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Die Ergebnisse der kleinen Umfrage zu der Qualität des Weinfestes waren eindeutig.

Fast 50% der Leser, die abgestimmt haben, fanden das Weinfest „gut, aber Potential nach oben!“ Zählt man die Leser hinzu, die das Weinfest „Super – nix ändern“ finden, ist das eine 3/4 Mehrheit für die beiden besten Noten.

Toll!

Umgekehrt gedacht, heisst das aber auch, dass 3/4 der Leser, die abgestimmt haben, das Wachenheimer Weinfest zumindest in Teilen für noch verbesserungswürdiger halten.

Hier ist ihre Meinung gefragt! In der angehängten Liste können sie gerne eintragen, was Sie an unserem Weinfest ändern würden. Auch über diese Punkte kann dann von den Lesern abgestimmt werden, sodaß sich ein sehr breites Spektrum ergeben kann !

Viel Spaß, ich freue mich darauf!

Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat bekanntgegeben, die Rezeptur der Maggi-Würze verändern zu wollen.

Hallo!

Geht’s noch?

Nicht genug, daß dieser Gobalmultihassausbeutungskonzern versucht die Trinkwasserressourcen der Menschheit unter seine Kontrolle zu bringen?

Nicht genug, daß dieser Raubritter des Kapitalismus und des industriellen Junkfoods gegen kleine Hersteller und Händler von Lebensmitteln ins Feld zieht und einen regelrechten Vernichtungskrieg führt.

Nein, jetzt muss es auch noch das Maggi sein.

Der Geschmack meines Lebens!

Meine Oma, eine Kriegerwitwe, war bitterarm. Sie hatte noch einen Herd, der mit Kohle geheizt wurde, und oft nicht genügend Geld, um schöne Wurst zum Abendbrot aufzutischen. Wenn ich dann als kleiner Fips bei ihr sein durfte, in diesem kleinen Siedlerhaus, das notdürftig, weil im Krieg zerbombt, wieder aufgebaut war, und abends in der Küche saß, bekam ich aus der Not heraus eine Scheibe Schwarzbrot, die auf dem Kohleherd geröstet war. Auf dieses träufelte sie ein paar Tropfen Maggi und bestrich es dann mit Butter, die leicht zerschmolz. Dies ist der Geschmack meiner Oma und meiner Kindheit, der sich bei mir eingebrannt hat, und den ich jederzeit wieder abrufen kann.

Ich habe immer eine, SEHR, große Flasche Maggi im Haus.

Wenn ich mich im Vereinshaus meines Fussballvereines als E- oder D-Jugendspieler an den Tisch setzte, stand immer eine Flasche MAGGI auf demselbigen und allen anderen Tischen. Erstmal ein Tropfen auf den Handrücken, abgeleckt und das Leben war sofort, auch nach Niederlagen, wieder gut!

Meine Mutter ist wirklich eine gute Köchin. Suppen macht sie SUUUUPER. Ihre Suppe mit selbstgemachten Markklöschen ist eine Sensation. Mit Maggi eine Offenbarung. Sie brach fast in Tränen aus, wenn ich sofort, ohne vorher die Suppe oder andere leckere Essen zu probieren, DIE Flasche in die Hand nahm und ordentlich „nachwürzte“

Meine andere Oma, irgendwo muss es meine Mutter ja herhaben, eine fantastische Köchin. Ihre ‚vum Bredd gschabte‘, also selbstgemachte Spätzle, fingerdick und von einer traumhaften Konsistenz, nun, ich brauchte keine Soße dazu. Nur MAGGI!

Selbst auf Süssspeisen, wie ihre selbstgemachten ‚Griesknepp‘ kam, nein kein Apfelmus oder so Pappzeug. Nein, MAGGI!

Selbst heute noch gibt es Speisen, zu denen ich bewusst MAGGI esse. Nicht mehr so wie als Kind, aber der Zauber funktioniert noch.

Als ich dann Älter wurde und mich ein wenig über Maggi informierte, wurde mir klar, dass Herr Maggi ein sozialer und fortschrittlicher Unternehmer war, der viel für seine Arbeiter und Angestellten getan hat. Noch ein Argument meiner Leidenschaft(oder Sucht) zu frönen. Die linke Seele der Jugend hatte ihre Rechtfertigung.

