Sport


Wie wir schon mehrfach auf dem Blog erwähnten, und wie auch heute aus der Rheinpfalz zu entnehmen ist, wird 2016 in Wachenheim ein ziemliches Jubeljahr.

Mannigfaltige Tätigkeiten, Ausstellungen, neue Feste, alte Feste aufgepeppt, Musik, Kunst. Die gesamte Palette ehrenamtlicher Aktivitäten wird von den sehr engagierten Wachenheimer Bürgern und Vereinen abgedeckt.

Na ja. Fast.

Es gibt da zwei Institutionen, die auf Grund Ihrer grossen Mitgliederzahl geradezu prädestiniert wären, sich am bunten Treiben 2016 in erhöhtem Mass zu beteiligen. Zudem sind diese beiden Institutionen wohl noch in der tollen Lage durch die hohe Zahl der Mitglieder und den daraus resultierenden finanziellen Ausstattungen, es so richtig krachen zu lassen.

Eine der Institutionen gibt es in Wachenheim schon fast so lange, wie Wachenheim selbst. Die andere deckt des Wachenheimers liebste Leidenschaften ab.

Exakt. Die Kirche und der Sportverein. Das dynamische Duo Deutschlands und Wachenheims.

Leider ist aber genau von diesen beiden in der Planung und Ideenfindung bisher nichts beigetragen worden. Zumindest nichts, was meines Erachtens dem Anlass gerecht würde. Die evangelische Kirche hat von einem ökumenischen Gottesdienst gesprochen, die katholische liess dann wohl die evangelische für sich sprechen, was selten genug vorkommt, und der TUS sieht keine Möglichkeiten, wohlgemerkt bei über 1000 Mitgliedern!

Das empfinde ich als sehr schade, gerade doch weil diese beiden die Herzen der Menschen berühren sollten und könnten.

Liebe Kirche und lieber TUS gebt euch einen Ruck. Im Zweifelsfall macht ein Benefizspiel oder eine Ausstellung über die Rolle der Kirche in Wachenheim unter besonderer Berücksichtigung der Erfolge Wachenheimer Sportler, oder was auch immer. Es wäre schade und arm, wenn dieses einmalige Jubiläum ohne Eure Beteiligung stattfände!

Arsch hoch!!

In den letzten Monaten habe ich mich relativ rar gemacht auf dem Blog. Der Hauptgrund dafür ist, dass ich ein üppiges Pensum Radtraining durchgezogen habe. Das wiederum war nötig, um einen Radmarathon vernünftig bestreiten zu können, nämlich La Marmotte. La Marmotte gilt neben dem Ötztaler Radmarathon als eines der härtesten Radrennen, das offen für alle ist, die ihre Fitness dafür von einem Arzt attestiert bekommen. In diesem Jahr waren dabei der Col du Glandon, die Lacets de Montvernier, der Col du Mollard, der Col de la Croix de Fer und der legendäre Anstieg von Alpe D’Huez zu bewältigen – über 5100 Höhenmeter auf schließlich 181 km.

Minuten vor dem Start.

Minuten vor dem Start.

Das Profil der Radtour.

Das Profil der Radtour.

7500 Teilnehmer – von vielen Menschen auch Verrückte genannt – starten zwischen 7 und 8 Uhr morgens und gut 4600 (in diesem Jahr) kommen zwischen 13 und 22 Uhr im Ziel an. 47 der Ankommer kommen aus Deutschland (zum Vergleich 1230 aus Dänemark), davon zwei aus Wachenheim.

Drei vom „Team Wachenheim“, Martin Conrad, Christoph Jost und der Schreiber dieser Zeilen standen am Start. Christoph bekam allerdings auf dem Gipfel des ersten Anstiegs, dem Col de Glandon, solche Magenprobleme, dass er umdrehen musste. Da wir eine Wohnung im Zielort gemietet hatte, musste er trotzdem noch nach Alpe D’Huez hochfahren, kam also auch locker auf mindestens 2200 Höhenmeter  bei knapp 80 km. Doch von Anfang an.

