbar ist. 


In der der Mechanismus der politischen Nachvollziehbarkeit eben nicht mehr nachvollziehbar ist. 


Eine EU, in der Mauern gebaut werden.


Und dies bereitet mir Angst und Sorge. Angst und Sorge um die Generation meiner Kinder und kommenden Enkelkinder, die in einem ähnlichen Wohlstand und in ähnlicher Sicherheit leben sollen, wie ich das leben durfte.


Ich glaube, eines der Übel der heutigen Tage ist dieses ‚First-Denken‘, das sich wie eine Seuche ausbreitet. Germany first, France first, UK first….uswusw. Es wird eine Politik gemacht, die unter dem Mantel des europäischen Gedankens, national bis nationalistisch ist. Und die damit den europäischen Gedanken ad absurdum führt. Es werden Politiker nach Brüssel entsandt, die mit mit nationalen Aufträgen im Gepäck EU-Politik machen sollen und sich nebenbei die Schwächen der Institution Europa zu Nutze machen(sprich, die Taschen voll). Dieser Mechanismus führt eben genau dazu, dass diese Pseudo-Europa-Politik zu einer Verdrossenheit der europäischen Bürger führt und zu einer Minimierung der Akzeptanz des kulturellen Europas.


Und hier, jetzt, kommt auf einmal eine Bewegung und eine (Pan-europäische) Partei ins Spiel, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Europa seinen Europäern zurückzugeben. 


Volt. (www.volteuropa.org)


Eine Partei deren Ziel es ist mit einem pan-europäischen Programm Politik für die Bürger zu machen. Eine Partei, die den monströsen Apparat der EU verschlanken möchte. Eine Partei, die problem- und lösungsorientiert arbeitet und frei von dogmatischen Alt-Parteigrundsätzen ist, und die ihre Mitglieder in höchstem Maße in die politischen Vorgänge einbezieht. Eine Partei, auch, und gerade, der Jugend, die erkannt hat, was es bedeutet Europäer zu sein und als einer zu leben.

Ich bin durch einen befreundeten Kommunalpolitiker, mit dem ich im Stadtrat sitze, zu Volt gekommen. Interessanterweise kommen wir aus völlig verschiedenen Fraktionen und sollten, so die Erwartungshaltung von aussen, eher gegeneinander als gemeinsam für unsere Stadt arbeiten, was von uns beiden als politischer Blödsinn empfunden wird. Wir kamen ins Gespräch und merkten mit der Zeit, daß uns in unserer Denk- und Handlungsweise mehr verbindet als trennt, auch oder gerade obwohl unsere Meinungen zu vielen Themen unterschiedlich bleiben. Aber es eint uns der Gedanke und der Wille einen Konsens zu finden, Lösungen zu finden, frei von parteiprogrammatischen oder persönlichen Ressentiments. Für unsere Mitbürger, die uns gewählt haben Wachenheim nach vorne zu bringen, und nicht verpassten Chancen nachzutrauern oder jahrelange persönliche Polit-Fehden zu unterstützen.


Diese Chance bietet sich nun u.a. auf europäischer Ebene bei Volt. 


Volt ist unverbraucht. 

Volt ist anders. 

Volt ist im positivsten Sinn spannungsgeladen. 


Es fliesst ein Strom, der aktivierend für die gesamte politische Landschaft sein kann.


Daher unterstütze ich Volt für Europa und möchte dafür sorgen, daß Europa (wieder) ein Europa der Menschen wird, die den europäischen Gedanken leben.

Für sich selbst.

Und für ihre Kinder.

Werbeanzeigen

In den letzten Wochen wurde in den sozialen Medien Wachenheims, insbesondere auf dem VG Wachenheim Forum, viel über die Problematik von herrenlosem Hundekot in den Gebieten unseres kleinen Städtchens diskutiert.

Speziell über die angedachte Entsorgung des Hundekots mit den ungeliebten roten Plastikhundekotentsorgungstüten oder Hundekotplastikentsorgungstüten, wurde sich trefflich auseinandergesetzt, auch deshalb da in den Wingerten keine geeigneten Plastikhundekotentsorgungstütenentsorgungsbehälter, oder sind es Hundekotplastiktütenentsorgungsbehälter, bereitstehen.

Bei einem unserer letzten Hundespaziergänge, bei denen wir vorbildlich den Kot unseres Hundes in eine solche rote PHKET entsorgten, kamen wir in ein Gespräch mit einem Winzer, der unserem Tun interessiert zusah und sich dann ob unserer roten Exkrementenhandtasche, bemüssigt sah, uns einen Tipp zu geben.