Und jetzt, in diesen harten modernen Zeiten, gehen diese gefühlslosen allglatten Manager, denen nur der Umsatz und das Marketing wichtig sind, damit sie ihre Quartalszahlen auch die Aktionäre milde stimmen, hin und bombardieren dieses Relikt.

Ein Relikt, das zwei Weltkriege überdauert hat, eine Nazidiktatur, Mauerfall, Kubakrise etc.etc. Und ein Relikt, das für viele ein kulinarischer Geschmacksanker der Kindheit ist. Festgebrannt im Gedächtnis des Lebens.

Etwas, was die Menschen aller Klassen eint, ohne Rücksicht auf Herkunft, Stand und Vermögen.

Daher bitte ich alle Leser die beigefügte Petition zu unterschreiben, die direkt auch an den Chairman von Nestlé geschickt wird. Einfach auf den ‚Petition‘-Link klicken, abstimmen. Fertig.

Lasst uns etwas dafür tun, dass uns dieser Geschmack erhalten bleibt, der Geschmack von Kindheit, von Emotionen, von Cordsesseln und orangenen Tapeten, der Geschmack der arbeitenden Bevölkerung.

Vielleicht tragen wir ja ein wenig dazu bei, dass diese Raubritter ihren Rosebud, unser Maggi fühlen.

 

 

 

 

„Logenplatz. Tolles Wetter. Kein Champagner, sondern ein leckerer erfrischender weißer Wein. Freunde.

Seit Jahren arbeiteten wir auf diesen Tag hin. Einmal live dabei sein. Dabei sein, wie das Feld der Boliden mit einer unglaublichen Lautstärke und Geschwindigkeit an uns vorbei zieht. Ein fast erotisches, ja metaphysisches Erleben des technisch Machbaren. Die Überlegenheit des menschlichen Geistes über die Natur. Den Fliehkräften trotzend. So sehr, dass diese Raketen auf vier Rädern kopfüber wie eine mystische Gottheit an der Decke fahren könnten.

Vettel zog als erster vorbei. So schnell und laut, daß die Gläser auf dem Tisch bedenklich wackelten.
Wie geil ist das denn?
Der Streckenposten konnte gerade noch während dieser Demonstration der Männlich- und Verwegenheit auf die Seite springen, ansonsten wäre das Rennen für Vettel und das Leben für den Streckenposten beendet gewesen.
Vettel gewann das Rennen souverän. Den Streckenposten hat es doch noch erwischt. Alonso nagelte ihn in die Begrenzung. Ah, das ist Motorsport.

Danach gab es noch ein Charity-Rennen der 1000ccm Motorradklasse. Das leider abgebrochen werden musste. Der Führende rutschte schon in der Aufwärmrunde bei Tempo 90 auf der Blutlache des zuvor verunfallten Streckenposten aus. Wir waren so nah dran am Unfallgeschehen, daß wir das Krachen hören konnten, das der Helm beim Aufprall an die Streckenbegrenzung machte.

Drama. Abenteuer. Kampf. Überholmanöver. Die wirklich beste Strecke im Formel 1 – Circus und die spektakulärste Kurve der Welt. Schliesslich hat Ayrton Senna mal gesagt, Formel 1 fahren in Monaco sei wie mit einem Hubschrauber im Wohnzimmer zu fliegen.

RECHT HAT ER!

Welch ein Renn-Abend…“

Frank? FRAANK?! Hallo! Sag mal, träumst du? Die Bedienung hat gerade gefragt, ob du noch eine Schorle willst!! Und wir sind schon beim nächsten Thema!!

Äh, was Achim? Tschuldigung, ich war abwesend, der Verkehr hier, hat mich ans Denken gebracht. Ah ja, Schorle, ja BITTE. Oh Christel, ich hab dich gar nicht gesehen, wie geht’s? Thema, ah ja, was denn? Verkehrsberuhigung der Weinstraße, das find ich gut und wichtig. Ganz wichtig!

