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Aus unseren Leitlinien:

„Im Wachtenblog geht es um Wachenheim an der Weinstraße (neu: Verbandsgemeinde Wachenheim). Die Wachtenblogger beobachten und kommentieren, was im Ort vorgeht: Politisches und Soziales, Epochales und Triviales. So wollen wir den gesellschaftlichen Diskurs fördern und eine stärkere Bürgerbeteiligung unterstützen. Grasswurzel-Journalismus gegen Politik-Verdrossenheit!

Wir fangen klein an, weitere Autoren sind willkommen. Nicht nur für Wachenheim, auch im Wachtenblog plädieren wir für pluralistische Meinungsbildung und konstruktive Streitkultur. Darum begrüßen wir ausdrücklich neue Blogger, die nicht unserer Meinung sind. Die Spielregel ergeben sich aus unserem Motto:

  • Immer unabhängig: Wir sind für die Trennung von Blog und Mandat. Wer in ein politisches Amt in Stadt oder Verbandsgemeinde gewählt wurde, darf zwar nicht bloggen, aber gerne kommentieren.
  • Manchmal satirisch: Wir bloggen auch mit Ironie, Spott und Sarkasmus. Für Mobbing oder Rufmord jedoch ist hier kein Platz!
  • Nie anonym: Wir stehen zu dem, was wir schreiben. Darum bloggen wir unter eigenem Namen.“

Das sind die Maximen des Wachtenblogs und der Wachtenblogger.

Durch viele Ereignisse im Leben der bisherigen Blogger*innen war in den letzten beiden Jahren der Wachtenblog in einen Dörnröschenschlaf verfallen.

Um im Bild des Märchens zu bleiben möchte ich jetzt das Schwert in die Hand nehmen und die Dornenhecke zerschlagen und den Blog zu neuem Leben erwecken.

Und dies, wenn man frisch und ausgeruht erwacht, natürlich voller Elan und Tatendrang. Daher soll der Blog jetzt auf das Gebiet der VG Wachenheim ausgeweitet werden und von interessierten und engagierten Menschen beschrieben werden, die in unserer Verbandsgemeinde wohnen. Die Themen sind völlig frei und es bleibt den Neigungen der Autor*innen überlassen, über welche Themen sie schreiben wollen. Politik, Kultur, Sport, Wein etc. etc., jede*r nach eigenem Geschmack.

Der Grundsatz von der Trennung von Blog und Mandat soll erhalten bleiben, das heisst, Mandatsträger*innen können Artikel schreiben, die thematisch und inhaltlich NICHTS mit dem ausgeübten Mandat zu tun haben. Die Möglichkeit andere Artikel zu kommentieren bleibt voll erhalten.

Warum jetzt diese Initiative?

Ich glaube, dass es wichtig ist aktiv zu sein und wichtig ist informiert zu sein. Und keiner kennt doch die Themen einer Gemeinde besser als die eigenen Bürger*innen der Gemeinde.

Das Bloggen ist keine Akkordtätigkeit, sondern ein ambitioniertes Hobby für Leute, die gerne schreiben und eine dezidierte Sicht auf die Dinge haben, die um sie herum vorgehen.

Es wäre toll, wenn sich ein paar Menschen aus den verschiedenen Ortsgemeinden unserer VG fänden, um den Wachtenblog und sein Renomée wieder mit Leben zu erfüllen. Gerade ein Höchstmaß an Unterschied ist das, was ich mir für den Wachtenblog wünsche. Unterschied heisst Themen die die gesamte Breite unserer Interessen abdecken, bloggende Bürger*innen, die aus den verschiedenen Ortsgemeinden der VG kommen, bloggende Bürger*innen, die unterschiedliche politische Sichtweisen haben. Durch diese Unterschiede kann eine befruchtende Kommunikation in unserer VG zustande kommen, die schöne Früchte treiben kann.

Dörnröschen ist mittlerweile ja auch durch die Pubertät durch…

Wer interessiert ist, kann sich gerne bei mir persönlich melden um alles weitere persönlich zu besprechen.

Europa. Europäische Union. EU. Brüssel. Luxemburg. 

Subventionen. Bürokratie. Politikverdrossenheit. Institutionen. Filz. Brexit. Verschwendung. Populismus.

Friede. Wohlstand. Freiheit. Gleichheit.