Als wir am späten Donnerstagabend unsere Wohnung in Alpe D’Huez bezogen hatten, sind wir noch auf einen Kaffee rausgegangen. Oben im Ort wimmelte es von Marmotte-Teilnehmern – scheinbar alle aus Dänemark, England oder Holland. Und alle in Feierlaune mit Bier und extrem guter Laune. Am Freitag war die Stimmung im Dorf dann komplett anders. Am Tag vor dem Rennen – die Vorhersage wahnwitziger Hitze war inzwischen recht akkurat – stand dem meisten die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Auf dem Platz vor der Halle, in der wir unsere Startnummer abholten, hatten alle namhaften Hersteller rund um den Radsport ihre Stände aufgebaut. Während sich am Donnerstag die Trikot- und Felgenhersteller besonders viel Zuspruch hatten, umlagerten große Schwärme von Radlern und Radlerinnen am Freitag den Powerbar Stand. Powerbar bietet alle möglichen Riegel, Pülverchen und Gels, die Ausdauersportler mit legaler Energie und essentiellen Salzen versorgen. Natürlich haben alle, die bei Marmotte mitmachen, ausreichend dieser Produkte dabei. Doch am Tag vor dem Ereignis scheint alle die Panik zu erfassen und mit dieser Angst macht Powerbar gute Geschäfte. Ich habe zwei Gels gekauft.

Die Lacets de Montvernier von oben.

Die Lacets de Montvernier von oben.

Das Rennen selbst – es gibt eine Zeitnahme, doch die nehmen nur wenige wirklich ernst an diesem Tag – wird eine

Die Lacets von unten.

Die Lacets von unten.

Hitzeschlacht. Die Nachrichten hatten am Abend zuvor die Hitzewelle thematisiert, die am Samstag auch die Alpen voll im Griff haben würde. Der Rat der französischen Fernseharztes war, wenn überhaupt, Sport nur in den frühen Morgenstunden zu betreiben. Als wir am frühen Mittag bei fast 40 Grad unterhalb der zweiten Steigung des Tages standen, wussten wir, dass es ein guter Rat war. Später, auf dem Col du Mollard, war es auf 1630 m noch 33 Grad. Schatten gab es eigentlich keinen, Wasserstellen viel zu wenige. Glücklicherweise waren die Leute unglaublich hilfsbereit: Viele standen mit Gartenschläuchen vor den Türen und haben uns geduscht oder mit Wasser versorgt. Schon am frühen Nachmittag ging es für Martin und mich nicht mehr um irgendeine Zeit, sondern nur noch ums Ankommen im Zeitlimit, und auch das Zeitlimit am Fuß von Alpe D’Huez rückte irgendwann hinter „gesund“ ankommen in den Hintergrund (wir haben das Zeitlimit beide auf den letzten Drücker geschafft).

Ich erinnere mich nicht, jemals so viele Menschen gesehen zu haben, die sich am Straßenrand übergeben haben – und ich bin Rheinländer und habe dort an Rosenmontagen teilgenommen. Krämpfe plagten so richtig viele Teilnehmer, immer wieder schrien Leute, wenn sie Oberschenkelkrämpfe bekamen. Mit Martin hatte ich einen Trink-Kommissar an meiner Seite, der mich in regelmäßigen Abständen ans Trinken erinnerte. Ich schätze, dass ich über den Tag verteilt mindestens zehn Liter Flüssigkeit mit isotonischen Pulvern versetzt getrunken habe. Abends, nach dem Siegerbier, dem Pfalzstoff der Gebrüder Meyer aus Ludwigshafen, konnte ich dann sogar wieder pinkeln. Den Rest der Flüssigkeit habe ich tagsüber ausgeschwitzt.

Diese Gels und Pülverchen halten einen nicht nur länger leistungsfähig, sie bringen den Verdauungstrakt auch gehörig durcheinander. So gehören zu einer solchen Massenveranstaltung nicht nur ein sehr würziger Duft auf der Straße und Fliegenschwärme über langsamen Radlern im Anstieg, sondern auch ein Geräuschpegel wie aus einem Scherzartikellager. Man stelle sich eine vierte Klasse ohne Lehrkörper in der Furzkissenabteilung vor, dann hat man eine recht gute Vorstellung, welche Geräusche sich zu dem Schnaufen und Fluchen der Radler gesellten. Sorgten röhrende Rülpser und Flatulenz in fortissimo am ersten Berg noch für Kommentare und Gelächter, waren sie ab dem zweiten Berg so allgemein verbreitet, dass sie zu einer Art Hintergrundrauschen. Und olfaktorisch? Schwer zu sagen, wir waren ja immer in Bewegung.