In dem Gespräch wurde klar, dass, wenn ich diesen Winzer als stellvertretend für die große Wachenheimer Winzerfamilie ansehe, besonders der Kot an den Kopfenden der Wingertzeilen Ärger erregt, da hier rege in die Darmausscheidungen unserer Vierbeiner von den Menschen, die dort ihr Brot verdienen, hinein getreten wird.

Auch ließ er sich über den Sinn und Unsinn dieser roten Plastiktüten aus, da es seines Erachtens ein viel einfacheres Mittel gäbe, um diese Hundekotproblematik zu lösen, das nicht von den Hundebesitzern, dann gefüllt mit Scheiße, achtlos in die Natur geworfen wird.

Er sagte uns, dass eine einfache Plastikschippe völlig ausreiche, um für die Hinterlassenschaft der Hunde ein kleines Loch zu graben, dies mit dem Kot zu füllen und wieder mit Sand zu bedecken. Eine schnelle, sichere, effiziente und ökologisch einwandfreie Lösung!

Seit diesem Tag laufen wir mit einer roten Plastikschippe(€0,50) durch den Wingert, tragen keine mit Exkrementen gefüllten Plastiktüten durch die Gegend, schützen die Winzer vor Ungemach und die Umwelt vor einer Plastikhundekotentsorgungstütenkontaminierung.

In diesem Sinn, und wie auch im richtigen Leben, einfach mal eine Schippe drauflegen!

PS.

Und in der Stadt, auf den Bürgersteigen immer schön die Tüte mit der braunen stinkenden Masse füllen und entsorgen ;-)!

Ich habe tatsächlich Grund zum Feiern. Eigentlich. Ich bin namentlich auf der Titelseite des Amtsblattes des Hexennachtkomitees Wachenheim / Weinstrasse erwähnt.

Zusätzlich gibt es einige Passagen, die sich mit meinen Aktivitäten bzw. gemeinsamen Aktivitäten mit Freunden beschäftigen, die ich/wir für interessierte Wachenheimer anbieten. Dies sind unser Wachtenblog und die Facebookseite VG-Wachenheim Forum. Meine berufliche Tätigkeit wird auch erwähnt, also bin ich wohl, gemäss des eigenen Anspruchs der Hexen, seit 2018 Mitglied eines erlauchten Kreises. Zusätzlich gibt es einige Artikel im Hexenblatt, die im Laufe des vergangenen Hexenjahres Jahres schon auf dem Wachtenblog und/oder Facebook Thema waren und von den Hexen nun aufgewärmt wurden.

Da ich die Passagen über mich und meine Aktivitäten auch noch lustig finde, könnte ich also ganz zufrieden sein.

Eigentlich.

Gestern Abend, als erste Diskussionen über Inhalte des Hexenblattes eben in Facebook VG Wachenheim Forum thematisiert wurden, habe ich mir eine Ausgabe elektronisch schicken lassen und mal quer gelesen. Da beschlich mich doch ein mulmiges Gefühl. Das brachte mich dazu, mir heute morgen eine komplette Ausgabe beim Bäcker zu besorgen, die ich mittlerweile zweifach gelesen habe.

Über die teilweise beschämenden Dinge, die in der Diskussion auf dem Forum gesagt wurden und zum Ausschluss eines Mitglieds führten, lasse ich mich hier nicht aus, das können Interessierte auf FB nachlesen.

Was mich befremdet sind einige Passagen, Formulierungen und Äusserungen in Artikeln, die mich zu der Frage führen, ob das Selbstverständnis der Hexen nur noch eine Illusion oder ein Klischee ist.

„Denn wir Hexen sind sozial und gerecht eingestellt und verteidigen unsere Bürger gegen Ungerechtigkeiten von anderen Menschen oder Behörden.“

Bürger sind alle Bürger einer Stadt. Das ist Gesetz für Hexen und Muggels. Gerade unter diesem o.g. selbstdefinierten Anspruch der selbsternannten Hexen finde ich es beschämend für die Hexen derart spalterische und hetzerische Tendenzen zu erzeugen, wie sie in diesem Hexenblatt zu finden sind.