Das sind Schlagworte, die mir beim Entwerfen dieses Artikels spontan in den Sinn kamen. Und diese Schlagworte empfinde ich als durchaus repräsentativ, auch und gerade wegen der momentanen politischen Gedanken- und Gefühlswelten, die sich in weiten Teilen der europäischen Bevölkerung manifestiert haben.


Was mich, in einer negativen Art und Weise, überrascht hat, ist der Umstand, daß mir die negativ besetzten Begriffe, wie Verschwendung und Politikverdrossenheit, als erstes einfielen, obwohl ich eines der europäischen Kinder bin, die im kalten Krieg aufwuchsen, die noch die innereuropäischen Nachkriegsressentiments vermittelt bekamen. Hier in der Pfalz sind es Worte wie ‚Der Franzos‘, ‚Die Tommies‘ oder auch ‚De Russ‘, alle mit negativ besetzten Tonfall, wie das mit Verallgemeinerungen eben so ist, siehe heute ‚Die Flüchtlinge‘, ‚Die Asylanten‘ etc. etc.


Ich bekam fast die gesamte Entwicklung zum heutigen politischen und kulturellen Europa mit. Ich erlebte wie die EWG zur EG zur EU wurde. Ich erlebte, im Urlaub keine Währungen mehr tauschen zu müssen. Ich erlebte wie europäische Länder, die Jahrzehnte lang als Feinde angesehen wurden, wieder in die europäische „Familie“ kamen. Ich erlebte, wie die Grenzkontrollen fielen. Ich erlebte einen Aufbruch in eine vermeintlich bessere Welt. Ich erlebte, wie in vielen armen Ländern Europas, wie z.B. Portugal oder Griechenland der Wohlstand wuchs, wie aber auch in Deutschland kaum vorstellbarer Wohlstand geschaffen wurde, die Infrastrukturen und Bildungssysteme verbessert wurden. 


Ich erlebte innereuropäischen Frieden. 


Ich erlebte keinen heissen Krieg.


Ich erlebte und erlebe aber auch eine Abkopplung der EU-Instututionen. Ich erlebte und erlebe eine ökonomische EU, deren einziger Zweck es zu sein scheint Unternehmensgewinne zu maximieren. Ich erlebte und erlebe eine EU, die auf Nationalstaaterei und Populismus retardiert. Ich erlebte und erlebe eine EU, in der Minderheiten verfolgt werden, in der Rechtsstaatlichkeit abgewickelt wird, in der faschistische populistische Züge in der Politik hoffähig gemacht werden, in der es Postengeschachere gibt, in der Geld in einem Ausmaß verschwendet wird, das unvorstellbar ist. 


In der der Mechanismus der politischen Nachvollziehbarkeit eben nicht mehr nachvollziehbar ist. 


Eine EU, in der Mauern gebaut werden.


Und dies bereitet mir Angst und Sorge. Angst und Sorge um die Generation meiner Kinder und kommenden Enkelkinder, die in einem ähnlichen Wohlstand und in ähnlicher Sicherheit leben sollen, wie ich das leben durfte.


Ich glaube, eines der Übel der heutigen Tage ist dieses ‚First-Denken‘, das sich wie eine Seuche ausbreitet. Germany first, France first, UK first….uswusw. Es wird eine Politik gemacht, die unter dem Mantel des europäischen Gedankens, national bis nationalistisch ist. Und die damit den europäischen Gedanken ad absurdum führt. Es werden Politiker nach Brüssel entsandt, die mit mit nationalen Aufträgen im Gepäck EU-Politik machen sollen und sich nebenbei die Schwächen der Institution Europa zu Nutze machen(sprich, die Taschen voll). Dieser Mechanismus führt eben genau dazu, dass diese Pseudo-Europa-Politik zu einer Verdrossenheit der europäischen Bürger führt und zu einer Minimierung der Akzeptanz des kulturellen Europas.


Und hier, jetzt, kommt auf einmal eine Bewegung und eine (Pan-europäische) Partei ins Spiel, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Europa seinen Europäern zurückzugeben. 


Volt. (www.volteuropa.org)


Eine Partei deren Ziel es ist mit einem pan-europäischen Programm Politik für die Bürger zu machen. Eine Partei, die den monströsen Apparat der EU verschlanken möchte. Eine Partei, die problem- und lösungsorientiert arbeitet und frei von dogmatischen Alt-Parteigrundsätzen ist, und die ihre Mitglieder in höchstem Maße in die politischen Vorgänge einbezieht. Eine Partei, auch, und gerade, der Jugend, die erkannt hat, was es bedeutet Europäer zu sein und als einer zu leben.