Am Rathausplatz 21.00

1: Serwus, machmermol ähn Schorle bidde!
2: Was hooscht gsacht?
1: Ähn Schorle bidde!
2: Isch verschdeeh disch nedd. Du muschd lauder schweddse!
1: Hä?!
2: Hä, WAS?
1: Oaah, die Scheissmussig. ÄHN SCHORLE BIDDE!
2: Ah, ähn Schorle! Was fer eener häddschden gern? Riesling, Weissherbschd!
1: Hä?
2: Oaah, die Scheissmussig. Iwwerall duuds blärre. On de Kärsch, Vorne, Hinne. Isch wer gonz heggewelsch.
1: Hä, WAS?
2: RIESLING ODDER WEISSHERBSCHD?
1: Isch verschdeeh disch nedd. Du muschd lauder schweddse!
2: R I E S L I N G O D D E R W E I S S H E R B S C H D!!
1: Nää, isch habb kä Pfand. Riesling.
2: Hoschd Pfond kabbt?
1: Nä, kä Weissherbschd. RIESLING
2: PFOND?
1: NÄ! GEBB MERR JETZT VERDOMMT NOCHEMOL ÄN SCHORLE!
2: Sachemol, was werschden so aggresief?
1: NEDD SIESS, SAUER!
2: Blos mer doch jetzt ämol de Howwel aus! Nämm jetzt de Schorle
1: Moi liewes Bissel. Is des laud. Do konnschd jo gar nix verschdehe. Kumm, egal was, geb her!
3: Wisst Ihr, wie ihr mehr verkaafe kännd? Indemm der schneller mache duud.
1: Hä?
2: Hä?
3: Hä?
1: Wonn du jetzt ah noch ofonge duschd, halt blos die Gosch!
2: Isch mach jetzt Feierowend. Isch bring des nimmie.

1 zieht von Dannen. 10 Minuten später kommt es bei den Pfadfindern zur Massenschlägerei.
1 auf der Bahre der Sanitäter vor dem Pfafinderstand liegend übel zugerichtet:

Isch wollt doch bloss in Ruh än Schorle drinngke!

„Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für Organisationen. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche bzw. materielle Ziele wie zum Beispiel Einkommen oder um emotionale bzw. immaterielle Ziele wie zum Beispiel Anerkennung handeln. Zur Umsetzung von Zielen in Ergebnisse bedarf es der Umsetzungskompetenz.“

Wikipedia

 

Hurra. Welch ein Erfolg!

Die Gefahr für Europa, Frankreich, Deutschland, ja für die ganze Welt ist gebannt. Ist dem wirklich so?

Eine rechtsreadikale Kandidatin, zumindest nach meinen persönlichen Maßstaben, erhält im Mutterland der modernen Demokratie 35% der abgegebenen Wählerstimmen! Eine rechtsradikale Partei, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben zieht zum 12.(!) Mal hintereinander in einen deutschen Landtag ein. Ein autokratischer Präsident im Herzen Europas höhlt, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben, eine demokratische Struktur in seinem Land aus. Und nochmal, ein autokratischer Präsident…usw.usw.

Hier muss doch die Frage erlaubt sein, ob diese Entwicklungen nicht als Folge von Misserfolgen zu sehen sind, Folgen einer Politik der Arroganz und Hybris, die ein krankes Selbstverständnis hat und sich als alternativlos fühlt.

Irgendein schlauer Mensch sagte mal, dass, wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruhe, trüge man sie an der falschen Stelle.  Und das Gefühl Erfolg zu haben, wenn die Lorbeeren schon welk geworden sind und am Allerwertesten pieksen, ist ein ganz gefährliches.

Die Wahlergebnisse und politischen Entwicklungen der letzten Monate sollten als Mahnung und Erinnerung wahrgenommen werden. Nicht als Erfolg. Ich kann mir nicht vorstellen, siehe obige Definition, dass eine 35% starke Rechtradikale ein Ziel ist, das von demokratischen Parteien erreicht werden will.

 

 

 

Seit zwei Jahren gibt es die Facebook-Gruppe „VG Wachenheim-Forum“, die Bürgern der VG Wachenheim die Möglichkeit bietet, alles mögliche über unsere VG zu posten. Ob Veranstaltungen, Hinweise, News, fast alles ist erlaubt und gewünscht. 

Die Gruppe hat mittlerweile 329 Mitglieder(!) und entwickelt sich langsam zu einer Plattform, die mehr und mehr von der Öffentlichkeit angenommen und auch bekannter wird!

Einfach vorbeischauen!