Es werden künstliche Gruppen erzeugt, „wir“ und die „anderen“. „Wir“, das sind die Alt-Wachenheimer, die alles können, die alles kennen als es noch gut war, die den richtigen Blick auf die Dinge haben und alles erkennen, was gut ist und sein wird und die den Anspruch der alleinigen Wahrheit haben, die Hexen eben, die seit 40 Jahren……, die im TV waren, die vom Alt VG-Bürgermeister verklagt wurden….gebetsmühlenartig werden diese Punkte immer wieder aufgetischt.

Die „Anderen“, das sind die Neubürger, die Asylanten, die Migranten, die Gutmenschen, die neubürgerlichen Stadträte, etc., die alles falsch machen, den Geist Wachenheims nicht verstehen, den Campingplatz kaputt machen, alle doof, doof, doof. Und allen wird nicht nur die Fähigkeit, sondern auch der Wille abgesprochen etwas positives für Wachenheim zu tun.

Und das unter dem Deckmantel der Satire, die jeden satirehaften Ton verloren hat und meines Erachtens, in den erwähnten speziellen Artikeln und Formulierungen nur noch böse und frustriert rüberkommt.

Jetzt kann man natürlich sagen, das seien ja nur ein paar Artikel und man müsste das Gesamtkunstwerk des Heftes sehen, was nicht ironisch gemeint ist, usw.usw..

Dem ist aber nicht so.

Aus dem eigenen Anspruch der Hexen leitet sich eine Verantwortung ab, die Verantwortung für ALLE Wachenheimer da zu sein.

Das beinhaltet gerade NICHT, zu spalten, zu hetzen und künstliche Zugehörigkeiten zu schaffen, die man in seinem zweifelhaften Sinne gegeneinander ausspielen kann. Dies führt die eigenen Ansprüche ad absurdum!

Dies führt dazu, daß der Anspruch der eigenen Tradition zu einem klischeehaften Selbstzweck wird, der, einhergehend mit einem Realitätsverlust zur eigenen Bedeutung, zur Verbreitung von kruden Ansichten genutzt wird und einer Spaltung der Bürger Wachenheims beiträgt.

Statistisch produzieren wir in Deutschland derzeit 37 kg Plastikmüll pro Kopf pro Jahr. Das hört sich gar nicht so dramatisch an. EU-weit ist das alles andere als wenig im Vergleich. Nach Irland, Luxemburg und Estland liegt Deutschland an Platz 4 der Plastikmüllproduzenten.

Die Tendenz geht eher zu mehr Müll – seit 2005 hat die Plastikmüllmenge hierzulande um fast ein Drittel zugenommen. Fast die Hälfte des Mülls wird recycelt (wobei Verbrennen auch unter diesem Begriff verstanden wird). Ein bedeutender Teil landet aber in Böden und im Meer.

Was hat das mit Wachenheim zu tun? Ganz einfach: Bei rund 5000 Wachenheimern produzieren wir jedes Jahr statistisch 185 Tonnen Plastikmüll. Und auch von diesen 185 t landet ein beträchtlicher Teil in der Natur. Dazu kommen natürlich noch die die nicht erfassten Müllmengen, die aus Autofenstern fliegen und zum Beispiel die Ränder der B271 verzieren.

Wer am vergangenen Montag die vierte Folge der Doku „Der blaue Planet“ gesehen hat, weiß, welche Folgen der Müll im Meer hat. Dort ist inzwischen massemäßig etwa so viel Plastik wie Biomasse. Und damit macht es sich, schön zerkleinert, auf den Weg durch die Nahrungskette nach oben und bringt unterwegs Fische, Wale und Vögel um.

Unser Haushalt hat jedenfalls beschlossen, Plastik ab jetzt wo immer es geht zu vermeiden. Schließlich liegt es an den Verbrauchern, die Plastikmengen zu reduzieren. Wenn niemand mehr Bananen in Plastikfolie mehr kauft, bietet sie kein Laden mehr in Plastik mehr an. Obst und Gemüse lose kaufen spart. Brot am Stück kaufen spart Plastik, denn es wird dann in einer Papiertüte verkauft und nicht im Plastikbeutel. In Wachenheim muss niemand stilles Wasser in Plastikflaschen kaufen, das Wasser aus dem Hahn ist mindestens genau so gut und dazu noch günstiger. Einsparmöglichkeiten gibt es viele, auch ohne einen verpackungsfreien Supermarkt in der Nähe.

Wenn man auf diese Weise nur 1 kg pro Kopf pro Jahr an Plastikmüll einsparen kann – und das ist wahrlich nicht ambitioniert – würde ganz Wachenheim zum Beispiel schon 5 Tonnen weniger Plastikmüll produzieren. Und das ist schon ein beachtlicher Haufen gelber Säcke.