Ich bin durch einen befreundeten Kommunalpolitiker, mit dem ich im Stadtrat sitze, zu Volt gekommen. Interessanterweise kommen wir aus völlig verschiedenen Fraktionen und sollten, so die Erwartungshaltung von aussen, eher gegeneinander als gemeinsam für unsere Stadt arbeiten, was von uns beiden als politischer Blödsinn empfunden wird. Wir kamen ins Gespräch und merkten mit der Zeit, daß uns in unserer Denk- und Handlungsweise mehr verbindet als trennt, auch oder gerade obwohl unsere Meinungen zu vielen Themen unterschiedlich bleiben. Aber es eint uns der Gedanke und der Wille einen Konsens zu finden, Lösungen zu finden, frei von parteiprogrammatischen oder persönlichen Ressentiments. Für unsere Mitbürger, die uns gewählt haben Wachenheim nach vorne zu bringen, und nicht verpassten Chancen nachzutrauern oder jahrelange persönliche Polit-Fehden zu unterstützen.


Diese Chance bietet sich nun u.a. auf europäischer Ebene bei Volt. 


Volt ist unverbraucht. 

Volt ist anders. 

Volt ist im positivsten Sinn spannungsgeladen. 


Es fliesst ein Strom, der aktivierend für die gesamte politische Landschaft sein kann.


Daher unterstütze ich Volt für Europa und möchte dafür sorgen, daß Europa (wieder) ein Europa der Menschen wird, die den europäischen Gedanken leben.

Für sich selbst.

Und für ihre Kinder.

Zur Zeit findet auf der von mir mitbetriebenen Facebookseite „VG Wachenheim-Forum“ eine rege Diskussion über Wachenheim, Engagement und das Wort ‚Heimat‘ statt.

Ein Mitglied des Forums hat auf meine Frage hin, was Wachenheim für jeden einzelnen von uns bedeute, ein Foto seines Oberarms geschickt, auf den imposant die Wachtenburg tätowiert ist, da die für ihn Heimat und die damit verbundenen Gefühle symbolisiere. Die Rheinpfalz wurde mit Text, bewegtem und unbewegtem Bild aktiv, und viele Menschen haben sich seitdem zum Thema geäussert.

Das hat auch mich zum Nachdenken gebracht und die Idee in mir ausgelöst, die Wachenheimer nochmals aufzufordern, ihre Gefühle, Erlebnisse, Geschichte auf die ganz eigene Art auf dem Facebook-Forum zu schildern.

Ich bin gespannt, welch interessante und aussergewöhnlichen Beiträge, wie z.B. eine Burg auf dem Arm, noch kommen werden und welches Bild die Wachenheimer Bürger über unsere kleine Stadt vermitteln werden.

Da man nicht nur auffordern darf, sondern auch selbst voranschreiten sollte, gibt es diesen kleinen Artikel und die dazugehörigen Gedanken lyrisch und in Prosa(Fremdschämen erlaubt)

Mein Wachenheim

Der Duft der Reben

Reben des Duftes

Die Früchte des Herbstes

Herbst der Früchte

Der städtische Wall

Die wallende Stadt

Der Frieden der Burg

Der Burg‘sche Fried

Stätte der Ruhe für Geliebte

Geliebte Stätte der Ruhe

Ort des Lebens für Geliebte

Geliebter Ort des Lebens

Stadt meiner Kinder

Kinder meiner Stadt

Herz des Ortes

Ort des Herzens

Heimat des Weines

Weinen der Heimat

Leben im Diskurs

Diskurs des Lebens

Feste des Festes

Fest der Feste

Wachende Feste

Festes Wachen

Platz für den Markt

Markt für den Platz

Forum fürs Gesichtsbuch

Gesichtsbuch fürs Forum

Hexen für Besen

Besen für Hexen

Beratende Bürgerwache

Wache Bürger beratend

Gemeinden in Verbindung

Verbindung in Gemeinden

Gemeines im Verband

Verband im Gemeinen

Wein mit Wasser ist Schorle

Schorle ist Wasser mit Wein

Punkt ist Dubbe

Dubbe ist Punkt.

