Triviales


1. Laut Ihrer Aussage haben Kolumnisten ihr Handwerk gelernt. Ich dachte, wirklich, die heilige Kuh des Journalisten sei die Recherche. Hätte eine solche Bei der RP oder bei den anderen Medien, für die so empört Partei ergriffen wird stattgefunden, wäre mit einem, EINEM, Klick klargewesen, welcher Natur diese Meldung ist. Einige der RP Redakteure haben das übrigens sofort verstanden.

2. Auch, daß andere Medien darauf anspringen zeigt, wie wenig Inhalte in der Sommerzeit zu verbreiten sind. Und Glamour ist ja geil und schafft Quote…

3. Die RP Redaktion fühlte mir nicht auf den Zahn, sondern fand die Idee lustig und auch den von mir erklärten Zweck dahinter durchaus lehrreich, den Leuten zu zeigen, wie Fake News funktionieren (das sind keine Fake News und belegbar).

4. Diesen Brillen-Bruce-Artikel, mit meiner politischen Tätigkeit zu verknüpfen und damit meine politische Organisation und Arbeit zu verunglimpfen zeigt mir, wessen Geistes Kind dieser Artikel ist.

5. Ich wüsste nicht welche Bärendienste ich dem Wachtenblog erwiesen habe. Ich bitte um Aufklärung.

6. Mir meine Motivation für diesen Artikel abzuprechen und von ummünzen zu sprechen, halte ich für nicht belegbare Fake News, bzw. bewusste politische Meinungsmache, die von der RP und anderen instrumentalisiert werden soll.

7. Hätten die beteiligten Journalisten richtig recherchiert, wäre auch der Hintergrund für die Wachtenblogmeldung über die Alte Winzergenossenschaft klar. Dieses Argument, ein Jahr nach diesem Wachtenblogartikel, unreflektiert in die Argumentationlinie zu bringen, zeigt mir, die Verbindungen, die wohl zum Kauf der Brille, die beim Artikel schreiben aufgesetzt war, geführt haben.

Am meisten regen sich die Menschen doch über die Dinge auf, die Ihnen im vorgehaltenen Spiegel bewusst gemacht werden. Eulenspiegel. Tut Scheisse weh.

8. Dass die Verwaltung der Stadt Wachenheim und der Verbandsgemeinde auf Grund solcher Witze vor dem Kollaps stünden , na, wenn das so ist, dann Gute Nacht! Übrigens sollte man auch hier reflektieren, da die Meinung eines genervten Bürgermeisters nicht die Gesamtmeinung der Belegschaft und 'seiner' Bürger repräsentiert.

9. Die Wachenheimer Liste und ihre politische Arbeit in die Waagschale zu werfen, ist doch eher Journalismus der niederen Art. Bei Recherche und Abnahme der parteipolitischen Brille, finden man auch hier, welche politischen Leistungen die WL erbracht hat und immer noch erbringt.

Freundliche Grüsse und ein schönes recherchevolles Wochenende!

Bleiben Sie am Ball!!

PS.

Im Vergleich zum ursprünglichen Artikel sind einige Änderungen vorgenommen worden. Inhaltlich ist der Artikel gleich geblieben…
Anmerkung des Verfassers

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Die Ergebnisse der kleinen Umfrage zu der Qualität des Weinfestes waren eindeutig.

Fast 50% der Leser, die abgestimmt haben, fanden das Weinfest „gut, aber Potential nach oben!“ Zählt man die Leser hinzu, die das Weinfest „Super – nix ändern“ finden, ist das eine 3/4 Mehrheit für die beiden besten Noten.

Toll!

Umgekehrt gedacht, heisst das aber auch, dass 3/4 der Leser, die abgestimmt haben, das Wachenheimer Weinfest zumindest in Teilen für noch verbesserungswürdiger halten.

Hier ist ihre Meinung gefragt! In der angehängten Liste können sie gerne eintragen, was Sie an unserem Weinfest ändern würden. Auch über diese Punkte kann dann von den Lesern abgestimmt werden, sodaß sich ein sehr breites Spektrum ergeben kann !

Viel Spaß, ich freue mich darauf!

Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat bekanntgegeben, die Rezeptur der Maggi-Würze verändern zu wollen.

Hallo!

Geht’s noch?

Nicht genug, daß dieser Gobalmultihassausbeutungskonzern versucht die Trinkwasserressourcen der Menschheit unter seine Kontrolle zu bringen?