Am kommenden Morgen, als wir wieder alle im Bus saßen, kam uns beim Rennen zur Alpe hoch (13 km und fast 1200 Höhenmeter) kam uns die Dreierspitzengruppe entgegen – einer davon war Christoph Fuhrbach aus Neustadt. Den Weltrekordhalter im Höhenmeterfahrer habe ich beinahe jedes Mal, wenn ich an der Kalmit war, dort getroffen. Er wurde schließlich Dritter, ein paar Sekunden hinter dem Sieger.

Jetzt erholen wir uns und hoffen, dass unsere Immunsysteme nicht allzu sehr angegriffen sind. Vor fünf Jahren, als Martin und ich schon einmal – aber bei weniger extremer Hitze – teilgenommen haben, bin ich anschließend heftig krank geworden. Um das zu verhindern, habe ich diemal mehr trainiert und konnte deshalb weniger schreiben, was uns wieder an den Ausgangspunkt dieser Erzählung führt.

Gewimmel am Start.

Gewimmel am Start.

 

Das erste Wurstmarkt-Wochenende bedeutet für Wachenheim ja immer auch das erste Wochenende ohne Schwimmbad. Vergangenen Sonntag war ich nochmal zum Abschieds-Schwimmen im Freibad – und war damit trotz des eher mäßigen Wetters in guter Gesellschaft. Wie jedes Jahr war ich ein bisschen traurig, dass es am ersten Septemberwochenende Schluss ist mit dem Badespaß. Gerade nach dem wettermäßig sehr bescheidenen August, so dachte ich, könnte eine Verlängerung in einen hoffentlich nochmal sonnigeren September doch Sinn machen.

Bestimmt war ich nicht die erste, die Bademeister Ralf Johanssen auf diese vermeintlich grandiose Idee ansprach. Er hat mir sehr geduldig erklärt, warum es eben keinen Sinn macht: Bei nicht wirklich idealen Bedingungen kommen vor allem die eingefleischten Fans in Schwimmbad. Die zahlen aber oft nicht pro Besuch, sondern kaufen sich schon früh eine Saisonkarte. Also bringen zusätzliche Öffnungstage nicht deutlich mehr Einnahmen, verursachen aber Kosten für Heizung des Wassers, Dusch- und Toilettenwasser, etc. „Freut Euch einfach über die Zeit, die das Schwimmbad geöffnet ist, weil die Stadt jedes Jahr das Geld hineinsteckt“, riet Johanssen.

Tatsächlich macht das Wachenheimer Freibad – wie eigentlich jedes öffentlich finanzierte Schwimmbad – Jahr für Jahr Verlust. Kostendeckend arbeiten nur private Spaßbäder, die allerdings deutlich höhere Eintrittspreise verlangen und daher für die meisten Familien nicht zum regelmäßigen Freizeitvergnügen taugen. Der Verlust des Wachenheimer Schwimmbads wird bei uns glücklicherweise durch die Gewinne der Stadtwerke aufgefangen. Ein guter Grund für Schwimmbad-Fans, zum Beispiel auch beim Strom auf den lokalen Anbieter zu setzen.

In anderen Kommunen ist es nicht selbstverständlich, dass die Bäder finanziert werden. In Grünstadt zum Beispiel ist das Allwetterbad bis auf weiteres geschlossen. Insgesamt fallen immer mehr Schwimmbäder den kommunalen Einsparmaßnahmen zum Opfer. Das ist nicht nur schade für die Freizeitgestaltung, sondern führt auch dazu, dass immer mehr Kinder überhaupt nicht oder nicht sicher schwimmen lernen.

Laut DRK-Wasserwacht Rheinland-Pfalz sind ein Viertel der Fünft- bis Siebenklässer im Land Nichtschwimmer. In Niedersachsen soll laut DLRG die Hälfte aller Viertklässler nicht in der Lage sein, sich selbständig über Wasser zu halten. Das ist nicht nur schade, sondern kann tödliche Konsequenzen haben, wie jedes Jahr die erschreckend hohe Zahl von Badeunfällen zeigt.

Auch in Wachenheim kann nicht jedes Grundschulkind sicher schwimmen, wie Bademeister Johannsen bei den jährlichen Besuchen der Drittklässler feststellt. Die Nichtschwimmer-Rate ist bei uns aber deutlich niedriger als die landesweit veröffentlichten Zahlen. Das liegt wahrscheinlich nicht nur am Vorhandensein des Schwimmbads, sondern auch daran, dass Kinder hier einen Schwimmkurs machen können ohne die in Großstädten üblichen Wartezeiten. Wenn Herr Johannsen mal in Pension geht, wird er wahrscheinlich nicht nur Dutzenden, sondern Hunderten von Wachenheimern das Schwimmen beigebracht haben.