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Heimat ist für mich eine sehr persönliche Sache.

Heimat ist ein mitunter wechselnder Ort, an dem mir von Menschen, die ich liebe und die mich lieben, die Gefühle entgegengebracht werden, die dieses Heimat-Ding auslösen. Heimat war mein Geburtshaus, Heimat waren fremde Länder, in denen ich lebte. Heute noch kann ich mich an kleinste Dinge in meinem Geburtshaus erinnern, kann noch den Duft in mir hervorrufen. Das war meine Heimat.

Heimat jetzt ist Wachenheim.

Hier sind meine Kinder geboren, hier ist meine Frau begraben, hier lebe ich mit meiner Frau und meiner Familie.

Hier empfinde ich Freude, wenn ich im Garten sitze, vielleicht mit Freunden feiere und auf die Burg schaue.

Hier tue ich etwas für die Gemeinschaft und die Gemeinschaft gibt mir etwas zurück.

Hier drücke ich die Daumen für den TuS.

Hier diskutiere ich mit anderen Menschen, die sich politisch engagieren.

Hier haben mich die Lebenserfahrungen, die guten und die schlechten, zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Hier habe ich viele neue Freunde und Freundinnen gefunden, die mir mein Leben lebenswert machen.

Hier bin ich in Ruhe.

In den letzten Wochen wurde in den sozialen Medien Wachenheims, insbesondere auf dem VG Wachenheim Forum, viel über die Problematik von herrenlosem Hundekot in den Gebieten unseres kleinen Städtchens diskutiert.

Speziell über die angedachte Entsorgung des Hundekots mit den ungeliebten roten Plastikhundekotentsorgungstüten oder Hundekotplastikentsorgungstüten, wurde sich trefflich auseinandergesetzt, auch deshalb da in den Wingerten keine geeigneten Plastikhundekotentsorgungstütenentsorgungsbehälter, oder sind es Hundekotplastiktütenentsorgungsbehälter, bereitstehen.

Bei einem unserer letzten Hundespaziergänge, bei denen wir vorbildlich den Kot unseres Hundes in eine solche rote PHKET entsorgten, kamen wir in ein Gespräch mit einem Winzer, der unserem Tun interessiert zusah und sich dann ob unserer roten Exkrementenhandtasche, bemüssigt sah, uns einen Tipp zu geben.

In dem Gespräch wurde klar, dass, wenn ich diesen Winzer als stellvertretend für die große Wachenheimer Winzerfamilie ansehe, besonders der Kot an den Kopfenden der Wingertzeilen Ärger erregt, da hier rege in die Darmausscheidungen unserer Vierbeiner von den Menschen, die dort ihr Brot verdienen, hinein getreten wird.

Auch ließ er sich über den Sinn und Unsinn dieser roten Plastiktüten aus, da es seines Erachtens ein viel einfacheres Mittel gäbe, um diese Hundekotproblematik zu lösen, das nicht von den Hundebesitzern, dann gefüllt mit Scheiße, achtlos in die Natur geworfen wird.

Er sagte uns, dass eine einfache Plastikschippe völlig ausreiche, um für die Hinterlassenschaft der Hunde ein kleines Loch zu graben, dies mit dem Kot zu füllen und wieder mit Sand zu bedecken. Eine schnelle, sichere, effiziente und ökologisch einwandfreie Lösung!

Seit diesem Tag laufen wir mit einer roten Plastikschippe(€0,50) durch den Wingert, tragen keine mit Exkrementen gefüllten Plastiktüten durch die Gegend, schützen die Winzer vor Ungemach und die Umwelt vor einer Plastikhundekotentsorgungstütenkontaminierung.

In diesem Sinn, und wie auch im richtigen Leben, einfach mal eine Schippe drauflegen!

PS.

Und in der Stadt, auf den Bürgersteigen immer schön die Tüte mit der braunen stinkenden Masse füllen und entsorgen ;-)!

In den guten alten seeligen Zeiten, falls sie das wirklich waren, gab es diese außergewöhnliche TV Sendung „Wetten Daß?“. In dieser Sendung wurden verschiedene Wetten angeboten, auf die man dann für oder gegen mit einem Wetteinsatz wetten konnte. So gab es Wetten von Kandidaten, Saalwetten und Stadtwetten.