Nicht genug, daß dieser Raubritter des Kapitalismus und des industriellen Junkfoods gegen kleine Hersteller und Händler von Lebensmitteln ins Feld zieht und einen regelrechten Vernichtungskrieg führt.

Nein, jetzt muss es auch noch das Maggi sein.

Der Geschmack meines Lebens!

Meine Oma, eine Kriegerwitwe, war bitterarm. Sie hatte noch einen Herd, der mit Kohle geheizt wurde, und oft nicht genügend Geld, um schöne Wurst zum Abendbrot aufzutischen. Wenn ich dann als kleiner Fips bei ihr sein durfte, in diesem kleinen Siedlerhaus, das notdürftig, weil im Krieg zerbombt, wieder aufgebaut war, und abends in der Küche saß, bekam ich aus der Not heraus eine Scheibe Schwarzbrot, die auf dem Kohleherd geröstet war. Auf dieses träufelte sie ein paar Tropfen Maggi und bestrich es dann mit Butter, die leicht zerschmolz. Dies ist der Geschmack meiner Oma und meiner Kindheit, der sich bei mir eingebrannt hat, und den ich jederzeit wieder abrufen kann.

Ich habe immer eine, SEHR, große Flasche Maggi im Haus.

Wenn ich mich im Vereinshaus meines Fussballvereines als E- oder D-Jugendspieler an den Tisch setzte, stand immer eine Flasche MAGGI auf demselbigen und allen anderen Tischen. Erstmal ein Tropfen auf den Handrücken, abgeleckt und das Leben war sofort, auch nach Niederlagen, wieder gut!

Meine Mutter ist wirklich eine gute Köchin. Suppen macht sie SUUUUPER. Ihre Suppe mit selbstgemachten Markklöschen ist eine Sensation. Mit Maggi eine Offenbarung. Sie brach fast in Tränen aus, wenn ich sofort, ohne vorher die Suppe oder andere leckere Essen zu probieren, DIE Flasche in die Hand nahm und ordentlich „nachwürzte“

Meine andere Oma, irgendwo muss es meine Mutter ja herhaben, eine fantastische Köchin. Ihre ‚vum Bredd gschabte‘, also selbstgemachte Spätzle, fingerdick und von einer traumhaften Konsistenz, nun, ich brauchte keine Soße dazu. Nur MAGGI!

Selbst auf Süssspeisen, wie ihre selbstgemachten ‚Griesknepp‘ kam, nein kein Apfelmus oder so Pappzeug. Nein, MAGGI!

Selbst heute noch gibt es Speisen, zu denen ich bewusst MAGGI esse. Nicht mehr so wie als Kind, aber der Zauber funktioniert noch.

Als ich dann Älter wurde und mich ein wenig über Maggi informierte, wurde mir klar, dass Herr Maggi ein sozialer und fortschrittlicher Unternehmer war, der viel für seine Arbeiter und Angestellten getan hat. Noch ein Argument meiner Leidenschaft(oder Sucht) zu frönen. Die linke Seele der Jugend hatte ihre Rechtfertigung.

Und jetzt, in diesen harten modernen Zeiten, gehen diese gefühlslosen allglatten Manager, denen nur der Umsatz und das Marketing wichtig sind, damit sie ihre Quartalszahlen auch die Aktionäre milde stimmen, hin und bombardieren dieses Relikt.

Ein Relikt, das zwei Weltkriege überdauert hat, eine Nazidiktatur, Mauerfall, Kubakrise etc.etc. Und ein Relikt, das für viele ein kulinarischer Geschmacksanker der Kindheit ist. Festgebrannt im Gedächtnis des Lebens.

Etwas, was die Menschen aller Klassen eint, ohne Rücksicht auf Herkunft, Stand und Vermögen.

Daher bitte ich alle Leser die beigefügte Petition zu unterschreiben, die direkt auch an den Chairman von Nestlé geschickt wird. Einfach auf den ‚Petition‘-Link klicken, abstimmen. Fertig.

Lasst uns etwas dafür tun, dass uns dieser Geschmack erhalten bleibt, der Geschmack von Kindheit, von Emotionen, von Cordsesseln und orangenen Tapeten, der Geschmack der arbeitenden Bevölkerung.

Vielleicht tragen wir ja ein wenig dazu bei, dass diese Raubritter ihren Rosebud, unser Maggi fühlen.