 

In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Witze über den Gelben Sack, das Behältnis für Leichtverpackungen, auch LVP genannt, gibt es genügend.

Der Grösste ist jedoch der Gelbe Sack an sich, der zur Zeit in der Verbandsgemeinde kostenlos zu erhalten ist. Wobei kostenlos auch hier relativ ist, da es zumindest mich, massiv Nerven kostet, diese Müllsäcke zu verwenden.

Die zur Zeit im Umlauf befindlichen Chargen sind von so minderer Qualität, dass selbst ein nicht zusammengeknülltes Stück weicher Verpackungsfolie als Gefahr für die Integrität des Gelben Sackes, dieser Ausgeburt menschlicher Intelligenz, dieser Krönung menschlicher Erfindungskunst, gelten muss. Es ist einfach total super, den Inhalt gerissener Säcke wieder einzusammeln. Mann und Frau haben ja sonst nix zutun…

Kurzum, die Qualität dieser Säcke ist eine Frechheit(Wie bescheuert komme ich mir eigentlich vor, als Homo Sapiens einen Artikel über Plastikleichtverpackungsabfallsäcke zu schreiben. Moderne Zeiten…) und geht mir auf den Sack.

Im wahrsten Sinne des Wortes!

Tom Jones meinte mit dem Titel seines Welthits bestimmt die saftigen Wiesen, die in seiner Heimat so wachsen und gedeihen.

In Bezug auf die Kinder und Jugendlichen unseres beschaulichen Städtchens hat die Übersetzung des Liedtitels eine durchaus andere Bedeutung.

Ich hatte die Tage Gelegenheit mich mit einer Kinder- und Jugendpsychiaterin aus der Region zu unterhalten. Das Gesprächsthema kam dann schnell auf den Konsum von Cannabis, Verbreitung und Einstiegsalter. Nun, mir blieb die Spucke weg.

Bis zu 50% der unter 16 jährigen Jugendlichen, landesweit, haben Erfahrung mit Cannabis, dies unabhängig vom Geschlecht.

Bei Erstkonsum ist ein hoher Prozentsatz der Referenzgruppe der Jugendlichen 12(!) Jahre alt.

Jetzt ist es ja nicht so, dass bei Erwachsenen Cannabis-Konsum der Start einer Drogenkarriere oder den Untergang der Welt bedeutet. Es wird mittlerweile weitgehend therapeutisch eingesetzt und die fälschliche Dämonisierung weicht einer sachlicheren Sichtweise.

Allerdings sieht die Sache bei Kindern und Jugendlichen völlig anders aus. Auch hier, so besagen Studien, wird Cannabis nicht mehr als Einstiegsdroge gesehen, aber die Gefahren sind andere und nicht weniger schlimm. Ein hoher Cannabiskonsum in jungem Alter kann bei Jugendlichen u.a. schwere Psychosen oder andere psychische Probleme auslösen, wie auch das sogenannte Amotivationale Syndrom.

Bei einigen Recherchen, habe ich herausgefunden, daß auch in unserem kleinen Wachenheim die obengenannten Zahlen durchaus realistisch sein können. Ich habe mit Wachenheimer Kindern und Jugendlichen, Alter von 14 bis 22 Jahre, gesprochen und durchweg hatten Sie Erfahrung oder Kontakt mit Cannabis, bzw. wussten Sie wie und wo die Droge zu besorgen sei. Das mag zwar nicht repräsentativ sein, ist doch aber, bei der geringen Anzahl der Befragten, ca. 15 Leute, ein starker Hinweis, wie sich die tatsächliche Situation darstellen könnte.

Mein Ziel ist es für dieses Thema in der Bevölkerung und der lokalen Politik ein Bewusstsein zu wecken. Daher werde ich sowohl in den sozialen Medien, als auch in meiner Funktion als Stadtrat, und vor allem als besorgter Vater, versuchen eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu schaffen und es auf die politische Agenda des Stadtrates setzen.

Dieser Artikel ist dazu der erste Schritt, über die weiteren werde ich Sie in den entsprechenden Foren informieren. Haben Sie bitte auch keinen Klemmer, sich mit mir persönlich in Verbindung zu setzen, falls Sie Informationen oder Anregungen zu diesem Thema haben, oder sich einbringen wollen!

Es wird alles ernst genommen, da es ein Thema ist, das die wirkliche Zukunft betrifft.

Unsere Kinder.

Nächste Seite »