Diese TV Sendung hat auf den ersten Blick nichts mit unserer Kleinen Stadt oder gar mit unserer Verbandsgemeinde zu tun. Auf den zweiten Blick, wie Sie gleich sehen werden, schon.

Als Mitglied des Stadtrates macht es mir große Freude mich für Wachenheim zu engagieren. Ich bin Mitglied in der WL Wachenheimer Liste, bin im Stadtrat, bin Fraktionsvorsitzender unser kleinen gewählten Fraktion und diskutiere mal mehr, mal weniger Themen durch, die für unsere Gemeinde wichtig sind. Dies tue ich dort mit anderen engagierten Menschen Wachenheims, die zwar oftmals eine andere Meinung haben, aber aus der gleichen Motivation heraus handeln( Daher sind die Diskussionen im Stadtrat und den Ausschüssen oftmals sehr lebhaft und interessant…und das ist gut so!), der Motivation etwas für Wachenheim zu tun und vielleicht auch, um etwas zurückzugeben. Hier wurden Familien gegründet, Kinder geboren, es starben Familienmitglieder. Die Kinder besuchten den Kindergarten, die Grundschule, treiben in den Vereinen Sport, machen tolle Sachen mit den Pfadfindern etc. etc.. Viele von uns sind hier groß geworden, viele sind zugezogen.

Wachenheim hat ein florierendes Gemeinwesen.

Eigentlich.

Wieso eigentlich?

Was mich bei meinen Aktivitäten verwundert, insbesondere bei den politischen im Stadtrat und den Ausschüssen, ist die Tatsache, dass bei diesen prinzipiell öffentlichen Sitzungen, mit wenigen Ausnahmen gibt es nicht öffentliche Sitzungen, die Öffentlichkeit kaum stattfindet. Gerade wurde  diese Öffentlichkeit vom Gesetzgeber mit diversen Gesetzen gestärkt, um die anhängigen Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglicher und interessanter zu machen.

An jeder öffentlichen Sitzung dürfen Bürger frei von Bedingungen als Zuschauer teilnehmen und es gibt vor jeder Stadtratssitzung die Möglichkeit für Bürger dem Bürgermeister inhaltliche Fragen zur Arbeit der Verwaltung oder zu allgemeinen Themen der Stadt Wachenheim zu stellen, oder auch selbst Ideen einzubringen.

Die Resonanz strebt leider gegen Null, in den Ausschüssen, in denen die gleichen Regeln gelten ist sie faktisch Null. Lediglich einsame Pressevertreter oder – vertreterinnen finden sich öfters ein, um die Öffentlichkeit mittelbar zu informieren.

Als Mensch, der breite und inhaltlich kontroverse Diskussionen spannend und extrem wichtig für unser Gemeinwesen findet, es wird zuviel geschimpft, gehated und zu wenig diskutiert, möchte ich das, im Rahmen meiner Möglichkeiten ändern, und den Rat der Stadt Wachenheim zu einem politischen Forum machen, indem ich soviele Menschen wie mögliche animiere an den Ratssitzungen teilzunehmen, sich mit Fragen und Anfragen einzubringen, und das unmittelbare politische Leben in unserem Wachenheim mitzugestalten.

Eine erste Sitzung mit 5 Bürgern, dann die folgenden mit jeweils 10, 15, 20 und 25 Zuschauern ist mein erklärtes politisches Ziel. Unabhängig von Parteizugehörigkeit, frei von Parteizwängen, sach- und problemorientiert und -interessiert sollen Bürger sich und ihre Ideen regelmäßig einbringen.

Sollten Fragen auftreten, können sie sich gerne an mich wenden oder sicher auch an andere Ratsmitglieder, die Verwaltung oder den Bürgermeister samt Beigeordneten. Dies  kann schriftlich, telefonisch oder persönlich passieren, geradeso, wie es Ihnen beliebt. alle notwendigen Erstinformationen, wie Personen, Gremien und Termine finden Sie unter

https://ris.geocms.com/wachenheim/#top

der offiziellen Seite der Verbandsgemeinde Wachenheim.

Und nun zu „WETTEN DASS?“

Ich wette, dass die Wachenheimer Bürger es schaffen, in den nächsten 5 Sitzungen des Stadtrates mit den entsprechenden Zuschauerzahlen zu erscheinen. Also in der nächsten mit mindestens 5, die folgende mit mindestens 10 etc. Zuschauern.