 

 

 

 

Ich habe lange mit mir gekämpft, genau gesagt drei Tage, ob ich diesen Artikel schreiben soll oder nicht. Einen Artikel über eine Wachenheimer Institution, die lange vor Internet, Facebook und Co. eine ausserparlamentarische Opposition darstellte und mit spitzer Feder die Finger in Wachenheimer Wunden legte, Wachenheimer Augen öffnete, oder dafür sorgte, dass jene nicht verschlossen wurden.

Nach der Lektüre der letzten beiden „Amtsblätter des Hexennachtkomitées Wachenheim/Weinstrasse“, immerhin # 32 und 33, ist mir das vergnügliche Grinsen und manchmal auch schadenfrohe Lachen mehr oder minder im Hals stecken geblieben.
Von den eigenen Ansprüchen hat sich das Hexen-Komitée weit entfernt. Leitlinien wie ’nicht unter die Gürtellinie zu gehen‘ und nicht politisch zu sein wurden locker gerissen. Wie in der letzten Ausgabe eine erkrankte Mitarbeiterin der Gemeinde doof und plump anzugehen, ist schon fast unterirdisch und die kruden Äusserungen zu Asybewerbern und Flüchtlingen sind einfach beschämend und abstossend.Hinzu kommt ein Timbre der Gestrigkeit bei dem immer wieder auf ‚Alte Zeiten‘, ‚Alte Verdienste‘ und ‚Alte Fehden‘ verwiesen wird, mit dem Höhepunkt der Unterscheidung in Alt- und Neubürger Wachenheims. Hier werden Gräben bearbeitet, die es schon lange nicht mehr gibt, bzw. dafür gesorgt, dass Gräben nicht geschlossen werden, die schon längst geschlossen sein sollten(auch ich bin Neubürger und gewählter Stadtrat). Ein gewisser Selbstzweck der Hexen ist hier wohl schwer von der Hand zu weisen, man möchte sich ja nicht selbst überflüssig machen. 
Der Zauberstab ist gebrochen und statt glühender Funken, die auf der Haut brennen kann man nur noch die Geräusche des lauen Lüftchens hören, die aus dem Stumpf dringen und zwischen den Zeilen die gebrochenen Träume der Autoren und Autorinnen wahrnehmen.
Insofern ist das ‚Hexenblatt‘ in der vorliegenden Form für mich ein Anachronismus auf den ich in Zukunft beim Kaffeetrinken an künftigen Maifeiertagen gerne verzichten könnte. 
Umso mehr wäre es mir aber eine Riesenfreude, sollte es den Autoren und Autorinnen gelingen, die eigenen Ansprüche umzusetzen, um wirklich wieder zu werden, was das Hexebleddel mal war.

Ein Quell der ironischen und sarkastischen Kritik, ein Pranger der Wachenheimer Eitelkeiten und, vor allem anderen, ein vergnüglicher Wachenheimer Jahresrückblick.

V

Der mittelalterlichen Geheimwissenschaft galt das ‚V‘ als schrecklich. Es galt als Zeichen für Entfremdung und Trennung, als Zeichen für Hass und Streit. Und in der Tat – das ‚V‘ gabelt sich, das ‚V‘ strebt auseinander.

Es ist wie der Krater des Vesuv, wie der Krater eines Vulkans geöffnet, der Feuer und Asche speit.

Das ‚V‘ ist das böse Versteck der Viper, der Sitz des Verdrusses, der Treffpunkt der Verräter, der Streitplatz böser Verwandter und der Verbannungsort der Verfluchten und Verbrecher.

In das ‚V‘ haben sich die ganze Vergangenheit, die Vorwelt und die sämtlichen Vorfahren zurückgezogen. Es ist der Platz des Verfalls und der Scherbenberg der Verwesung. In seinen beiden Schenkeln zuckt der Veitstanz, der durch die Gassenmittelalterlicher Städte raste und tobte. Es ist der Ausgangspunkt der Vaganten und Vagabunden, die die Strassen und Landschaften bettelnd und lärmend durchzogen. Das ‚V‘ ist ein Stück des Visiers, mit die Ritter der Turniere ihr Gesicht vergitterten. Der blutsaugende Vampir, der gefürchtete Nachtmar des Aberglaubens, hängt im harten Steinspalt des ‚V’eingekrallt. Dieser Buchstabe hat das Blasende, Fauchende, Huschende, und Spöttische des mittelalterlichen teufels, Junker Voland, der Schreckende, genannt! Das ‚V‘ ist auch der spitze umgestülpte Huteines strengen Vogtes dessen Zwingburg auf hohem Hügel stand.