Was auchmal geblogt werden muss: Mit seiner gelassen-souverän-humorvollen Art ist RalfJohannsen ein ebenso untypischer (zumindest in meiner Erfahrung) wie angenehmer Bademeister, was auch zur Wohlfühl-Atmosphäre in Wachenheims nassem Wohnzimmer beiträgt. Und so bin ich jetzt einfach nur froh, dass wir auch im September 2014 dem Schwimmbad nicht „Adieu“ sagen müssen, sondern „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

Wie ein Blogger am eigenen Leib erfahren hat, ist den Argentiniern jedes Mittel Recht, um das morgige Finale der Fussball-WM zu gewinnen. Er hat einen Spionagering in der eigenen FAMILIE ausgehoben. Beide Söhne und die Tochter haben in den letzten Tagen mit Argentiniern in Deutschland und in Argentinien intensivsten Kontakt gehabt.

Via Telefon und Facebook wurden vertraulichste Informationen an den Gegner übermittelt, sogar BESTE Wünsche gingen aus einem Wachenheimer Haus nach Argentinien.

Das BKA hat Ermittlungen aufgenommen. Wahrscheinlich wird die gesamte Familie nach Argentinien ausgewiesen, da der Fall eine noch höhere Brisanz als der NSA-Skandal haben soll.

Wir bleiben dran.

Die langfristigen Planungen unseres TuS, in zehn Jahren möchte man in der Bundesliga spielen, nehmen Formen an.

Es wurde eine finanzstarke Firmengruppe aufgetan, die bereit ist pro Jahr 2 Millionen Euro in die Struktur und Infrastruktur des Vereines zu investieren. Mit zunehmendem Erfolg wird diese Summe erhöht werden. Auch eine Umwandlung in eine AG ist in Zukunft angedacht.

Ein Sprecher des Konsortiums, es besteht aus Vertretern der Lebensmittelbranche und der Pharmaindustrie, sagte, man freue sich auf eine Zusammenarbeit und hoffe, den sportlichen Verschmelzungen der Top-Fussballvereine, speziell hier in der Region, zu einer Spielgemeinschaft, dauerhaft etwas entgegensetzen zu können.

Als ein erstes starkes Zeichen wurde Felipe Scolari, noch Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, ebenso wie sein Stab, dauerhaft an den TuS gebunden. Scouting, professionelles Management, Win-Win-Situationen schaffen sind die Eckpfeiler des scolarischen Masterplans. Herr Scolari gab als kurzfristige Vision das Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals aus. Das Finale sieht er als unrealistisch an.

Herr Kurt Weilacher, bisher äusserst erfolgreicher Jugendtrainer und Architekt des Wachenheimer Wunders, der diese Aufgabe eigentlich vor der Brust hatte, war leider nicht für ein Interview zur Verfügung.

Wir bleiben dran.

Politik, Sex und Fussball sind die Themen, die die Massen bewegen. Politik hatten wir zur genüge, Sex kommt ein andermal, also bleibt jetzt definitiv der Fussball!

Uns interessiert Ihre Meinung, wer denn Weltmeister in Brasilien werden wird. Daher ist diese Umfrage, etwas anders geartet. Sie können andere Mannschaften als die, die genannt sind hinzufügen.

Man darf über den Fussballverstand der Wachenheimer & Co. sehr gespannt sein!

Die Fußball B-Jugend des TUS Wachenheim hat ein kleines Stück Wachenheimer Sportgeschichte geschrieben.

Als erste Wachenheimer Mannschaft ist es den Jungs von Kurt Weilacher, Matthias und Vesna Darstein gelungen, in drei verschiedenen Altersklassen jeweils die Meisterschaft zu erreichen.
Für eine Mannschaft, deren Gerüst seit der D-, teilweise E-Jugend und Bambinis zusammenspielt, ist das eine fantastische Leistung.

Die vorzeitige Meisterschaft im Kreis Rhein Mittelhaardt wurde durch eine Niederlage des nächsten Verfolgers, 08 Hassloch, möglich.

Diese Konstanz über lange Jahre hinweg ist eine wirklich großartige Performance der Mannschaft und des Trainerstabs.

Chapeau!!

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