Sollte ich meine Wette verlieren, sodaß weniger kommen, werde ich während des nächsten Weinfestes 5+10+15+20+25 Bratwürste selbst grillen und kostenlos verteilen. Sollten mehr kommen gibt es entsprechend mehr Bratwürste.

Also liebe Wachenheimer. Engagiert euch, kommt bringt euch ein, elektrisiert eure Politiker mit euren Ideen!

Es lohnt sich, für ALLE!

Und das nicht wegen der Wurst, sondern wegen der Ideen und Anregungen, die hier in unserem Ort, in Ihnen schlummern!

In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Seit ich politisch interessiert und aktiv bin, lese ich von Zeit zu Zeit Bücher von Politikern oder über Politiker. Politiker aller Richtungen und Überzeugungen, einfach um ein weites Bild über deren Motivationen und Denkweisen zu erhalten.

Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat, ist das Buch „Profiles in courage“ von John F. Kennedy, für das er den Pulitzer Preis erhielt. Ein Buch über den Mut von Menschen zu ihren Überzeugungen zu stehen und die in entscheidenden Augenblicken ihres Lebens Zivilcourage zeigten, das auch der deutsche Titel des Buches „Zivilcourage“.

Ein Buch, das in heutigen Zeiten mehr denn je Pflichtlektüre für einen jeden demokratisch politischen Menschen sein sollte, unabhängig davon, in welchen politischen Sphären er sich bewegt und welche politischen Ansichten er vertritt. Gerade in einer Ratsarbeit, wie z.B. aber nicht nur, in „kleinen Stadträten“ „kleiner Städte“ mit „kleinen Kommunalpolitikern“ sollte diese Courage und Unabhängigkeit die Regel und nicht die Ausnahme sein. Die führe m.E. zu einer wiedererstarkenden Akzeptanz in der Bevölkerung und zu einer regeren öffentlichen Beteiligung in der politischen Diskussion und Teilnahme an den Ratssitzungen durch eine erhöhte Authenzität der politisch agierenden Menschen.

Ein paar Auszüge aus dem Vorwort, die vielleicht dazu führen, daß sich der ein oder andere politische Bürger dieses Buch besorgt und liest. Es ist es wert!

Ähnlichkeiten zu lebenden Personen und Situationen sind rein zufällig, aber nicht minder interessant und künftige Veränderungen und Einflüsse wären erwünscht und nicht rein zufällig!

Ich wünsche allen ein schönes schneereiches Wochenende!

Auszüge aus dem Buch:

… Vor ein paar Jahren schrieb ein vielgelesener Kolumnist:

„Die Leute scheren sich überhaupt nicht darum, was ein Senator oder Abgeordneter redet; und der Grund dafür ist, daß sie wissen, daß 99% all dessen, was im Kongress zu hören ist, albernes Geschwätz, Unverstand und Demagogie ist, worauf man sich nicht verlassen darf…“. Vorher schon hatte ein Regierungsmitglied in seinem Tagebuch aufgezeichnet:

Ich zögere an die vollkommene Verkommenheit des Senats zu glauben, noch weniger kann ich mich darauf verlassen, daß auch nur eingroßer Teil der Senatoren ehrlich und vertrauenswürdig sei. Viele sind geistig unbedeutend, charakterschwach und für ein hohes Amt vollkommen ungeeignet. Einige sind gemeine Demagogen und andere nichts als reiche Leute, die ihre Stellung erkauft haben. Andere wiederum Männer von eng begrenztem Horizont, beschränkter Auffassungsgabe und niedrigen parteiischen Vorurteilen.“

Früher noch hielt ein Senator seinen Kollegen vor:

„Das Volk entzieht uns sein Vertrauen, weil wir unbegreiflicherweise das Handeln hinauszögern.“

Der Senat weiß, daß heute viele Amerikaner diese Ansichten teilen. Man sagt, Senatoren seien nichts als Politiker und es käme ihnen nur drauf an, Wählerstimmen zu ergattern; staatsmännische Haltung und politischer Mut sei ihnen dagegen völlig fremd. Mütter mögen sich noch immer danach sehnen, daß ihr Lieblingssohn zum Präsidenten gewählt werde, aber eine von Professor Gallup durchgeführte Meinungsumfrage hat vor einigen Jahren gezeigt. Daß sie nicht möchten, daß er auf dem Weg dorthin sich mit Politik befassen muss. Bedeutet nun die gegenwärtige ablehnende Haltung und Mißachtung, daß der Senat an Achtung eingebüsst hat? Keineswegs! Denn von den drei oben zitierten Bemerkungen stammt nur die erste aus dem 20. Jahrhundert, die zweite aus dem 19. und die dritte aus dem 18.- als der noch kaum konstituierte Senat über den Standort des Kapitols stritt.