Vieles Böse, Quälende, Niederträchtige und Schlimme beginnt mit ‚V‘ – das Verderben, der Verrat, das Verbrechen, die Verwahrlosung, das Verließ, der Verlust, das Verhängnis, die Vergeudung, die Verblendung, die Verschlechterung, das Verbot, die Verführung, der Verfall, die Verachtung, das Verschwinden, der Verweis, der Verzicht. Das ‚V‘ ist nebst dem ‚K‘ und ‚Z‘ der Buchstabe, darin die meisten Romane des Schmerzes und des Kummers liegen.

Besser zeigt sich das ‚V‘ in Verbindung mit ‚O‘ in der Silbe ‚vor‘. Das’O‘ schenkt dem ‚V‘ Fülle, während das ‚E’dem ‚V‘ fast nur Elend und Entbehrungen, Enttüschungen und Entsetzlichkeiten bringt. ‚V‘ und ‚O‘ verbinden sich zu würdigen, nützlichen und oft angenehmen Dingen. Das ‚O‘ füllt das ‚V‘ mit Vorrat, es verleiht ihm Vorsprung und Vorrecht vor anderen, es schenkt ihm Vorteile und Vorzüge, die Vorsehung schwebt über ihm, es hilft ihm durch Vorschub und malt in sein Gesicht Vornehmheit und auch Vorsicht.

Das ‚V‘ zeigt sich aber hübsch und lieblich, wenn es die Form einer Vase annimmt. Es ist das geöffnete Bett der Venus, der Göttin der Liebe.Das’V‘ hat die Form und den Keil eines ganzen fliegenden Vogelzugs.

Es sieht aus wie eine Scheide, wie die Schote(Vagina) der Vanille. Es hat Ähnlichkeit mit einem Ventil, durch das Sturmwind, der ventus der Lateiner, streicht.

Durch seine Pforte strömt die Riesenmasse des Volkes.

Das ‚V‘ ist einkräftiger, harter und vorwärtsstürmender Buchstabe. Die ganze Kraft des Mannes muss bei seinem Laut eingesetzt werden. Das Latein, bevorzugt das ‚V‘: Im Latein heisst das Leben vita, die Kraft vis und der Sieg victoria.

‚V‘ bedeutet ausserdem die Zahl fünf.

Und die Fünf war Mars, dem Gott des Krieges und der Schlachten, beigeordnet.

Wappen_verb_wachenheim

Stadt Wachenheim 1739 ist erstmals die heutige Wappenform als Siegel belegt. Der das W haltende Löwe wurde 1748, nunmehr verselbständigt, wieder im sogenannten kleinen Siegel aufgegriffen.
Dieses sowie der viergeteilte Schild als großes Siegel überwogen in der Folgezeit, und die königliche Verleihung gab dem Wunsch Wachenheims statt, beide Wappen führen zu dürfen, allerdings bei dem großen Wappen unter Hinzufügung eines Schildhauptes, mit einem schwarzen Großbuchstaben W, zunächst in silbernem Feld.
Die Genehmigung der Wappen beruht auf König Ludwig I. von Bayern und wurde am 7. Oktober 1845 erteilt.

Die Wappenbeschreibung des Wappens Gönnheims lautet: „In Silber auf grünem Boden der heilige Martin in blauem Harnisch auf einem nach links schreitenden goldbezäumten und -behuftem Schimmel reitend, seinen roten Mantel durch ein silbernes Schwert mit einem am Boden sitzenden Bettler mit goldenem Lendenschurz teilend“.
Am 15. Mai 1845 genehmigte König Ludwig I. von Bayern offiziell das Wappen.

Die Wappenbeschreibung Friedelsheims lautet: „Eine vor blauem Hintergrund abgebildete silberne Burg mit offenem Tor und drei Türmen mit spitzen roten Dächern, gekrönt von je einer goldenen Wetterfahne“.

Das Wappen von Ellerstadt wurde am 10. August 1925 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern in München genehmigt. Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Grund ein bewurzelter grüner Eller- oder Erlenbaum mit stilisierten Blättern, dessen Stamm von zwei Wappenschilden beseitet wird, die an zwei historische Geschlechter der Ortsherrschaft erinnern. Der rechte Schild ist von Blau, Silber und Rot geteilt (Herren von Flersheim), der linke zeigt in Silber einen roten Balken, begleitet oben von zwei, unten von einer roten Kugel.

Mottowahl- Stadtjubiläum Wachenheim-001http://www.2016wachenheim-erleben.de/aktuelles/

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