Man freut sich auf jede(n) einzelne(n) und die informativen Beiträge und Meinungen!

Seit geraumer Zeit engagiere ich mich in der kommunalen Politik.

So bin ich Mitglied des Wachenheimer Stadtrates und Mitglied einiger Ausschüsse, wie z.B. des Haupt- und Finanzausschusses, oder des Rechnungsprüfungsausschusses. Ebenso bin ich durch das Ausscheiden von Herrn Lothar Sturm mittlerweile Vorsitzender der Fraktion der WL, der Wachenheimer Liste.

Bevor ich mich politisch zu betätigen begann, bloggte ich hier, dass eine meiner Hauptmotivationen das Kennenlernen des inneren Ablaufes der Politik sei. Und ich darüber bloggen wolle.

Dies habe ich bisher nicht getan.

Dieses Nicht-Tun lag in dem Umstand begründet, dass ich es für wichtig halte, politische Ämter die man begleitet, von der Person zu trennen. Ich wollte und will den Wachtenblog nicht als „Partei-Organ“ einer politischen Vereinigung missbrauchen, bzw. von politischen andersmeinigen Mitstreitern diskreditiert wissen.

Dieses Prinzip breche ich auch weiterhin nicht, da ich nicht über politische Themen bloggen werde, die im Stadtrat der Stadt Wachenheim anhängig sind. Sondern ich werde zum einen über meine realen Erfahrungen schreiben und über meine Meinung, wie ich zur Zeit den Ablauf der ‚grossen‘ Politik im Zusammenhang sehe und werte. Nicht über konkrete politische Vorgänge in Wachenheim.

Nun vor allem bin ich von der Komplexität aller politischen Vorgänge überrascht. Zu allem gibt es ein Gesetz, eine Vorschrift, eine Verfahrensweise die einzuhalten ist. Das geht leider soweit, dass im Rat gefasste Beschlüsse durch Formalien und Formalitäten einfach schon per se verwaltungstechnisch Zeit brauchen um umgesetzt werden zu können. Hinzu kommen dann noch die politisch motivierten Verzögerungen, Verschleppungen und Blockaden… Was zum einen sehr interessant ist, aber auch zu einer gewissen Frustration bei den Stadträten und damit auch bei den Wählern jedweder Couleur führen kann, da sich oftmals der Eindruck bilden kann es gehe nichts voran. Dies sind jedoch nur die stadtinternen Hindernisse. Über die Möglichkeiten und Manöver, die sich auf übergeordneter Ebene bieten, Verbandsgemeinde, Kreis, Land etc. hier zu schreiben, bräche den Rahmen des Artikels. Ist aber noch unbefriedigender, da ja bereits gefasste Entschlüsse des Stadtrates blockiert werden können.

Auch gibt es dem Stadtrat zuarbeitende Gremien. Die von mir o.g. Ausschüsse. In diesen werden Themen vordiskutiert und vorberaten. Die Ergebnisse der Ausschussarbeit werden dann dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt. Dies dient zum einen der Entlastung des Stadtrates, da dieser nicht die gesamte Detailarbeit leisten kann. Allerdings ist es auch so, dass der Stadtrat und somit die Stadträte nicht den Empfehlungen der Ausschüsse folgen muss. Diese sind auch nicht ausschliesslich mit Stadträten besetzt, sondern von den Parteien gibt es eine Mindestanzahl an Räten, die im Ausschuss sein müssen und es gibt, ernannte Mitglieder, die aber nicht zwingend Mitglied des Rates sein müssen. Das können dann in den jeweiligen themenbesetzten Ausschüssen Menschen mit spezifischer Erfahrung sein, aber auch Menschen mit spezifischen Interessen. Hier beginnt eine Politik, die von gewählten Vertretern eines Stadtparlaments gemacht wird, und dem Agieren von Interessensgruppen, die definitiv aus nicht gewählten Vertretern bestehen.