Bedeutet diese Stimmung, daß der Senat sich keiner mutigen Männer rühmen kann?

Walter Lippmann ist nach fast einem halben Jahrhundert sorfältiger Beobachtung in seinem jüngsten Buch zu einem harten Urteil sowohl über Politiker als auch über Wähler gelangt.

„Abgesehen von Ausnahmen, die ebenso selten wie Naturwunder vorkommen, sind erfolgreiche Politiker in einer Demokratie unsichere und eingeschüchterte Geschöpfe. Ihr politischer Fortschritt wird nur dadurch ermöglicht, daß sie faule Zugeständnisse machen, bestechen, verführen, schwindeln oder sonst irgendwie die fordernenden und bedrohenden Elemente unter ihren Wählern zu manipulieren versuchen. Entscheiden ist gar nicht mehr, ob ein Vorschlag gut ist, also nicht ob er sich bewähren, sondern vielmehr, ob die aktive und beredte Wählerschaft ihn sofort gut heissen wird.“

… Jene Aufforderung, mit allen zu marschieren, ohne aus der Reihe zu tanzen, beinhaltet auch andere Versuchungen – nämlich in Bezug auf die Belohnungen, die sich einstellen, wenn der Parlamentarier der Pflicht, der auch von ihm gewählten Parteiführung in allen zu folgen, nachkommt.Jedem von uns im Kongress wird eingeschärft, wie wichtig die Einheit der Partei ist(in deren Namen schon viele Sünden begangen wurden) und wie sehr ihm jedes aufrührerische Verhalten in den nächsten Wahlen schaden könnte. … Sogar die Durchsetzungvon Anträgen, an denen er interessiert ist, hängt zu einem nicht geringen Teil von der Unterstützung ab, die ihm für seine treue Gefolgschaft von Seiten der Parteiführung zuteil wird. Schließlich wird ein Senator, der nur seinem Gewissen folgt, entdecken, daß er nicht nur die Abneigung seiner Kollegenund Parteifreunde, sondern auch die der höchstwichtigen Gönner seines Wahlfonds geerntet hat.

Die Forderung nach politischer Zivilcourage erhebt sich heute mehr gebieterisch denn je zuvor. Unser Leben steht dermaßen unter dem einfluss der Massenmedien, daß jede unpopuläre oder ungewöhnliche Handlung Proteststürme hervorruft, wie sie sich John Quincy Adams, der 1807 heftige Angriffe über sich ergehen lassen musste, niemals vorgestellt hatte. Die ungleich kompliziertere Maschinerie unseres politischen Lebens wird heute mit einem derartigen Aufwand betrieben und so stark von politischen Managern und Propagandisten beherrscht, daß der Idealistrecht rauh aus seinen Träumen geweckt wird durch die Anforderungen, die der Kampf ums Mandatund um sein Vorwärtskommen an ih stellen.

Sicherlich würde es viel leichter sein, in den traditionellen Denkformen zu verharren: als Liberale oder Konservative, als Republikaner oder Demokraten, …, als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, als Produzenten oder Konsumenten und in anderen ähnlich engen Kategorien. Und es wäre bequemer, weiterhin in kleinen Gruppen vorzugehen und abzustimmen und sich immer jenen Kollegen anzuschliessen, die sich von zeitbedingten Parolen, von den aktuellen Vorurteilen und Strömungen im Volke unterjochen lassen. Aber heute kann sich unser Volk – was die Politik angeht – nicht den Luxuseiner derartigen Gedankenlosigkeit und Trägheit leisten. Nur aus der Fähigkeit, ein unabhängiges Urteil zu finden, und aus dem Vermögen, individuell – ja auch ausgefallen und exzentrisch – zu denken, erwachsen Standhaftigkeit, Erfolg und friedliche Veränderungen, mit deren Hilfe es uns gelingt, jene „fremde Ideologie“ zu überwinden, die freies Denken weit mehr als Wasserstoffbomben fürchtet.

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