Dies kann dann zu einer Politik der Hinterzimer führen, die ich als politisch interessierter Mensch ablehne, da ich den Stadtrat als das entscheidende Gremium gerade für den politischen Diskurs sehe. Auch die Öffnung der Ausschüsse für den Bürger mit dem neuen Transparenzgesetz reicht hier nicht aus, da die Trägheit des Bürgers, die es aufzubrechen gilt, diesem Transparenzprinzip entgegensteht. So gibt es zum Teil Ratssitzungen bei denen kein einziger Bürger teilnimmt, um sich über das politische Geschehen in Wachenheim zu informieren. Der Schritt in einen der Ausschüsse ist noch ein grösserer, da die öffentliche Wahrnehmung eine noch geringere ist. Die einzige Öffentlichkeit ist ab und an die Presse bzw. eine Zeitung, die ab und an anwesend ist, wenn öffentlichkeitswirksame Themen vorgestellt werden.

Daher muss es meines Erachtens im Interesse aller in Wachenheim aktiven politischen Gruppierungen sein, die Bürger zu motivieren und zu aktivieren, da nur informierte Bürger eine reflektierte Meinung haben können und nicht den populistischen Schlagworten folgen, die von modernen Rattenfängern geflötet werden.

Wie ist es Bürgern, denen es schon auf der untersten kommunalen Stufe extrem schwer fällt, möglich die Stufe zum politisch informierten Bürger zu nehmen, da sie auch auf Grund der Komplexität der politischen Vorgänge überfordert und frustriert sind? Wie ist es für einen ‚Normalbürger‘ möglich hinter die Schlagworte zu schauen, die ihm täglich präsentiert werden?

Und wie ist es dem Bürger möglich hinter die Masken von Politikern zu schauen, die einen Instinkt für die Themen der Bürger haben, diese eben in schöne Schlagworte und Parolen packen, und dem Bürger vorgaukeln schnelle einfache Lösungen zu haben, jedoch nur die Reaktivierung von eigentlich längst überwundenen spalterischen nationalistischen Ansichten haben, die in Europa letztendlich immer nur zu einem geführt haben?

Zum Krieg.

Einfache Lösungen wie Sündenböcke für das ‚Elend‘ in Deutschland zu finden. Die Ausländer, die Flüchtlinge, die Moslems, die Linken. Worte wie Volk, völkisch und Patriotismus(der im übelsten Sinne) werden wieder salonfähig. „Man wird doch mal sagen dürfen“, ist da eine gern genommene Variante. Es wird Symbolpolitik der übelsten Sorte propagiert, mit Flagge, Hymne und selbst die ‚Deutsche Frau‘ wird als Mittel zum Zweck eingesetzt.

Man ersetzt individuelles Recht durch pauschalisiertes Diskriminieren.

Selbst politisch demokratisch Andersdenkenden wird der Patriotismus, der doch so herrlich rechtskonservativ besetzt ist, abgesprochen, es werden Parolen herausgeholt, die seit 40 – 90 Jahren als überwunden galten. Gewachsene Demokratische Parteien werden diskrediert und als Gefahr für die Freiheit stigmatisiert. Und diese Haltungen sind auf allen politischen Ebenen zu finden, in jedem Dorf, in jeder Stadt überall.

Mittlerweile weltweit in den ältesten Demokratien der Welt. In fast allen europäischen Demokratien, was ich als besonders tragisch empfinde, da ‚Europa‘ mit diesen alten Mitteln und Ansichten im Laufe der Geschichte unendliches Leid über die Welt gebracht hat.

Das sind die Pfade, die ein Trump, eine LePen, ein Orban, und wie die mächtigen alle heissen, beschritten haben. Diese Pfade werden aber nicht nur von vermeintlichen kallstädtern Weltpolitikern beschritten. Sondern auch von nicht ganz so grossen.

Diese Folgen, nochmals, können entstehen weil der Bürger sich nicht informiert. Sich nicht politisch bildet. Sich abhalten lässt von Formalismen und Formalien, von komplexen Sachverhalten.

So beginnen die Trumplepfade langsam und klammheimlich in unserem schönen Wachenheim und in jeder anderen kleinen Gemeinde der Welt.

Dort wo es kaum einer denkt, kaum einer wahrnimmt, und dort, wo es am einfachsten zu vermeiden wäre.

Dagegen angehen funktioniert nur mit Engagement.

Mit Engagement des Bürgers und aller bürgerlichen Gruppen.

Und mit Engagement der Politik, die heraustreten muss aus den Hinterzimmern der Parlamente in Wachenheim, in Berlin, in Brüssel, in Sonstirgendwo.

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